Nahost-Konflikt: USA setzen 10 Millionen US-Dollar zur Ergreifung Chameneis aus

Iran - Auch nach fast zwei Wochen massiver Luftangriffe der USA und Israels bleibt Irans Führung an der Macht und ist zu Gegenschlägen sowie der Störung der globalen Ölversorgung in der Lage.

Die Straße von Hormus ist bekannt für ihren Schiffsverkehr.
Die Straße von Hormus ist bekannt für ihren Schiffsverkehr.  © Kamran Jebreili/AP/dpa

Bei Raketensalven auf Israel wurden in der Nacht zum Freitag etwa 30 Menschen im arabischen Ort Zarzir laut Medien überwiegend leicht verletzt.

Bei einem Drohnenangriff auf im Irak stationierte französische Truppen wurde ein Soldat getötet. Sechs weitere wurden zudem verletzt, wie das Verteidigungsministerium in Paris mitteilte. Wer hinter dem Angriff steckte, blieb noch unklar.

Die iranischen Revolutionsgarden halten derweil an ihrer Blockade der Straße von Hormus im Persischen Golf fest. Der Schiffsverkehr durch die für den weltweiten Ölexport wichtige Straße von Hormus ist nahezu zum Erliegen gekommen.

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Israel Krieg Ex-"Tagesschau"-Sprecher flüchtet aus Israel - aus Liebe zu seinen Kindern

Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

13. März, 20.30 Uhr: Erneut heftige Explosionen in Teheran

Am 14. Tag des Iran-Kriegs haben sich in der iranischen Hauptstadt Teheran am Freitagabend erneut heftige Explosionen ereignet. Dies berichteten am Freitag Reporter der Nachrichtenagentur AFP. Israel hatte zuvor eine erneute Angriffswelle auf Teheran bekanntgegeben.

Ein Nachrichtenportal der iranischen Revolutionsgarden erklärte unterdessen, seit Kriegsbeginn hätten die Streitkräfte im Land insgesamt 111 feindliche Drohnen zerstört. In dem Beitrag des Portals Sepah wurde nicht aufgeschlüsselt, um welche Arten von Drohnen es sich dabei handelte.

13. März, 20.07 Uhr: Türkei aus dem Iran-Krieg herauszuhalten ist "Priorität Nummer eins" für Erdogan

Die Türkei soll nach den Worten von Präsident Recep Tayyip Erdogan (72) unter keinen Umständen in den Iran-Krieg hineingezogen werden. Er werde sich von "Provokationen" nicht mitreißen lassen, sagte Erdogan am Freitag, nachdem kurz zuvor Abwehrsysteme der Nato nach Angaben aus Ankara die mittlerweile dritte Rakete aus dem Iran über der Türkei abgeschossen hatten.

"Zu verhindern, dass unser Land in diese Feuersbrunst hineingezogen wird, ist unsere Priorität Nummer eins", sagte Erdogan. "Wir handeln mit sehr großer Vorsicht angesichts von Komplotten, Fallen und Provokationen, die darauf abzielen, unser Land in den Krieg hineinzuziehen", sagte der türkische Präsident. Er stellte eine "angemessene und maßvolle" Reaktion in Aussicht.

Präsident Recep Tayyip Erdogan (72) will im Iran-Krieg einen klaren Kopf bewahren.
Präsident Recep Tayyip Erdogan (72) will im Iran-Krieg einen klaren Kopf bewahren.  © Turkish Presidency/dpa

13. März, 19.40: Mann im Iran wegen mutmaßlicher Bereitstellung von Internet festgenommen

Im Iran ist einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur Isna zufolge ein Mann festgenommen worden, weil er Menschen Internetzugänge über das Satelliten-Netzwerk Starlink verkauft haben soll.

