Nahost-Konflikt: Waffenruhe auf der Kippe - Trump gibt Iran nur noch wenig Zeit

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Israel/Iran - US-Präsident Donald Trump gibt dem Iran Berichten zufolge nur noch wenige Tage Zeit für einen Vorschlag zur Beendigung des Krieges.

US-Präsident Donald Trump erhöht den Druck auf Teheran.
US-Präsident Donald Trump erhöht den Druck auf Teheran.  © Julia Demaree Nikhinson/AP/dpa

Teheran sieht sich jedoch mit der Blockade der für die Weltwirtschaft wichtigen Straße von Hormus in einer Position der Stärke.

Vermittlerstaaten, darunter die Türkei, Pakistan und Ägypten, bemühen sich nach Informationen des "Wall Street Journal" fieberhaft, ein neues Treffen der beiden Seiten zu arrangieren, möglicherweise für diesen Freitag.

Die USA wie auch der Iran warnten, sie seien bereit, die Kämpfe wieder aufzunehmen.

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Trump sei willens, die Waffenruhe um drei bis fünf Tage zu verlängern, melden das US-Nachrichtenportal "Axios" und der Sender Fox News unter Berufung auf eine US-Quelle beziehungsweise einen Beamten des Weißen Hauses.

Trumps am Dienstag verkündete Verlängerung der Waffenruhe ist demnach nur für einen kurzen Zeitraum angedacht.

Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

23. April, 6.12 Uhr: Erneute Gespräche zwischen Israel und dem Libanon

Israel und der Libanon kommen heute in Washington erneut zu Gesprächen auf Botschafterebene zusammen.

Es geht um den militärischen Konflikt zwischen Israel und der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz. Die libanesische Regierung, die selbst keine Kriegspartei ist, will, dass die am Freitag in Kraft getretene zehntägige Waffenruhe in eine dauerhafte Beilegung der Kämpfe mündet.

Zudem will sie einen Abzug der israelischen Soldaten aus dem Süden des Libanons erreichen. Israel strebt laut Netanjahu ein dauerhaftes Friedensabkommen mit dem Libanon sowie eine Entwaffnung der Hisbollah an.

23. April, 6.09 Uhr: Leavitt spielt iranische Angriffe auf Frachter herunter

Nach iranischen Angriffen auf Frachter in der Straße von Hormus hat das Weiße Haus die Bedeutung der Vorfälle heruntergespielt.

Die Medien würden das Thema aufbauschen, um die erfolgreiche Zerstörung der iranischen Marine durch das US-Militär zu hinterfragen, sagte Karoline Leavitt, Sprecherin des Weißen Hauses, dem Sender Fox News. Einen Verstoß gegen die Waffenruhe sehe sie nicht, weil die Schiffe weder unter US- noch unter israelischer Flagge gefahren seien.

Leavitt sagte, die Frachter seien von Schnellbooten attackiert worden. "Der Iran hat sich von der tödlichsten Marine im Nahen Osten zu einer Bande von Piraten gewandelt." Eine Kontrolle über die Straße von Hormus habe Teheran nicht.

Karoline Leavitt, Pressesprecherin des Weißen Hauses, spielte die iranischen Angriffe auf Frachter herunter.
Karoline Leavitt, Pressesprecherin des Weißen Hauses, spielte die iranischen Angriffe auf Frachter herunter.  © Alex Brandon/AP/dpa

22. April, 21.43 Uhr: Zwei Tote bei Luftangriff im Libanon - Journalistin verletzt

Bei einem israelischen Luftangriff im Südlibanon sind nach libanesischen Angaben zwei Menschen getötet und mindestens eine Journalistin verletzt worden.

Das libanesische Gesundheitsministerium teilte mit, der Vorfall habe sich in dem Ort al-Tiri ereignet. Nach Angaben der libanesischen Nachrichtenagentur NNA wurden zunächst zwei Menschen bei einem israelischen Luftangriff in al-Tiri getötet. Die israelische Armee teilte dazu mit, es seien zwei Fahrzeuge identifiziert worden, die aus einem von der proiranischen Hisbollah-Miliz genutzten Gebäude gekommen seien.

