Nahost-Konflikt: Trump lässt Frage neuer Iran-Angriffe offen

Nahost - US-Präsident Donald Trump (80) ist Spekulationen entgegengetreten, er plane nach den US-Zwischenwahlen neue Angriffe gegen den Iran.

Der US-Präsident Donald Trump (80).  © Julia Demaree Nikhinson/AP/dpa

In einem Interview der britischen "Financial Times" wenige Stunden vor Schließung der Wahllokale in den USA sagte Trump nach Angaben der Zeitung, die USA hätten keine unmittelbaren Pläne für einen Angriff.

"Wir scheinen alles zu bekommen, was wir wollen", sagte der Präsident demnach zum momentanen Stand des Konflikts mit der Islamischen Republik. 

Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24 -Newsticker.

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4. November, 6.14 Uhr: Vier Tanker in Straße von Hormus durch Minen zerstört

In der Straße von Hormus sind nach iranischen Angaben vier Tanker auf Minen gefahren und zerstört worden.

Der regierungsnahe Sender Press TV zitierte auf Telegram die mächtigen Revolutionsgarden, wonach die Schiffe versucht hätten, in der für den globalen Öl- und Gashandel wichtigen Meerenge eine vom Iran nicht genehmigte Route zu nehmen. Teheran verlangt, dass Schiffe eine vom Iran festgelegte Strecke entlang seiner Küste nehmen.

Seit Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar wurden in der Straße von Hormus und der weiteren Golfregion immer wieder Schiffe angegriffen. Der Iran hatte zuletzt seine Attacken auf Schiffe insbesondere entlang einer südlichen Route in der Meerenge intensiviert. Laut "Wall Street Journal" schützt das US-Militär dort seit Monaten mit fast kontinuierlicher Luftunterstützung kommerzielle Frachter.

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Der Persische Golf, die Straße von Hormus und der Golf von Oman in einer undatierten, von der NASA zur Verfügung gestellten, Satellitenaufnahme.  © -/The Visible Earth/NASA/dpa

4. November, 6.09 Uhr: Sorgen vor Rückkehr zum offenen Krieg

Mehrere Medien hatten zuletzt über Pläne Washingtons berichtet, nach der US-Kongresswahl gemeinsam mit Israel erneut Angriffe gegen den Iran zu fliegen.

Der "Financial Times" sagte Trump nun: "Ich bin bereit, wir sind bereit. Wir sind schussbereit, falls wir zuschlagen müssen, aber vielleicht gibt es gar keinen Grund dafür." Am Vortag hatte er bereits dem US-Nachrichtenportal "Axios" am Telefon gesagt, er habe "keine Eile", eine Entscheidung dazu zu fällen. 

Angesichts der Sorge vor einer Rückkehr zum offenen Krieg bemüht sich der Golfstaat Katar weiter um Vermittlung. "Wir bleiben hoffnungsvoll, dass es noch eine Chance gibt für eine Einigung und um Bedingungen zu schaffen für zukünftige Verhandlungen", sagte Außenamtssprecher Madschid al-Ansari.

3. November 20.54 Uhr: Trump kündigt Ende milliardenschwerer Hilfen an Israel an

US-Präsident Donald Trump hat überraschend die Einstellung milliardenschwerer Hilfen an Israel zum Jahresende verkündet.

Er und der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu seien übereingekommen, dass Israel nicht mehr auf die Zuschüsse in Höhe von vier Milliarden US-Dollar (knapp 3,6 Mrd. Euro) angewiesen sei, sagte Trump in einem Telefonat mit dem US-Sender Fox News. 

Benjamin Netanjahu (l.) und Donald Trump.  © Alex Brandon/AP/dpa

3. November 17.01 Uhr: Opposition will Eisenkot als Regierungschef empfehlen

Vor Beginn der Konsultationen zur Regierungsbildung hat Israels Opposition ihren Willen bekräftigt, die rechtsreligiöse Regierung von Benjamin Netanjahu (77) abzulösen.

Dessen Hauptrivale, der ehemalige Militärchef Gadi Eisenkot, traf sich nach Angaben seines Büros bei Tel Aviv mit den Vorsitzenden der Oppositionsparteien Bejachad, Israel Beitenu und Demokraten. Sie wollten dem Präsidenten Izchak Herzog gemeinsam empfehlen, Eisenkot zuerst mit der Regierungsbildung zu beauftragen.

Ziel sei es, so schnell wie möglich eine neue Regierung zu bilden und eine weitere Wahl zu verhindern. Die Parteichefs kritisierten zugleich, dass Netanjahu und seine Likud-Partei das Wahlergebnis infrage stellten. Sie kündigten an, sich gegen Versuche zu wehren, den Wahlausgang und den demokratischen Prozess anzuzweifeln. Es handle sich um eine "gefährliche und haltlose Kampagne".

Gadi Eisenkot (66) ist ehemaliger Militärchef und könnte neuer Präsident in Israel werden.  © Gil Cohen-Magen/dpa

3. November, 12.50 Uhr: Iran meldet Explosionen an Tankern in Straße von Hormus

Die iranischen Revolutionsgarden (IRGC) haben Explosionen an drei Tankern in der Straße von Hormus gemeldet.