Der 37-Jährige habe "ein Netzwerk in mehreren iranischen Provinzen" aufgebaut, um "Zugänge zum unbeschränkten Internet über Starlink zu verkaufen", berichtete Isna am Freitag unter Berufung auf die Polizei in der südiranischen Provinz Fars. Der Zeitpunkt der Festnahme wurde zunächst nicht bekanntgegeben.

13. März, 19.12: USA setzen 10 Millionen US-Dollar zur Ergreifung Chameneis aus

Im Iran-Krieg haben die USA eine hohe Belohnung zur Ergreifung des neuen iranischen obersten Führers Modschtaba Chamenei (56) ausgesetzt.

Das US-Außenministerium teilte am Freitag mit, es würden zehn Millionen Dollar (rund 8,7 Millionen Euro) für Hinweise über den Verbleib Chameneis oder anderer hochrangiger Verantwortlicher gezahlt. Der Sohn des bei einem israelischen Luftangriff getöteten Ayatollah Ali Chamenei war am Sonntag zu seinem Nachfolger ernannt worden.

Der neue iranische oberste Führer Modschtaba Chamenei (56) ist derzeit nur auf Bildern zu sehen, er soll womöglich entstellt sein.
Der neue iranische oberste Führer Modschtaba Chamenei (56) ist derzeit nur auf Bildern zu sehen, er soll womöglich entstellt sein.  © Dar Yasin/AP/dpa

13. März, 18.35: Putin hilft dem Iran laut Trump "vielleicht ein bisschen, ja"

US-Präsident Donald Trump (79) hält es für möglich, dass der russische Präsident Wladimir Putin (73) dem Iran im Krieg mit den USA und Israel hilft.

Auf eine entsprechende Frage sagte er Fox News in einem Radiointerview: "Ich glaube, er hilft ihnen vielleicht ein bisschen, ja". Putin wiederum denke wahrscheinlich, dass die USA der Ukraine helfen würden, was sie auch täten, fuhr Trump fort. "Sie tun es. Und wir tun es", sagte er.

Der russische Präsident Wladimir Putin (73) scheint dem Iran im Krieg zu helfen.
Der russische Präsident Wladimir Putin (73) scheint dem Iran im Krieg zu helfen.  © Gavriil Grigorov/Pool Sputnik Kremlin via AP/dpa

13. März, 18.32 Uhr: Explosionen und Rauchwolken in Tel Aviv nach neuen iranischen Angriffen

Während neuer iranischer Angriffe auf Israel sind am Freitag in Tel Aviv Explosionen zu hören gewesen. Diese waren nach Angaben von AFP-Journalisten bis ins etwa 50 Kilometer Luftlinie entfernt liegende Jerusalem hörbar. Zudem heulten in Tel Aviv Sirenen. An zwei Stellen im Großraum Tel Aviv stiegen schwarze Rauchwolken auf. Unter anderem stand ein Lager am Rand einer Autobahn in Flammen.

Die israelische Armee erklärte, die Flugabwehr sei zum Abfangen der Raketen "aus dem Iran" aktiviert worden. Der Rettungsdienst Magen David Adom gab an, nach Notrufen an drei Orten keine Verletzten gefunden zu haben.

13. März, 18.09 Uhr: Iran widerspricht Trump: Marine intakt

Der Iran hat Darstellungen von US-Präsident Donald Trump (79) über den Zustand der iranischen Marine und Luftstreitkräfte scharf zurückgewiesen. "Die USA behaupten, die iranische Marine sei zerstört (...) Dann sei die Frage erlaubt, warum die Straße von Hormus immer noch geschlossen ist und kein Tanker sie durchqueren kann", sagte Mohammed Akbarsadeh, stellvertretender Kommandeur der Marine der Revolutionsgarden laut der Nachrichtenagentur IRNA.

Trump hatte zuvor auf seiner Plattform Truth Social geschrieben, die iranische Marine sei verschwunden, die Luftwaffe existiere nicht mehr, Raketen, Drohnen und alles andere werde vernichtet. "Erneut die Frage: wieso treffen Irans Raketen und Drohnen dann in regelmäßigen Abständen ihre vorgesehenen Ziele", hielt Akbarsadeh entgegen.

