Nahost-Konflikt: Verhandlungen zwischen Iran und USA

Iran - Während US-Präsident Donald Trump (79) trotz gegenteiliger Signale aus dem Iran Hoffnung auf ein mögliches Abkommen zur Beendigung des Krieges verbreitet, gehen die Kämpfe vorerst weiter.

In Israel sind in der Nacht auf Dienstag erneut Raketen aus dem Iran eingeschlagen.
In Israel sind in der Nacht auf Dienstag erneut Raketen aus dem Iran eingeschlagen.  © Ohad Zwigenberg/AP/dpa

Israels Luftabwehr war in der Nacht erneut wegen gleich mehrerer Raketenangriffe des Erzfeindes im Einsatz. Auch Saudi-Arabien und Bahrain meldeten wieder Beschuss durch Drohnen und Raketen.

Israel setzt wiederum seine Attacken im Iran und im Libanon fort, wie Regierungschef Benjamin Netanjahu (76) ankündigte.

Zuvor hatte Trump ultimativ angedrohte Angriffe auf iranische Kraftwerke verschoben und dies als Ergebnis "sehr guter und produktiver Gespräche über eine vollständige und endgültige Beilegung unserer Feindseligkeiten" in den vergangenen Tagen bezeichnet.

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Ursprünglich hatte er Teheran eine Frist bis zur heutigen Nacht gesetzt, die für den globalen Öl- und Gasmarkt wichtige Straße von Hormus zu öffnen - andernfalls wollte er Irans Kraftwerke zerstören lassen.

Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

24. März, 20.40 Uhr: Israelische Armee erklärt, die Pläne für Iran und Libanon blieben trotz der Gespräche unverändert

Das israelische Militär erklärte, es operiere im Iran und im Libanon "nach einem unveränderten Plan", ungeachtet jeglicher Gespräche mit dem Ziel, eine Vereinbarung zur Beendigung der Kampfhandlungen zu erzielen.

"Was dieses oder jenes Abkommen angeht, verfolgen wir derzeit einen unveränderten Plan", sagte Militärsprecher Brigadegeneral Effie Defrin (54) während einer im Fernsehen übertragenen Pressekonferenz auf die Frage nach Bemühungen zur Einleitung eines diplomatischen Prozesses, der dem Krieg ein Ende setzen könnte.

"Wir handeln und werden weiterhin handeln, um den Schaden zu vergrößern und existenzielle Bedrohungen zu beseitigen", fügte Defrin hinzu.

24. März, 19.58 Uhr: Verhandlungen zwischen Iran und USA

US-Präsident Donald Trump (79) sagte am Dienstag, dass die Verhandlungen mit dem Iran zur Beendigung des Krieges im Nahen Osten "jetzt" im Gange seien, und fügte hinzu, dass Teheran unbedingt ein Abkommen abschließen wolle.

"Wir befinden uns derzeit in Verhandlungen", sagte Trump Reportern im Oval Office und erklärte, dass Vizepräsident JD Vance (41), Außenminister Marco Rubio, Gesandter Steve Witkoff und sein Schwiegersohn Jared Kushner daran beteiligt seien.

US-Präsident Donald Trump (79) befindet sich derzeit in Gesprächen mit dem Iran.
US-Präsident Donald Trump (79) befindet sich derzeit in Gesprächen mit dem Iran.  © JIM WATSON / AFP

24. März, 18.36 Uhr: Frau in Nordisrael nach Raketenbeschuss aus dem Libanon getötet

Die israelischen Rettungsdienste teilten mit, dass im Norden des Landes eine Frau durch Raketenbeschuss aus dem Libanon getötet wurde, wo israelische Streitkräfte gegen die vom Iran unterstützte Hisbollah kämpfen.

"Nach einem Angriff auf Nordisrael... berichten die Einsatzkräfte von einer etwa 30-jährigen Frau ohne Lebenszeichen und mit schweren Verletzungen mehrerer Organsysteme. Sie wurde noch am Unfallort für tot erklärt", teilte der israelische Rettungsdienst Magen David Adom in einer Erklärung mit.

24. März, 18.34 Uhr: Iran lässt wenige Schiffe in der Straße von Hormus passieren

Der Schiffsverkehr in der Straße von Hormus bleibt stark eingeschränkt. Nach Angaben des Datenanbieters Kpler passierten am Dienstag nur drei Schiffe mit eingeschaltetem automatischen Identifikationssystem das Nadelöhr im Persischen Golf. 

Nach Angaben eines Sprechers des indischen Ministeriums für Häfen, Schifffahrt und Wasserstraßen ließ der Iran zwei Flüssiggastanker ohne Zwischenfälle durchfahren. Bereits Mitte des Monats waren zwei Gastanker mit indischer Flagge durchgefahren.

Dagegen verweigerten die Revolutionsgarden (IRGC) dem Containerschiff "Selen" - unter der Flagge des karibischen Inselstaates St. Kitts und Nevis - die Durchfahrt. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Tasnim begründete Marine-Kommandeur Ali-Resa Tangrisi dies mit fehlenden Genehmigungen.

Demnach sei die Nutzung der Straße von Hormus nur in Abstimmung mit iranischen Behörden erlaubt.

Derzeit lässt der Iran nur wenige Schiffe die Straße von Hormus passieren. (Archivfoto)
Derzeit lässt der Iran nur wenige Schiffe die Straße von Hormus passieren. (Archivfoto)  © AFP

24. März, 17.45 Uhr: Hisbollah fordert, Ausweisung des iranischen Botschafters "unverzüglich rückgängig zu machen"

Die Hisbollah bezeichnete am Dienstag die Entscheidung des libanesischen Außenministeriums, den neu ernannten iranischen Botschafter auszuweisen, als "Sünde" und forderte die Behörden auf, den Schritt "unverzüglich rückgängig zu machen".