Die Schiffe seien in den frühen Morgenstunden auf Seeminen aufgefahren, hieß es in einer Erklärung der IRGC. Die Angaben ließen sich nicht verifizieren. Stellungnahmen von unabhängigen Stellen blieben zunächst aus. 

Wieder berichtet der Iran von Explosionen an Schiffen in der Straße von Hormus.  © Altaf Qadri/AP/dpa

3. November, 8.43 Uhr: Iran richtet erneut zwei Männer nach Massenprotesten hin

Im Iran sind im Zusammenhang mit den Protesten Anfang des Jahres abermals zwei Männer exekutiert worden.

Den Männern sei zur Last gelegt worden, bei den Massendemonstrationen an der Tötung von Polizeibeamten in der Stadt Isfahan beteiligt gewesen zu sein, berichtete die mit der Justiz verbundene Nachrichtenagentur Misan.

Die Männer, Amirhossein Maleki und Amirhossein Ebrahimi, seien am frühen Morgen gehängt worden, hieß es weiter. Am späten Montagabend sollen die Angehörigen der beiden Männer zu einem letzten Besuch in ein Gefängnis der Stadt Isfahan berufen worden sein, berichtete die in Norwegen ansässige Menschenrechtsorganisation Iran Human Rights (IHRNGO).

Laut iranischer Justiz sollen die Männer Teil einer Gruppe gewesen sein, die an der Tötung der Polizeibeamten beteiligt gewesen sein sollen. Im August waren bereits andere angebliche Mitglieder dieser Gruppe öffentlich gehängt worden. Menschen hatten damals spontan dagegen protestiert. 

Der oberste iranische Richter Gholamhossein Mohseni-Esche’i (70).  © Rouzbeh Fouladi/ZUMA Press Wire/dpa

3. November, 7.45 Uhr: Angriffe in Saudi-Arabien: Asien-Cup wird verschoben

Wegen der Angriffe durch die jemenitische Huthi-Miliz auf Saudi-Arabien hat der asiatische Fußballverband AFC den geplanten Asien-Cup verschoben.

Statt vom 7. Januar bis 5. Februar 2027 soll das Turnier vom 23. Dezember 2027 bis 21. Januar 2028 in Saudi-Arabien stattfinden, wie die AFC mitteilte.

"Das Organisationskomitee des Asien-Cups hat beschlossen, das Turnier angesichts der aktuellen außergewöhnlichen Umstände zu verlegen, die sich aus den Entwicklungen in der Region ergeben - darunter erhebliche logistische Schwierigkeiten und Reisebeeinträchtigungen", erklärte der Verband. 

Die Verschiebung sei im "Interesse aller teilnehmenden Mannschaften, Offiziellen, Zuschauer und sonstigen Beteiligten notwendig", hieß es weiter. Der Zeitplan werde dem Weltverband FIFA zur Genehmigung vorgelegt.

3. November, 7 Uhr: US-Militär greift Ziel auf iranischer Insel Gheschm an

Erneut sind US-Angriffe auf iranischem Boden gemeldet worden. Im Visier des Militärs stand offenbar eine Stellung der Revolutionsgarden auf der Insel Gheschm in der strategisch wichtigen Straße von Hormus.

Der "Axios"-Journalist Barak Ravid teilte auf X mit, dass ein US-Kampfjet die Stellung am Montag attackiert habe. Zuvor soll von dort eine Rakete auf ein amerikanisches Flugzeug abgefeuert worden sein. Demnach hätten Bewohner der Insel sowie der nahe gelegenen Hafenstadt Bandar Abbas von Explosionen berichtet.

Eine offizielle Bestätigung des zuständigen US-Regionalkommandos lag zunächst nicht vor.

Anwohner der iranischen Hafenstadt Gheschm berichteten von Explosionen.  © Farshid-M. Bina/dpa

2. November, 15.03 Uhr: Gouverneur von Hebron - Israels Armee zieht ab

Gut eine Woche nach Beginn des israelischen Militäreinsatzes im Raum Hebron zieht die Armee nach Angaben des Gouverneurs aus der Stadt im Westjordanland ab.

Palästinensische Sicherheitskräfte hätten die vollständige Kontrolle in dem Gebiet, sagte Gouverneur Chalid Dudin vor Journalisten. Rund 3300 Anwohner, die durch den Einsatz vertrieben wurden, könnten nun sicher in ihre Häuser zurückkehren. Ihre Häuser seien weitgehend zerstört, sagte Dudin, und kündigte schnelle Schritte zum Wiederaufbau an.

Nach einem tödlichen Angriff auf israelische Soldaten beginnt die Armee einen großen Einsatz im Westjordanland. Tausende werden vertrieben. Nach palästinensischen Angaben ziehen die Truppen jetzt ab.  © Mamoun Wazwaz/dpa

2. November, 11 Uhr: Erneut Tanker im Persischen Golf attackiert

Im Persischen Golf ist ein weiterer Tanker angegriffen worden. Wie die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) mitteilte, wurde das Schiff rund 133 Kilometer östlich der saudi-arabischen Küstenstadt Ras al Khafji von zwei "unbekannten Geschossen" getroffen.

Verletzte habe es nicht gegeben. Zunächst bekannte sich niemand zu dem Angriff. Erst am Freitag war im Persischen Golf ein katarischer Tanker attackiert worden, wie die staatliche Nachrichtenagentur QNA berichtete. Auch dazu hatte sich niemand bekannt. 

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