Nahost-Konflikt: Vorerst keine Einigung zwischen USA und Iran

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Israel/Iran - Die direkten Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran unter Vermittlung Pakistans sind am frühen Sonntagmorgen ohne greifbares Ergebnis zu Ende gegangen.

Vizepräsident JD Vance (2.v.l) reiste nach den Verhandlungen wieder in die USA.
Vizepräsident JD Vance (2.v.l) reiste nach den Verhandlungen wieder in die USA.  © Bianca Otero/ZUMA Press Wire/dpa

Nach den Worten von US-Vizepräsident JD Vance wurde bei den Gesprächen in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad keine Einigung erzielt.

Ob und wann es zu weiteren Verhandlungen kommen wird, war zunächst nicht bekannt.

Man verlasse nun den Ort der Verhandlungen und lasse einen Vorschlag für den Iran zurück, der ein endgültiges Angebot darstelle, führte Vance aus.

Nahost-Konflikt: US-Delegation will am Samstag mit Iran Gespräche führen - in Pakistan
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Teheran plane keine weitere Verhandlungsrunde, berichtete die iranischen Nachrichtenagentur Fars unter Berufung auf eine mit den Verhandlungen vertraute Quelle. Nach 21 Stunden Verhandlungen hätte sich die iranische Seite dazu entschieden, die Bedingungen nicht zu akzeptieren, sagte Vance.

Die USA hätten klargemacht, wo die roten Linien liegen und in welchen Punkten man bereit sei, dem Iran entgegenzukommen.

Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

12. April, 7.08 Uhr: Pakistan ruft USA und Iran zu Festhalten an Waffenruhe auf

Nach den direkten Friedensverhandlungen zwischen den USA und dem Iran unter Vermittlung Pakistans hat der pakistanische Außenminister Ishaq Dar die beiden Parteien aufgerufen, an ihrer Verpflichtung zu einer Waffenruhe festzuhalten.

Man hoffe, dass beide Seiten "dauerhaften Frieden und Wohlstand für die gesamte Region und darüber hinaus" erreichen würden, teilte Dar mit.

12. April, 4.10 Uhr: US-Vizepräsident Vance - Keine Einigung mit Iran erzielt

Bei den Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran unter Vermittlung Pakistans ist nach den Worten von US-Vizepräsident JD Vance keine Einigung erzielt worden.

Man kehre nun in die USA zurück, sagte Vance nach stundenlangen direkten Gesprächen mit dem Iran in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad.

Nach 21 Stunden hätte sich die iranische Seite dazu entschieden, die Bedingungen der USA nicht zu akzeptieren, sagte Vance. Die USA hätten klargemacht, wo die roten Linien liegen und in welchen Punkten man bereit sei, dem Iran entgegenzukommen.

Vance sagte nicht im Detail, was genau die Knackpunkte waren. Er sagte lediglich, man habe bislang nicht gesehen, dass sich der Iran grundlegend dazu verpflichte, langfristig keine Atomwaffen zu entwickeln.

US-Vizepräsident JD Vance traf nach einem Treffen mit Vertretern aus Pakistan und Iran zu einer Pressekonferenz ein.
US-Vizepräsident JD Vance traf nach einem Treffen mit Vertretern aus Pakistan und Iran zu einer Pressekonferenz ein.  © Jacquelyn Martin/Pool AP/AP/dpa

12. April, 2 Uhr: Gespräche mit USA gehen am Sonntag weiter

Die Gespräche zwischen den USA und dem Iran unter Vermittlung von Pakistan sollen am heutigen Sonntag fortgesetzt werden. Das berichteten die iranischen Nachrichtenagenturen Tasnim, Fars und Irna übereinstimmend in der Nacht.

Rund 14 Stunden nach Beginn des Treffens in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad war demnach eine direkte Verhandlungsrunde in den frühen Morgenstunden zu Ende gegangen. Expertenteams sollten den Angaben zufolge nun zunächst weitere Verhandlungstexte austauschen. Aus den USA hieß es von einem hochrangigen Beamten im Weißen Haus, auch nach 15 Stunden gingen die Gespräche weiter.

Iranische Medien hatten zuvor über große Differenzen bei den Verhandlungen mit den USA berichtet. Die Nachrichtenagenturen Tasnim und Fars sprachen von "überzogenen Forderungen" der US-Seite. Konkret wurde die Straße von Hormus als zentraler Streitpunkt genannt. Der Fortschritt der Verhandlungen sei damit aus iranischer Sicht behindert worden.

11. April, 23.30 Uhr: USA-Iran-Gespräche dauern an - Ringen bis in die Nacht

Die Gespräche zwischen dem Iran und den USA dauern in Pakistan auch nach Mitternacht (Ortszeit) an.

Mehr als acht Stunden nach Auftakt der Gespräche kamen die Verhandlungsführer am Austragungsort in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad zu einem weiteren direkten Treffen zusammen, wie die staatliche iranische Nachrichtenagentur Irna berichtete. Es sei die "letzte Gelegenheit", einen gemeinsamen Rahmen mit den Amerikanern zu finden, hieß es.

