Nahost-Konflikt: USA fordern 20 Jahre ohne Urananreicherung vom Iran

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Israel/Iran - Nach der ergebnislosen ersten Runde direkter Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran seit Kriegsbeginn spricht US-Vizepräsident JD Vance dennoch von echten Fortschritten.

US-Vizepräsident JD Vance sieht Fortschritte in den Verhandlungsgesprächen mit dem Iran.
US-Vizepräsident JD Vance sieht Fortschritte in den Verhandlungsgesprächen mit dem Iran.  © Jacquelyn Martin/Pool AP/AP/dpa

Er sieht jedoch den Iran am Zug, beim Thema Atomprogramm einzulenken. Medienberichten zufolge liegen die Forderungen der beiden Seiten weit auseinander.

Ob es zu einer weiteren Verhandlungsrunde kommt, ist noch offen. Unbestätigten Berichten zufolge steht ein zweites Treffen an diesem Donnerstag im Raum.

Trotz bestehender Differenzen sei bei den Verhandlungen in Pakistan am Wochenende vieles in die richtige Richtung gelaufen, sagte Vance dem Sender Fox News. "Wir haben große Fortschritte gemacht." Jetzt sei allerdings Teheran am Zug, bei dem wichtigsten Punkt aus US-Sicht Zugeständnisse zu machen - dem Atomprogramm.

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Den USA geht es laut Vance vor allem um zwei Dinge: das hochangereicherte Uran außer Landes zu schaffen und Teheran daran zu hindern, erneut Uran anzureichern. Medienberichten zufolge forderten die USA vom Iran, 20 Jahre lang auf die Anreicherung von Uran zu verzichten.

Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

14. April, 6.13 Uhr: Irans Präsident wirft USA mangelnden politischen Willen vor

Der iranische Präsident Massud Peseschkian hat erneut die US-Seite für das Scheitern der Friedensgespräche zwischen den beiden Kriegsparteien in Islamabad verantwortlich gemacht.

Übertriebene Forderungen und der "mangelnde politische Wille hochrangiger US-Beamter" hätten eine Einigung verhindert, sagte Peseschkian laut einem Bericht des staatlichen englischsprachigen Senders PressTV in einem Telefonat mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron.

14. April, 6.10 Uhr: UN-Chef Guterres: Einigung nicht über Nacht möglich

UN-Generalsekretär António Guterres hat nach dem Scheitern der Friedensverhandlungen zwischen dem Iran und den USA am Wochenende in Pakistan zu einer Fortsetzung der Gespräche gemahnt.

Auch wenn es keine Einigung gegeben habe, so hätten die Gespräche selbst doch die "Ernsthaftigkeit des Engagements" betont und stellten somit einen bedeutenden Schritt hin zu einem neuen Dialog dar, teilte der Sprecher des UN-Chefs mit.

"Angesichts der tief verwurzelten Differenzen kann eine Einigung nicht über Nacht erzielt werden, und der Generalsekretär ruft dazu auf, die Gespräche konstruktiv fortzusetzen, um eine Einigung zu erreichen", so der Sprecher. Zugleich müssten die zweiwöchige Waffenruhe eingehalten und die Freiheit der Schifffahrt bewahrt bleiben, betonte Guterres demnach.

UN-Chef Guterres würdigt die bisherigen Friedensbemühungen der USA und des Iran als Schritt in die richtige Richtung und mahnt zu einer Fortsetzung.
UN-Chef Guterres würdigt die bisherigen Friedensbemühungen der USA und des Iran als Schritt in die richtige Richtung und mahnt zu einer Fortsetzung.  © Bilal Jawich/XinHua/dpa

13. April, 20.10 Uhr: Gespräche zwischen Israel und dem Libanon in Washington

Zum ersten Mal seit Jahrzehnten nehmen die libanesische Regierung und Israel in Washington direkte Gespräche auf politischer Ebene auf.

Geführt werden sie am Dienstag zunächst von der libanesischen Botschafterin in den USA, Nada Hamadeh Moawad, und dem israelischen Vertreter in Washington, Jechiel Leiter. Die Gespräche finden nach Wochen der gegenseitigen Angriffe statt.

Israel strebt nach Worten des Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu ein dauerhaftes Friedensabkommen mit dem Libanon an. Er fordert eine Entwaffnung der libanesischen Hisbollah-Miliz, die mit dem Iran verbündet ist. Die Schiitenmiliz lehnt dies jedoch ab und Experten halten ihre gewaltsame Entwaffnung für äußerst schwierig.

