Nahost-Konflikt: US-Militär entert Iran-Schiff - Was wird aus Verhandlungen?

Israel/Iran - Kurz nach einer von US-Präsident Donald Trump (79) angekündigten Verhandlungsbereitschaft mit Teheran hat das US-Militär einen iranischen Frachter angegriffen.

In der Straße von Hormus sorgt ein US-Angriff auf einen iranischen Frachter für Aufregung. (Symbolbild)  © Asghar Besharati/AP/dpa

Das Schiff habe versucht, die US-Seeblockade zu durchbrechen, schrieb Trump auf der Plattform Truth Social. Irans Militär sprach von "bewaffneter Seepiraterie" und kündigte an, man werde "bald reagieren", wie der regierungstreue Sender Press TV meldete.

Kurz vor dem Ablaufen der Waffenruhe am Mittwoch sieht Teheran laut der Staatsagentur Irna "keine aussichtsreiche Perspektive für seriöse Verhandlungen". Der iranische Präsident Massud Peseschkian warf Washington Vertragsbruch vor.

Laut dem US-Regionalkommando Centcom war das Schiff auf dem Weg in die iranische Küstenstadt Bandar Abbas in der Straße von Hormus.

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Die USA hatten zuvor bereits 25 Schiffe angewiesen, umzudrehen oder in ihre iranischen Häfen zurückzukehren. Dies ist jedoch der erste bekannte Vorfall, bei dem Gewalt angewendet wurde. Wegen der neuen Eskalation zogen die Ölpreise wieder an.

Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

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20. April, 9.28 Uhr: Laut Gerichtsmedizin mehr als 3.300 Kriegstote im Iran

Im Iran sind bei den israelisch-amerikanischen Bombardierungen nach Worten eines Mediziners 3.375 Menschen getötet worden.

Dabei handele es sich um endgültige Zahlen, sagte der Leiter der iranischen Gesellschaft für Rechtsmedizin, Abbas Masdschedi Arani, laut einem Bericht des Onlineportals "Jamaran".

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20. April, 9.02 Uhr: Wieder Zwischenfälle im Libanon trotz Waffenruhe

Israels Armee hat eigenen Angaben zufolge trotz der Waffenruhe im Libanon in der Nacht eine Raketenabschussrampe im Süden des Nachbarlandes angegriffen.

Diese sei feuerbereit und eine "direkte Bedrohung für die Ortschaften in Nordisrael" sowie für Soldaten gewesen, teilte das israelische Militär am Morgen mit.

20. April, 6.11 Uhr: Israelischer Soldat zertrümmert Jesus-Statue im Libanon

Das israelische Militär bestätigte am Sonntag, dass einer seiner Soldaten im Südlibanon ein christliches Symbol beschädigt hat, und verurteilte den Vorfall aufs Schärfste.

In einer Stellungnahme auf X erklärte das Militär, das Verhalten des Soldaten stehe nicht im Einklang mit den Werten, die von seinen Streitkräften erwartet würden. Das Militär bezog sich dabei auf ein zuvor veröffentlichtes Foto, das einen Mann in israelischer Uniform zeigt, der mit einem Hammer eine gefallene Jesusfigur von einem Holzkreuz schlägt. Eine erste Überprüfung habe ergeben, dass das Bild einen Soldaten im Südlibanon zeige.

Das Militär kündigte an, dass gegen die Beteiligten angemessene Maßnahmen ergriffen würden und dass es die lokale Gemeinde bei der Wiederherstellung des Kruzifixes an seinem ursprünglichen Standort unterstützen werde. Etwa ein Drittel der Libanesen sind Christen.

20. April, 6.03 Uhr: Ölpreise steigen wieder deutlich

Vor dem Hintergrund neuer Spannungen zwischen den USA und dem Iran kostet Rohöl wieder deutlich mehr.

Die Nordseesorte Brent mit Lieferung im Juni ging mit einem Kurs von knapp 97 US-Dollar in die Handelswoche und war damit über sieben Prozent teurer als noch in der vergangenen Woche. Auch die US-Sorte WTI legte ähnlich stark zu. Zu Beginn des Krieges Ende Februar lag der Preis für Brent noch bei unter 70 Dollar.

20. April, 6 Uhr: Irans Militär kündigt Reaktion nach US-Angriff auf Frachter an

Irans Militär hat den USA nach dem Angriff auf ein iranisches Frachtschiff im Arabischen Meer "bewaffnete Seepiraterie" vorgeworfen.

Man werde "bald reagieren", zitierte der regierungstreue Sender Press TV das iranische Hauptquartier Khatam al-Anbiya. Die US-Marine hatte den iranischen Frachter zuvor angegriffen und unter ihre Kontrolle gebracht. Wie das US-Regionalkommando Centcom mitteilte, war das Schiff auf dem Weg in die iranische Küstenstadt Bandar Abbas in der Straße von Hormus.

19. April, 22.02 Uhr: US-Marine hat iranisches Frachtschiff beschossen

Die US-Marine hat nach Angaben von Präsident Donald Trump ein iranisches Frachtschiff im Golf von Oman beschossen und unter ihre Kontrolle gebracht.

Das Schiff habe versucht, die von den USA errichtete Blockade iranischer Häfen in der Straße von Hormus zu umgehen, schrieb Trump am Sonntag in seinem Onlinedienst Truth Social.