Iran-Experte Ali Vaez von der Denkfabrik Crisis Group mahnte vor dem Hintergrund möglicher Differenzen auf X, Pattsituationen in den Gesprächen seien nicht unauflösbar. "Jede Seite hält ihre Position für vernünftig und die der anderen für unvernünftig. Nichts ist vereinbart, bis alles vereinbart ist – und selbst dann muss das Ganze noch umgesetzt werden", schrieb er.

11. April, 19.04 Uhr: Macron zu Iran - Verhandlungen für Deeskalation nutzen

Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron (48) ruft den Iran dazu auf, die laufenden Friedensverhandlungen mit den USA für eine langfristige Beruhigung der Lage zu nutzen.

In einem Telefonat mit dem iranischen Präsidenten Massud Peseschkian nannte er die Gespräche eine Chance, um einen solchen Weg zu ebnen. Auch für eine Einigung, die solide Garantien für die Sicherheit der Region liefere, seien die Verhandlungen eine Gelegenheit.

11. April, 18.55 Uhr: Unruhe im Libanon - Protest gegen Gespräche mit Israel

Hunderte Anhänger der proiranischen Hisbollah haben in Beirut gegen die Entscheidung der Regierung protestiert, Verhandlungen mit Israel aufzunehmen.

Ein Fotograf der Deutschen Presse-Agentur vor Ort berichtete von starken Sicherheitsvorkehrungen. Protestierende riefen "Nieder mit Nawaf" mit Bezug auf den aktuellen Ministerpräsidenten Nawaf Salam. Andere riefen "Gott segne Nasrallah" und meinten damit den von Israel getöteten Hisbollah-Chef Hassan Nasrallah. Viele schwenkten die iranische Fahne oder Hisbollah-Flaggen. Ein Mann rief: "Sie werden uns nicht dazu bringen, uns zu ergeben."

Demonstranten schwenken libanesische und Hisbollah-Flaggen während einer Protestkundgebung gegen den libanesischen Ministerpräsidenten Nawaf Salam vor dem Regierungsgebäude.
Demonstranten schwenken libanesische und Hisbollah-Flaggen während einer Protestkundgebung gegen den libanesischen Ministerpräsidenten Nawaf Salam vor dem Regierungsgebäude.  © Hassan Ammar/AP/dpa

11. April, 18.54 Uhr: Israel hat 18.000 Bomben über dem Iran abgeworfen

Die israelische Luftwaffe hat nach Militärangaben binnen gut fünf Wochen des Kriegs rund 18.000 Bomben über dem Iran abgeworfen.

Ein israelischer Armeesprecher bestätigte Zahlen der "Times of Israel" zum Kriegsverlauf. Genauere Informationen zu Art und Größe der Bomben gab es zunächst nicht. Demnach gab es mehr als 1000 Angriffswellen Israels. 

Der Iran feuerte den Angaben zufolge rund 650 ballistische Raketen auf Israel ab. Nach Angaben des Militärs trug mehr als die Hälfte dieser Raketen Streubomben-Sprengköpfe, die zahlreiche kleinere Sprengkörper ungezielt über große Gebiete verteilen.

11. April, 18.53 Uhr: Neue Raketenangriffe aus dem Libanon auf Israel

Bei neuen Angriffen aus dem Libanon ist nach Angaben von Rettungskräften ein Haus in Nordisrael getroffen worden.

Es gab jedoch zunächst keine Angaben zu Verletzten, wie der Rettungsdienst Magen David Adom am frühen Abend (Ortszeit) mitteilte. Nach israelischen Medienberichten feuerte die libanesische Hisbollah-Miliz rund zehn Raketen auf den Norden Israels. Bei zusätzlichen Drohnenangriffen sei ein Haus in dem Grenzort Schlomi beschädigt worden. Andere Geschosse seien von der Raketenabwehr abgefangen worden. 

Die Hisbollah feuert erneut Raketen und Drohnen auf Nordisrael. (Archivbild)
Die Hisbollah feuert erneut Raketen und Drohnen auf Nordisrael. (Archivbild)  © Ariel Schalit/AP/dpa

11. April, 16.37 Uhr: Irans Marine warnt US-Kriegsschiff wegen Straße von Hormus

Irans Marine hat mit Beginn der Friedensverhandlungen ein US-Kriegsschiff vor einer Durchquerung der Straße von Hormus gewarnt.

Die Streitkräfte der Islamischen Republik Iran beobachteten den US-Zerstörer genau, hieß es in einem Bericht der Nachrichtenagentur Tasnim. Sollte das Schiff seinen Kurs fortsetzen, drohe ein Angriff.

11. April, 16.36 Uhr: Verhandlungen mit den USA auch auf Expertenebene

Die Friedensverhandlungen zwischen den USA und dem Iran werden nach Angaben aus Teheran in Kürze auch auf Expertenebene geführt.

Irans Mitglieder der Fachausschüsse nähmen am Verhandlungsort ihre Arbeit auf, berichteten der staatliche iranische Rundfunk und die Nachrichtenagentur Tasnim. 

Nach Beginn einer zweiwöchigen Waffenruhe im Iran-Krieg geht es in den Verhandlungen um die Suche nach einer dauerhaften Friedenslösung. Zu den zentralen Konfliktpunkten gehört die Blockade der Straße von Hormus. Auch das iranische Atomprogramm sowie die internationalen Sanktionen gegen das Land stehen auf der Agenda.

Titelfoto: Jacquelyn Martin/Pool AP/AP/dpa

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