Nahost-Konflikt: Vorfall mit Frachter im Golf von Oman

Nahost - Der israelische Präsident Izchak Herzog (66) wird den Oppositionspolitiker Gadi Eisenkot (66) offiziell mit der Regierungsbildung beauftragen.

Die Zeit für den Oppositionspolitiker Gadi Eisenkot (66) rennt: Wird er rechtzeitig eine Regierungskoalition formen können?  © JACK GUEZ / AFP

Ein Sprecher des Präsidialamtes teilte mit, Herzog habe den Vorsitzenden der Mitte-Partei Jaschar für Sonntag 16 Uhr (MEZ) in seine Residenz in Jerusalem eingeladen.

Eisenkot ist der wichtigste Gegenspieler des langjährigen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu (77), der nach der Parlamentswahl vor zwei Wochen um sein Amt bangen muss.

Vorausgegangen waren Konsultationen des Präsidenten mit allen in der Knesset vertretenen Parteien. Dabei empfahlen Fraktionen, die zusammen auf 67 der 120 Sitze im Parlament kommen, Eisenkot für eine Regierungsbildung.

Israel Krieg Nahost-Konflikt: Neue Luftangriffe im Iran bringen laut Demokraten keinen Durchbruch

Eisenkot hat zunächst 28 Tage Zeit, eine Regierungskoalition zu formen.

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8. November, 7.20 Uhr: Vorfall mit Frachter im Golf von Oman

Im Golf von Oman ist es zu einem Vorfall gekommen, an dem ein Massengutfrachter und militärische Kräfte beteiligt waren. Das berichtete die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) in der Nacht zum Sonntag.

Der Vorfall ereignete sich demnach etwa 18 Seemeilen östlich der Küste von Khor Fakkan in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Zur Nationalität der involvierten Militärkräfte machte die Behörde keine Angaben.

Der Zustand der Schiffsbesatzung, das Ausmaß der Schäden und mögliche Auswirkungen auf die Umwelt waren den Angaben zufolge zunächst nicht bekannt. Die zuständigen Behörden seien informiert, und die entsprechenden Ermittlungen dauerten an, hieß es weiter.

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Immer wieder kommt es in der Region zu Zwischenfällen mit Schiffen. Nun ist ein Massengutfrachter betroffen.  © Uncredited/AP/dpa

7. November, 22.10 Uhr: Explosionen nahe Straße von Hormus - sind es die USA?

Iranischen Medienberichten zufolge sind auf der iranischen Insel Gheschm in der Straße von Hormus sowie in der Hafenstadt Dschask, die ebenfalls an der Meerenge liegt, Explosionen zu hören gewesen. Das berichteten unter anderem die staatliche Nachrichtenagentur Irna sowie die Agentur Fars, die als Sprachrohr der iranischen Revolutionsgarden gilt. Die Angaben ließen sich zunächst nicht bestätigen. Unklar war auch die Ursache der mutmaßlichen Explosionen.

Das zuständige Regionalkommando Centcom des US-Militärs teilte wenig später mit, man habe mit Präzisionsmunition ein Frachtschiff im Golf von Oman lahmgelegt, das versucht habe, iranische Hoheitsgewässer zu verlassen. Zunächst blieb unklar, ob die Attacke für eine der mutmaßlichen Explosionen verantwortlich war.

Beobachter hatten immer wieder spekuliert, dass die USA und Israel nach den US-Zwischenwahlen erneut den Iran angreifen könnten. 

Greifen die USA nahe der Straße von Hormus an? (Archivbild)  © -/The Visible Earth/NASA/dpa

7. November, 13.47 Uhr: Mehrere Tote bei Luftangriffen auf Jemens Hauptstadt Sanaa

Bei Luftangriffen in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa sind nach Angaben der Huthi mindestens 22 Menschen getötet worden.

Der Huthi-nahe TV-Sender Al-Masirah berichtete, dass es sich bei den meisten der Opfer um Frauen und Kinder handele. Mindestens 30 weitere Personen seien verletzt worden.

Der Sender berief sich auf einen Vertreter eines örtlichen Krankenhauses und schrieb die Angriffe Saudi-Arabien zu.

Auch die von der Miliz kontrollierte Nachrichtenagentur Saba berichtete von erneuten Angriffen auf Wohnhäuser und Rettungskräfte in dem Gebiet, nannte jedoch keine Opferzahlen. Eine Stellungnahme der Militärkoalition oder Saudi-Arabiens gab es zunächst nicht.

Im Jemen ist keine Deeskalation in Sicht. Immer wieder kommt es zu gegenseitigen Angriffen.  © Osamah Abdulrahman/AP/dpa

7. November, 7.36 Uhr: Tote Zivilisten im Jemen - gegenseitige Schuldzuweisungen

Bei einem Angriff auf einen Markt in der umkämpften Provinz Tais im Jemen sind nach übereinstimmenden Angaben etliche Zivilisten getötet worden.

Weitere Menschen wurden demnach verletzt. Die mit dem Iran verbündeten Huthi-Rebellen und die international anerkannte Regierung des Landes machten sich gegenseitig für den Vorfall verantwortlich. 

Dem Huthi-kontrollierten Gesundheitsministerium in Sanaa zufolge wurden 30 Menschen getötet und acht weitere verletzt, als Kampfflugzeuge der saudischen Luftwaffe den Markt im Bezirk Wasiija in mehreren Angriffen bombardierten.

Aus Saudi-Arabien, das eine Militärkoalition gegen die Huthi anführt, gab es zunächst keine Reaktion zu den Vorwürfen.

Behörden der international anerkannten jemenitischen Regierung, die von Riad unterstützt wird, teilten mit, es habe keine Luftangriffe der Koalition in der Region gegeben und machten die Huthi-Miliz selbst für den Angriff verantwortlich.