Israel verfolgt nach Aussage von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (76) das Ziel eines dauerhaften Friedensabkommens mit dem Libanon. (Archivbild)
Israel verfolgt nach Aussage von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (76) das Ziel eines dauerhaften Friedensabkommens mit dem Libanon. (Archivbild)  © Ronen Zvulun/Pool Reuters/dpa

13. April, 20.10 Uhr: Deutschland und Südafrika fordern weitere Iran-Verhandlungen

Deutschland und Südafrika verlangen nach den vorerst gescheiterten Friedensverhandlungen zwischen den USA und dem Iran eine Fortsetzung der Gespräche über eine Verhandlungslösung.

"Der Waffenstillstand hält. Und ich kann nur an beide Seiten dringend appellieren, diese Zeit weiterhin zu nutzen", sagte Außenminister Johann Wadephul (CDU) in Berlin beim Treffen mit seinem südafrikanischen Kollegen Ronald Lamola.

13. April, 20.08 Uhr: Seeblockade gestartet - Iran spricht von "Piraterie"

Die USA haben eigenen Angaben nach mit der Blockade der Straße von Hormus begonnen. Das teilte ein Regierungsbeamter der Deutschen Presse-Agentur mit.

US-Präsident Donald Trump (79) bestätigte später vor Reportern in Washington, die Blockade sei wie geplant in Kraft getreten.

Das US-Regionalkommando für den Nahen Osten (Centcom) hatte am Sonntag mitgeteilt, ab diesem Montag 10.00 Uhr US-Ostküstenzeit (16.00 Uhr MESZ) bestimmte Schiffe an der Durchfahrt durch die Meerenge zu hindern. Blockiert werden sollen demnach Schiffe, die einen iranischen Hafen als Start oder Ziel haben. Dies schließe iranische Häfen am Persischen Golf und am Golf von Oman ein, hieß es.

13. April, 16.11 Uhr: Bundesregierung setzt auf diplomatische Lösung im Iran-Krieg

Die Bundesregierung setzt nach den vorerst gescheiterten Friedensverhandlungen im Iran-Krieg und der angedrohten Teilblockade der Straße von Hormus durch die USA weiterhin auf eine Verhandlungslösung.

"Diese diplomatische Lösung ist der einzige Weg, diesen Konflikt jetzt zu beruhigen und zu einem Ende zu führen", sagte Regierungssprecher Stefan Kornelius in Berlin. Er betonte die Bereitschaft der Bundesregierung, sich an der Stabilisierung einer Friedenslösung unter Bedingungen zu beteiligen.

Für drei Elemente einer diplomatischen Lösung gebe es eine Verständigungspflicht, sagte Kornelius. Das betreffe die Straße von Hormus, das iranische Nuklear- und Raketenprogramm sowie die iranische Unterstützung von sogenannten Proxys in der Region wie etwa der Hisbollah-Miliz im Libanon. Deutschland habe angesichts der Auswirkungen des Iran-Kriegs auf die Weltwirtschaft und etwa den Spritpreis ein fundamentales Interesse an einem diplomatischen Erfolg.

Stefan Kornelius (60), Sprecher der Bundesregierung. (Archivbild)
Stefan Kornelius (60), Sprecher der Bundesregierung. (Archivbild)  © Michael Kappeler/dpa

13. April, 12.06 Uhr: Israels Armee umstellt Hisbollah-Hochburg im Südlibanon

Israels Armee hat eigenen Angaben zufolge eine Hochburg der vom Iran unterstützten Hisbollah im Südlibanon eingekreist und dort etliche Mitglieder der Miliz getötet.

Die Umstellung des Orts Bint Dschubail sei bereits in der vergangenen Woche abgeschlossen worden, teilte das israelische Militär am Vormittag (Ortszeit) mit. Bei Luftangriffen und Nahkämpfen in dem Ort seien mehr als 100 Mitglieder der libanesischen Miliz getötet worden.

Auch aus libanesischen Sicherheitskreisen hieß es, Israel habe den Ort, der nur wenige Kilometer von der israelischen Grenze entfernt liegt, vollständig umstellt. Es gebe dort heftige Kämpfe und viele Opfer in den Reihen der Hisbollah.

In Bint Dschubail sind den Angaben sowie Berichten zufolge seit Tagen auch Dutzende Hisbollah-Kämpfer eingeschlossen. Aus libanesischen Sicherheitskreisen hieß es am Morgen, dies betreffe rund 40 Mitglieder der Miliz. Israels Armee hatte die Zivilbevölkerung vor einer Weile aufgerufen, den Ort zu verlassen.