"Ein unter iranischer Flagge fahrendes Frachtschiff namens TOUSKA, das fast 900 Fuß lang ist (etwa 274 Meter) und fast so viel wiegt wie ein Flugzeugträger, versuchte heute, unsere Seeblockade zu durchbrechen – was für die Besatzung nicht gut ausging", schrieb er.

Das iranische Schiff habe Aufforderungen zum Anhalten ignoriert, daraufhin habe der US-Lenkwaffenzerstörer "ein Loch in den Maschinenraum gesprengt", erklärte Trump. Derzeit befinde sich der iranische Frachter unter Kontrolle der US-Marine. Man prüfe, was sich an Bord befinde.

Laut Präsident Donald Trump soll die US-Navy ein iranisches Frachtschiff beschossen und unter ihre Kontrolle gebracht haben.  © Julia Demaree Nikhinson/AP/dpa

19. April, 19.49 Uhr: Iran lehnt zweite Verhandlungsrunde mit USA ab

Die iranische Führung lehnt laut einem Bericht der Staatsagentur Irna ein zweites Treffen mit US-Vertretern ab.

Zur Begründung hieß es am Abend, übertriebene Forderungen der USA, deren ständige Kurswechsel und die fortgesetzte Seeblockade iranischer Häfen böten "keine aussichtsreiche Perspektive für seriöse Verhandlungen".

Außerdem seien die Berichte über eine zweite Verhandlungsrunde in Pakistan kommende Woche Teil einer amerikanischen Medienkampagne, um mit Schuldzuweisungen noch mehr Druck auf Teheran auszuüben.

US-Präsident Donald Trump hatte zuvor angekündigt, dass eine Delegation für Verhandlungen in die pakistanische Hauptstadt Islamabad reist.

Auch die US-Blockade iranischer Häfen wären für den Iran Grund genug, eine zweite Verhandlungsrunde mit den USA abzulehnen.  © Altaf Qadri/AP/dpa

19. April, 19.17 Uhr: Deutsche Marine bereitet Einsatz in Straße von Hormus vor

Die Deutsche Marine bereitet sich bereits konkret auf einen möglichen Einsatz in der Straße von Hormus vor.

"Wir planen das. Wir spielen das durch - auch mit Blick auf mögliche Partner und wie kann sich eine solche Operation zusammensetzen", sagte Verteidigungsminister Boris Pistorius in der ARD-Sendung "Bericht aus Berlin". Er würde seinen Job als Verteidigungsminister nicht richtig machen, wenn man nicht längst konkret in diese Planungen eingestiegen wäre.

Man befinde sich aber noch im Planungsstadium, betonte der SPD-Politiker. Voraussetzung für einen solchen Einsatz wäre auch zunächst ein anhaltender Waffenstillstand in der Region, ein völkerrechtliches Dach und ein Mandat des Deutschen Bundestags. "Da sind wir ja noch lange nicht."

Pistorius wies auf die Kompetenzen der Deutschen Marine beim Minenräumen hin. "Wir sind innerhalb der Nato mit unseren Minenräumfähigkeiten traditionell Führungs- und Anlehnungsnation für Andere und müssen und werden deshalb natürlich eine Rolle spielen, wenn die übrigen Bedingungen erfüllt sind."

Dabei gehe es nicht um Symbolik und ein Signal an US-Präsident Donald Trump. "Wir haben immer gesagt, das ist zwar nicht unser Krieg, aber die Folgen davon, die kriegen wir ja zu spüren. Und deswegen haben wir, wenn es um die Freiheit der Meere geht, eben auch einen Anteil an dieser Aufgabe zu erfüllen."

Die Deutsche Marine bereitet sich auf einen Einsatz in der Straße von Hormus vor.  © Axel Heimken/dpa

19. April, 14.22 Uhr: US-Delegation Montag für Verhandlungen in Islamabad

Im Konflikt mit dem Iran reist nach Angaben von US-Präsident Donald Trump (79) wieder eine Delegation aus Washington für Verhandlungen in die pakistanische Hauptstadt Islamabad.

Seine Vertreter würden dort am Montagabend sein, schrieb Trump auf der Plattform Truth Social ohne Angaben zur Zeitzone zu machen.

Nach Angaben von US-Präsident Donald Trump (79) reist wieder eine Delegation aus Washington für Verhandlungen in die pakistanische Hauptstadt Islamabad. (Archivbild)  © Mehmet Eser/ZUMA Press Wire/dpa

19. April, 13.37 Uhr: Meldung Protest gegen Waffenruhe - Streik in nordisraelischer Stadt

Aus Protest gegen die Waffenruhe im Konflikt mit der libanesischen Hisbollah-Miliz sind Einwohner der größten israelischen Stadt an der Nordgrenze in den Streik getreten.

In Kiriat Schmona blieben die Stadtverwaltung und das Bildungssystem heute geschlossen, wie der israelische Kan-Sender berichtete. Auch in Jerusalem waren Proteste von Repräsentanten der Stadt geplant, die auch während des jüngsten Kriegs immer wieder von der Hisbollah beschossen worden war. Die israelische Arbeitswoche beginnt am Sonntag.

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