Nahost-Konflikt: USA melden iranischen Hackerangriff auf amerikanische Infrastruktur

Iran - Im Iran-Krieg zeichnet sich kurz vor Ablauf eines Ultimatums von US-Präsident Donald Trump (79) an Teheran keine Einigung ab.

US-Präsident Donald Trump (79) hat dem Iran ein Ultimatum gesetzt.
US-Präsident Donald Trump (79) hat dem Iran ein Ultimatum gesetzt.  © Andrew Leyden/ZUMA Press Wire/dpa

Während Trump seine Warnung vor einer "völligen Zerstörung" aller iranischen Kraftwerke und Brücken bekräftigte, falls Teheran nicht bis Mittwoch 2 Uhr MESZ die Straße von Hormus öffnet, verspottete ein Sprecher der iranischen Militärführung dies als "haltlose Drohungen" eines "wahnhaften" Präsidenten.

Sollte es nicht in letzter Minute doch noch zur Einigung kommen, droht damit eine dramatische Eskalation des Kriegs mit unabsehbaren Folgen.

Die USA könnten Irans Brücken und Kraftwerke innerhalb von vier Stunden zerstören, warnte Trump im Weißen Haus. Man wolle nicht, dass das passiert. Er betonte aber zugleich: "Wir haben einen Plan."

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Irans stellvertretender Sportminister Alireza Rahimi rief für heute Mittag Ortszeit Künstler und Sportler dazu auf, Menschenketten an Stromkraftwerken im ganzen Land zu bilden. "Wir werden Hand in Hand stehen, um zu sagen: Angriffe auf öffentliche Infrastruktur sind ein Kriegsverbrechen", schrieb Rahimi auf der Plattform X.

Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

7 . April, 22.19 Uhr: Ausgangssperre in Kuwait vor Ablauf von Trump-Ultimatum für den Iran

Angesichts der drastischen Drohungen von US-Präsident Donald Trump (79) gegenüber dem Iran und Gegendrohungen aus Teheran ergreifen mehrere Golfstaaten präventive Schutzmaßnahmen.

Das kuwaitische Innenministerium empfahl Bürgern am Dienstag, von Mitternacht bis Mittwochmorgen zu Hause zu bleiben. Nur in "absolut dringenden Fällen" sollten Menschen nach draußen gehen, hieß es in einer Erklärung im Onlinedienst X.

Im Golfstaat Bahrain stellte der größte Hafen vorsorglich seine Arbeit ein. "Wir passen unseren Betrieb kontinuierlich den Umständen an", teilte der Betreiber APM Terminals Bahrain der Nachrichtenagentur AFP mit. Schon in den vergangenen Wochen sei der Betrieb zeitweise unterbrochen gewesen.

7 . April, 22.09 Uhr: Pakistan drängt Trump zu Verlängerung von Ultimatum an Teheran um zwei Wochen

Der im Iran-Krieg vermittelnde pakistanische Regierungschef Shehbaz Sharif hat US-Präsident Donald Trump (79) aufgefordert, sein an den Iran gerichtetes Ultimatum um zwei Wochen zu verlängern.

"Diplomatische Bemühungen um eine friedliche Beilegung des Krieges im Nahen Osten schreiten stetig, entschlossen und kraftvoll voran und könnten in naher Zukunft zu substanziellen Ergebnissen führen", erklärte Sharif am Mittwoch (Ortszeit) im Onlinedienst X. "Damit die Diplomatie ihren Gang gehen kann, bitte ich Präsident Trump inständig, die Frist um zwei Wochen zu verlängern", fügte er hinzu.

Der Iran wird seit Wochen von den USA attackiert.
Der Iran wird seit Wochen von den USA attackiert.  © Vahid Salemi/AP/dpa

7 . April, 21.53 Uhr: Papst nennt Drohung gegen iranisches Volk "wirklich inakzeptabel"

Papst Leo XIV. (70) hat angesichts des Iran-Kriegs jüngste Drohungen gegen das iranische Volk als inakzeptabel bezeichnet. "Wie wir alle wissen, gab es heute auch diese Drohung gegen das gesamte Volk des Irans, und das ist wirklich nicht akzeptabel", sagte das Oberhaupt von etwa 1,4 Milliarden Katholiken vor Journalisten vor seiner Residenz in Castel Gandolfo bei Rom.

Leo sagte, dies sei eine Frage des Völkerrechts, aber vielmehr auch eine moralische Frage. "Ich möchte alle einladen, wirklich im Herzen an die vielen Unschuldigen zu denken, an die vielen Kinder, viele ältere Menschen, völlig Unschuldige", sagte der Pontifex weiter. Sie seien alle Opfer des Krieges.

Papst Leo XIV. (70) hat jüngste Drohungen Trumps gegen das iranische Volk als inakzeptabel bezeichnet.
Papst Leo XIV. (70) hat jüngste Drohungen Trumps gegen das iranische Volk als inakzeptabel bezeichnet.  © Gregorio Borgia/AP/dpa

7 . April, 21.07 Uhr: USA melden iranischen Hackerangriff auf amerikanische Infrastruktur

Hacker mit Verbindungen zum Iran führen laut der US-Behörde für IT-Sicherheit Cyberangriffe auf kritische Infrastruktur der Vereinigten Staaten durch.