Demnach sollen etwa fehlgeleitete ballistische Raketen auf dem Markt eingeschlagen sein, der in von der Miliz kontrolliertem Gebiet liegt.

Auf einem belebten Markt im Jemen sind mehrere Menschen ums Leben gekommen.  © Abdulnasser Alseddik/AP/dpa

6. November, 6.14 Uhr: Trump will "bald genug" über Iran-Krieg entscheiden

US-Präsident Donald Trump will über die Frage einer möglichen Wiederaufnahme des Krieges gegen den Iran bald entscheiden.

Erklärtes Ziel seines im Februar gemeinsam mit Israel begonnenen Krieges ist es, den Iran am Bau einer Atombombe zu hindern. "Wollen wir noch weiter gehen" mit den Angriffen, damit "so etwas nie wieder passieren wird?", sagte Trump Reportern im Weißen Haus.

"Ich würde den Rest des Landes lieber nicht zerstören, wenn möglich, aber vielleicht muss ich es tun", sagte der Präsident und fügte hinzu, das würden diese "bald genug" erfahren.

Nach der Wahlniederlage seiner Republikaner beschäftigt sich US-Präsident Trump mit der Frage, ob er den Krieg mit dem Iran wiederaufnehmen soll.  © Alex Brandon/AP/dpa

6. November, 6.13 Uhr: US-Regierung plante trotz Kriegs Abschiebungen in den Iran

Die Regierung von US-Präsident Donald Trump hat trotz des laufenden Krieges gegen den Iran im Oktober Abschiebungen iranischer Staatsbürger in ihre Heimat vorbereitet.

Die Betroffenen sollten zunächst in ein nicht genanntes Drittland gebracht werden. Von dort aus sollte die iranische Regierung ihre Weiterreise in den Iran organisieren, wie aus inzwischen veröffentlichten Gerichtsunterlagen hervorgeht.

Bei einer Anhörung am 15. Oktober in Washington bestätigte ein Anwalt der US-Regierung, dass das Heimatschutzministerium an entsprechenden Plänen arbeitete. Ein konkreter Termin stehe noch nicht fest. Der aktuelle Stand der Überlegungen geht aus den bisher öffentlich gewordenen Gerichtsunterlagen nicht hervor. 

5. November, 11.08 Uhr: Israels Präsident setzt Konsultationen über Regierungsbildung fort

Der israelische Präsident Izchak Herzog setzt seine Beratungen mit Vertretern der Parteien über eine Regierungsbildung fort.

Während die ultraorthodoxe Gruppe Vereinigte Tora-Judentum keine Empfehlung für einen Regierungschef aussprach, empfahl die rechtsextreme Partei Ozma Jehudit Ministerpräsident Benjamin Netanjahu für die Regierungsbildung. Die Demokraten hingegen sprachen sich für Ex-Militärchef Gadi Eisenkot aus.

Israels Präsident Izchak Herzog (r.) sondiert die Möglichkeiten für eine neue Regierung.  © Ohad Zwigenberg/AP/dpa

5. November, 6.17 Uhr: Erneut Brände an Schiffen in der Straße von Hormus

In der Straße von Hormus sind nach iranischen Angaben erneut Schiffe in Brand geraten.

Zwei Tanker und ein Schlepper seien in der Nacht von den Zwischenfällen betroffen gewesen, berichtete die Nachrichtenagentur Fars unter Berufung auf die Iranischen Revolutionsgarden.

Ein Tanker sei auf eine Miene aufgefahren, hieß es. Zur Ursache des Brandes auf dem zweiten Tanker gab es in dem Bericht keine Informationen. Der Schlepper habe sich ursprünglich zur Brandbekämpfung genähert und sei dann selbst in Brand geraten.

Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus ist weiterhin ein zentraler Streitpunkt zwischen den USA und dem Iran. Jetzt sollen nach iranischen Angaben dort wieder Schiffe brennen. (Archivfoto)  © Altaf Qadri/AP/dpa

4. November, 20.09 Uhr: Trump verteidigt Iran-Krieg trotz Wahlniederlage

US-Präsident Donald Trump hat eingeräumt, dass die durch den Iran-Krieg gestiegenen Spritpreise ein Grund für die Niederlage seiner Republikaner bei den Parlamentswahlen waren.

Er halte die Einschätzung seines Vizepräsidenten JD Vance, der den Krieg als Grund für die Wahlniederlage bezeichnet hatte, für weitgehend zutreffend, sagte Trump vor Journalisten in Washington. Der Krieg habe die Preise kurzfristig "ein wenig" in die Höhe getrieben. 

Gleichzeitig verteidigte er seine Entscheidung zum Krieg gegen den Iran. Wenn er noch einmal vor der Wahl stünde, würde er genauso handeln, sagte der Republikaner. Man dürfe nicht zulassen, dass der Iran eine Atomwaffe bekomme. Auf die Frage, ob der Krieg es wert gewesen sei, antwortete er mit Ja

US-Präsident Donald Trump verteidigte seine Entscheidung zum Krieg gegen den Iran.  © Alex Brandon/AP/dpa

4. November, 16.24 Uhr: Huthi-Miliz attackiert offenbar erneut Flughafen Riad

Die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz hat erneut einen Angriff auf den Flughafen in der saudischen Hauptstadt Riad für sich beansprucht.

Eine Rakete habe den Flughafen direkt getroffen, teilte Militärsprecher Jahja Sari mit. Reisende sowie Fluggesellschaften und deren Mitarbeiter warnte er erneut davor, den saudischen Flugraum zu nutzen, weil dieser nicht vor Angriffen der Huthi sicher sei. 

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