"Die Hisbollah fordert den Präsidenten der Republik und den Premierminister auf, vom Außenminister zu verlangen, diese Entscheidung aufgrund ihrer gefährlichen Folgen unverzüglich rückgängig zu machen“, erklärte die vom Iran unterstützte Gruppe in einer Stellungnahme und bezeichnete den Schritt als "nationale und strategische Sünde".

Das Außenministerium hatte dem iranischen Diplomaten zuvor eine Frist bis Sonntag gesetzt, um das Land zu verlassen.

24. März, 15.37 Uhr: Ziviler Auftragnehmer der Vereinigten Arabischen in Bahrain getötet

Das Verteidigungsministerium der Vereinigten Arabischen Emirate teilte am Dienstag mit, dass ein marokkanischer Auftragnehmer, der für das emiratische Militär tätig war, bei einem iranischen Angriff in Bahrain getötet wurde.

"Das Verteidigungsministerium trauert um den Verlust eines marokkanischen zivilen Auftragnehmers, der bei den Streitkräften der VAE diente und während einer Routine-Mission im Königreich Bahrain nach einem iranischen Raketenangriff getötet wurde", erklärte das Ministerium der VAE in einer Stellungnahme am X.

Das bahrainische Militär hatte bekannt gegeben, dass ein Angehöriger der Armee der Vereinigten Arabischen Emirate auf bahrainischem Territorium getötet wurde, als er bahrainischen Streitkräften bei der Verteidigung gegen iranische Angriffe half.

24. März, 13.55 Uhr: Zehntausende zivile Einrichtungen Irans im Krieg beschädigt

Bei den israelisch-amerikanischen Angriffen im Iran sind nach Angaben des Roten Halbmonds mehr als 82.000 zivile Einrichtungen beschädigt oder zerstört worden.

Darunter seien etwa 62.000 Wohnungen sowie 281 medizinische Zentren, Krankenhäuser und Apotheken, sagte der Leiter der iranischen Rothalbmond-Gesellschaft, Pirhussein Koliwand. Koliwand zufolge wurden insgesamt 498 Schulen beschädigt - bei direkten Angriffen oder bei Angriffen, die Zielen in der Nähe galten. Der Rote Halbmond ist nach seiner Darstellung auch Ziel von Angriffen geworden. Neben 17 Rettungswachen seien zwölf Rettungswagen direkt von Raketen getroffen worden.

24. März, 12.57 Uhr: Iran will sich bis zum "finalen Sieg" verteidigen

Irans Militärführung hat im Krieg gegen Israel und die USA Kompromisse und eine Kapitulation kategorisch ausgeschlossen.

"Die schlagkräftigen iranischen Streitkräfte werden die Souveränität des Landes standhaft verteidigen und diesen Weg bis zum finalen Sieg fortsetzen", sagte der Kommandeur der zentralen Militärführung, Ali Abdollahi Aliabadi, laut dem staatlichen Rundfunk. Aliabadi ist der faktische Generalstabschef. Er leitet das Hauptquartier Chatam al-Anbija, das im Kriegsfall die operative Führung der iranischen Streitkräfte bündelt.

Irans Militärführung hat eine Kapitulation ausgeschlossen. (Archivbild)
Irans Militärführung hat eine Kapitulation ausgeschlossen. (Archivbild)  © Vahid Salemi/AP/dpa

24. März, 12.56 Uhr: Libanon weist iranischen Botschafter aus

Libanon hat den iranischen Botschafter im Land zur Persona non grata erklärt.

Mohammed Resa Scheibani sei aufgefordert worden, das Land bis kommenden Sonntag (29. März) zu verlassen, teilte das Außenministerium in Beirut mit. Gleichzeitig wurde der libanesische Botschafter im Iran, Ahmad Sweidan, für Beratungen in den Libanon berufen.

24. März, 11.52 Uhr: Israel will Gebiet bis Litani-Fluss im Libanon kontrollieren

Israel will nach Angaben des Verteidigungsministers bis auf weiteres das Gebiet bis zum Litani-Fluss im Südlibanon kontrollieren.

"Alle Brücken über den Litani, die von der Hisbollah für den Transport von Kämpfern und Waffen genutzt wurden, wurden gesprengt – und die israelische Armee wird die übrigen Brücken und das Sicherheitsgebiet bis zum Litani kontrollieren", sagte Israel Katz (70) nach Angaben seines Büro bei einer Beratung mit Militärs im Hauptquartier der Armee in Tel Aviv.

Rauch steigt nach einem israelischen Luftangriff in Litani auf. (Archivbild)
Rauch steigt nach einem israelischen Luftangriff in Litani auf. (Archivbild)  © Ali Hashisho/XinHua/dpa

24. März, 10.10 Uhr: Schiitische Milizen melden US-Angriffe auf eigene Stellungen im Irak

Mit dem Iran verbündete Milizen haben im Irak erneut einen US-Angriff auf eine ihrer Stellungen im Westen des Landes gemeldet.

Dabei seien 14 ihrer Mitglieder getötet worden, teilten die sogenannten Volksmobilisierungskräfte (PMF) mit. Unter den Opfern sei auch der Einsatzkommandeur der Provinz Anbar im Westen des Landes gewesen. Die PMF teilten mit, ihre Kämpfer seien "bei einem hinterhältigen US-Luftangriff" getötet worden, der ihr Hauptquartier getroffen habe, während sie "ihre nationale Pflicht" erfüllt hätten.

Die schiitischen Milizen pflegen enge Verbindungen zu Teheran.

Titelfoto: AFP

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