Die Gruppen griffen gezielt Industrieanlagen an, die über das Internet erreichbar seien, teilte die zuständige Behörde CISA mit. Demnach sind unter anderem Regierungsbehörden sowie Anlagen der Wasserversorgung und des Energiesektors betroffen.

In der Folge würden auf Bedienoberflächen häufig falsche Daten angezeigt. Es komme zu Störungen und finanziellen Schäden. Nähere Angaben zum Ausmaß waren zunächst nicht bekannt.

US-Präsident Donald Trump (79) dürften diese Entwicklungen gar nicht passen.
US-Präsident Donald Trump (79) dürften diese Entwicklungen gar nicht passen.  © Julia Demaree Nikhinson/AP/dpa

7 . April, 21.02 Uhr: Iraner versammeln sich als Schutzschilde vor Kraftwerken

Im Iran sind offenbar viele Bürger Aufrufen der Regierung gefolgt und haben sich vor Kraftwerken versammelt, um sie vor Angriffen der USA und Israels zu schützen.

Staatliche Medien zeigten am Dienstag Bilder von Dutzenden Menschen, die vor Energieeinrichtungen Fahnen schwenkten und "Tod den USA" skandierten.

7 . April, 20.46 Uhr: US-Demokraten nennen Trump "wahnsinnig" und fordern Absetzung

Nach den Drohungen von US-Präsident Donald Trump (79) mit einer Auslöschung des Iran haben ihn Politiker der Demokraten als "Wahnsinnigen" bezeichnet und seine Absetzung gefordert.

"Der Präsident hat den Verstand verloren", schrieb der Gouverneur von Minnesota, Tim Walz, am Dienstag im Onlinedienst X. Scharfe Kritik kam auch von Demokraten im Kongress: "Der Kriegsverbrecher im Weißen Haus droht mit Genozid", erklärte die Abgeordnete Rashida Tlaib, eine in den USA geborene Tochter palästinensischer Einwanderer aus dem Bundesstaat Michigan. "Dieser Wahnsinnige sollte aus dem Amt entfernt werden", forderte sie.

7 . April, 19.46 Uhr: Iran droht mit Angriff auf israelische Gasfelder

Der Geheimdienst der iranischen Revolutionsgarden droht mit Angriffen auf die beiden israelischen Erdgasfelder Karisch und Tanin.

Auf einer veröffentlichten Aufnahme sind drei weitere Angriffsziele verpixelt. Zu dem Foto schreibt der Geheimdienst auf X: "3.30 Uhr Teheraner Zeit (2 Uhr MEZ) werden die Staats- und Regierungschefs der Region ihm (US-Präsident Donald Trump) sagen: Du verdammter Bastard, beende diesen verfluchten Krieg!"

7 . April, 19.01 Uhr: Laut Iran Internet-Blackout bis Kriegsende

rans Regierungssprecherin Fatemeh Mohadscherani hat einen freien Zugang der Bevölkerung zum globalen Internet vorerst ausgeschlossen.

Sie sagte im staatlichen Fernsehen Irib, die Regierung verfolge zwar das Ziel eines freien Internetzugangs, aber im Krieg gelten andere Überlegungen.

7 . April, 18.21 Uhr: Russland und China stimmen gegen UN-Resolution zur Straße von Hormus

Ein Resolutionsentwurf zum Schutz der Handelsschifffahrt in der Straße von Hormus ist im UN-Sicherheitsrat gescheitert. Zwar stimmten nach Angaben aus dem Rat 11 Mitglieder für den von Bahrain eingebrachten Text, doch verhinderten Russland und China mit ihren Gegenstimmen als Vetomächte die Annahme. Zwei weitere Mitglieder enthielten sich.

In dem Entwurf wurden betroffene Staaten dazu aufgefordert, ihre defensiven Maßnahmen zu koordinieren, um zur Sicherheit der Schifffahrt beizutragen, wie es von Diplomaten hieß. Zudem sollte der Iran seine Angriffe auf Handels- und Frachtschiffe einstellen.

Russland und China halten zusammen: Kreml-Herrscher Putin (73) und der chinesische Staatspräsident Xi Jinping (72) gelten als enge Freunde.
Russland und China halten zusammen: Kreml-Herrscher Putin (73) und der chinesische Staatspräsident Xi Jinping (72) gelten als enge Freunde.  © ---/Kremlin/dpa

7 . April, 17.50 Uhr: Gerettete US-Soldaten sind in US-Klinik in Landstuhl

Die beiden nach dem Abschuss eines US-Kampfjets im Iran geretteten US-Soldaten befinden sich Medienberichten zufolge in der US-Militärklinik in Landstuhl.

Der Waffenoffizier und der Pilot der F-15E und seien im Landstuhl Regional Medical Center in Rheinland-Pfalz, berichtete die New York Times unter Berufung auf einen Vertreter des US-Militärs. Am Dienstag erfuhr auch Fox News von zwei US-Beamten, dass sich die Soldaten dort befänden. Demnach werden sie auf einen medizinischen Rücktransport in die USA vorbereitet.

Titelfoto: Julia Demaree Nikhinson/AP/dpa

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