Im Südlibanon wurden bei israelischen Luftangriffen mehr als 100 Mitglieder der Hisbollah getötet.
Im Südlibanon wurden bei israelischen Luftangriffen mehr als 100 Mitglieder der Hisbollah getötet.  © Bassam Hatoum/AP/dpa

13. April, 12.04 Uhr: Macron plant Konferenz für Hormus-Mission mit Verbündeten

Frankreich und Großbritannien wollen in den kommenden Tagen eine Konferenz für eine mögliche Mission in der Straße von Hormus abhalten.

Gemeinsam mit anderen Ländern, die an einem solchen friedlichen Einsatz mitwirken wollen, um die freie Schifffahrt in der Meeresenge wiederherzustellen, wolle man sich zusammensetzen, schrieb Frankreichs Präsident Emmanuel Macron auf X.

"Diese strikt defensive Mission, die von den Kriegsparteien getrennt ist, soll durchgeführt werden, sobald die Situation es ermöglicht." Macron hatte zuletzt von einem guten Dutzend Länder gesprochen, die sich an einer solchen Initiative beteiligen wollten. Wer genau bei der Konferenz dabei ist und wann sie stattfindet, teilte Frankreich zunächst nicht mit.

13. April, 9.24 Uhr: Irans Militär bezeichnet Seeblockade als "Akt der Piraterie"

Irans Streitkräfte haben die von US-Präsident Donald Trump angekündigte Seeblockade in der Straße von Hormus als "Akt der Piraterie" bezeichnet.

Einschränkungen für den Schiffsverkehr in internationalen Gewässern seien eine illegale Maßnahme, sagte ein Sprecher der iranischen Militärführung laut der Nachrichtenagentur Tasnim.

"Die Sicherheit der Häfen im Persischen Golf und im Golf von Oman ist entweder für alle oder für niemanden", sagte der Sprecher weiter.

13. April, 6.14 Uhr: Trump attackiert Papst Leo

US-Präsident Donald Trump hat das Oberhaupt der Katholischen Kirche, Papst Leo XIV., in einem außergewöhnlichen Akt attackiert. Der Papst sei "schrecklich" in Bezug auf Außenpolitik, schrieb der Republikaner auf der Plattform Truth Social. Der Papst ist ebenfalls US-Amerikaner.

Trump schrieb, der Papst sollte "dankbar" sein, da er nur Papst geworden sei, weil er US-Amerikaner sei - damit man besser mit Trump umgehen könne. "Wenn ich nicht im Weißen Haus wäre, wäre Leo nicht im Vatikan", behauptete Trump, der sich häufig bei seiner Politik auf den christlichen Glauben bezieht.

Der US-Präsident schrieb weiter, er wolle keinen Papst, der es in Ordnung finde, dass der Iran eine Atomwaffe besitze. Er wolle keinen Papst, der denke, dass es schrecklich sei, dass die USA Venezuela angegriffen hätten.

Trumps heftige Kritik folgt auf eine Predigt des Papstes am Samstag, in der dieser ein Ende von Kriegen gefordert hatte. "Schluss mit dem Krieg!", hatte das Oberhaupt von weltweit etwa 1,4 Milliarden Katholiken bei einem großen Friedensgebet im Petersdom in Rom gesagt.

US-Präsident Donald Trump griff das Oberhaupt der Kirche verbal scharf an.
US-Präsident Donald Trump griff das Oberhaupt der Kirche verbal scharf an.  © Alex Brandon/AP/dpa

12. April, 22.46 Uhr: Iran-Statement zu US-Drohungen

Die Drohungen der USA haben nach Angaben des iranischen Parlamentspräsidenten Mohammed Bagher Ghalibaf (64) ihren Einfluss verloren.

"Der Iran hat in den vergangenen Wochen bewiesen, dass er sich Drohungen nicht beugen wird und dass sie keinerlei Wirkung mehr haben", sagte Ghalibaf, wie die Nachrichtenagentur Tasnim am Abend (Ortszeit) berichtete.

Ohne US-Präsident Donald Trump (79) namentlich zu nennen, deutete er die amerikanischen Drohungen als Ausdruck von Ratlosigkeit, in die Washington seit dem Ausbruch des Krieges geraten sei.

Titelfoto: Jacquelyn Martin/Pool AP/AP/dpa

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