Die von der Nasa erstellte Satellitenaufnahme zeigt die Straße von Hormus, die den Golf von Oman (l) mit dem Persischen Golf (r) verbindet.
Die von der Nasa erstellte Satellitenaufnahme zeigt die Straße von Hormus, die den Golf von Oman (l) mit dem Persischen Golf (r) verbindet.  © -/NASA/dpa

13. März, 17.51 Uhr: Drohnenangriffe auf Pakistans Hauptstadt Islamabad

Die Spannungen zwischen Pakistan und Afghanistan haben sich nach gegenseitigen Angriffen verschärft. Am Rand der Hauptstadt Islamabad ist am frühen Abend (Ortszeit) eine Drohne in ein Gebäude eingeschlagen, bestätigten pakistanische Sicherheitskreise der Deutschen Presse-Agentur. Die Attacke habe einer Militäranlage gegolten. Zwei weitere Drohnen seien abgeschossen worden. Ein Anwohner sei verletzt worden.

Eine offizielle Bestätigung der Angriffe blieb zunächst aus. Nach Informationen des afghanischen Fernsehsenders Tolonews hatten afghanische Kämpfer den Angriff ausgeführt. Der Sender berief sich dabei auf Sicherheitskreise.

13. März, 17.16 Uhr: UN-Chef Guterres überraschend zu "Solidaritätsbesuch" im Libanon

UN-Generalsekretär António Guterres (76) ist überraschend zu einem "Solidaritätsbesuch" in den Libanon gereist.

"Ich bin gerade in Beirut gelandet für einen Solidaritätsbesuch bei den Menschen im Libanon", teilte Guterres mit. Die Menschen im Libanon hätten sich "diesen Krieg nicht ausgesucht", sagte der UN-Chef. "Sie sind da reingezogen worden."

UN-Generalsekretär António Guterres (76) ist derzeit im Libanon.
UN-Generalsekretär António Guterres (76) ist derzeit im Libanon.  © Bianca Otero/ZUMA Press Wire/dpa

13. März, 17.04 Uhr: Trump kündigt neue Angriffe an

Zwei Wochen nach Beginn des Iran-Krieges hat US-Präsident Donald Trump (79) weitere Angriffe für die kommende Woche angekündigt.

"Wir werden sie in der nächsten Woche sehr hart treffen", sagte Trump am Freitag dem Radiosender Fox News. Zugleich sagte er voraus, die iranische Führung werde stürzen, aber "vielleicht nicht sofort".

Damit setzte der US-Präsident seine wechselhaften Äußerungen über die Strategie im Krieg fort. Noch am Montag hatte Trump den Iran-Krieg für "so gut wie" beendet erklärt und dies mit der militärischen Schwächung der Islamischen Republik begründet.

US-Präsident Donald Trump (79) kündigt neue Iran-Angriffe an.
US-Präsident Donald Trump (79) kündigt neue Iran-Angriffe an.  © Scott Serio/CSM via ZUMA Press Wire/dpa

13. März, 17.04 Uhr: Französischer Soldat und sechs US-Soldaten im Nachbarland Irak getötet

Der Irak wird zunehmend zu einem weiteren Schauplatz im Iran-Krieg: Ein französischer Soldat und alle sechs Besatzungsmitglieder eines US-Tankflugzeugs kamen dort ums Leben, wie Armeevertreter beider Länder am Freitag mitteilten.

Der französische Soldat wurde nach Angaben aus Paris bei einem Angriff mit einer iranischen Schahed-Drohne auf einen Militärstützpunkt in der kurdischen Region Erbil im Nordirak getötet. Das US-Tankflugzeug stürzte im Westen des Irak unter ungeklärten Umständen ab.

Titelfoto: Scott Serio/CSM via ZUMA Press Wire/dpa

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