22. April, 19.45 Uhr: Iran wirft USA Verstoß gegen Waffenruhe vor

Angesichts der einseitig von US-Präsident Donald Trump verlängerten Waffenruhe bekräftigt der Iran, die US-Seeblockade sei ein Verstoß gegen die Feuerpause.

Die Öffnung der Straße von Hormus sei nicht möglich, wenn es zu solchen "schweren Verstößen gegen die Waffenruhe" komme, schrieb Irans Verhandlungsführer und Parlamentspräsident, Mohammed Bagher Ghalibaf, auf der Plattform X.

Der Iran hat laut iranischer Nachrichtenagentur Tasnim weiter keine Pläne, an Friedensgesprächen mit den USA teilzunehmen. US-Medien hatten zuvor berichtet, es könnte am Freitag eine neue Verhandlungsrunde geben.

Irans Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf erhebt schwere Vorwürfe gegen die USA. (Archivbild)
Irans Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf erhebt schwere Vorwürfe gegen die USA. (Archivbild)  © Hamed Malekpour/Khane Melat/dpa

22. April, 19.44 Uhr: Netanjahu - Israel bereit für Verteidigung und Angriff

Vor dem Hintergrund der angespannten Lage im Konflikt mit dem Iran ist Israelnach Angaben des Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu "auf jedes Szenario vorbereitet".

Dies gelte "in der Verteidigung und im Angriff", sagte der 76-Jährige bei einem Treffen mit Soldaten der israelischen Raketenabwehr in der Nähe von Jerusalem. Er besuchte die Soldaten im Rahmen des 78. Unabhängigkeitstag Israels.

Auch der israelische Generalstabschef Ejal Zamir sagte, die israelischen Streitkräfte seien "bereit, an allen Fronten sofort und mit großer Stärke wieder zum Kampf zurückzukehren." US-Präsident Donald Trump hatte eine Waffenruhe im Iran-Krieg vorerst verlängert. Ob der Konflikt dennoch fortgesetzt wird, ist ungewiss.

22. April, 19.43 Uhr: Palästinenser bei Konfrontationen mit Siedlern getötet

Bei Konfrontationen mit israelischen Siedlern ist im besetzten Westjordanland erneut ein Palästinenser getötet worden.

Ein 25-Jähriger sei Schussverletzungen erlegen, teilte das palästinensische Gesundheitsministerium in Ramallah mit. Nach Angaben des palästinensischen Rettungsdienstes Roter Halbmond schossen ihm Siedler bei einem Angriff in Deir Dibwan in den Rücken.

Nach palästinensischen Medienberichten durchsuchte die Armee das Dorf und nahm mehr als 30 Personen fest. Ein israelischer Armeesprecher sagte auf Anfrage, man prüfe die Berichte.

Erneut gibt es einen Toten bei einem Vorfall im besetzten Westjordanland. (Archivbild)
Erneut gibt es einen Toten bei einem Vorfall im besetzten Westjordanland. (Archivbild)  © Leo Correa/AP/dpa

22. April, 19.42 Uhr: Trump will Iran nur wenige Tage für Antwort geben

US-Präsident Donald Trump will der iranischen Führung Medienberichten zufolge nur wenige Tage geben, um sich auf einen geeinten Vorschlag zur Beilegung des Krieges zu verständigen.

Er sei bereit, die Waffenruhe um drei bis fünf Tage zu verlängern, berichten das Nachrichtenportal "Axios" und der Sender Fox News unter Berufung auf eine US-Quelle beziehungsweise einen Beamten aus dem Weißen Haus. Trumps am Dienstag angekündigte Verlängerung der Waffenruhe ist demnach nur für einen kurzen Zeitraum angedacht.

22. April, 19.40 Uhr: Israel und Libanon setzen Gespräche in Washington fort

Die beiden verfeindeten Nachbarländer Israel und der Libanon wollen an diesem Donnerstag in Washington erneut zu Gesprächen zusammenkommen.

Das Treffen auf Botschafterebene soll erneut im US-Außenministerium stattfinden. Teilnehmen sollen die libanesische Botschafterin in den USA, Nada Hamadeh Moawad, sowie der israelische Vertreter in Washington, Jechiel Leiter.

Beide hatten sich bereits in der vergangenen Woche miteinander in Washington getroffen. Es waren die ersten direkten Gespräch von Repräsentanten beider Länder seit Jahrzehnten. US-Angaben zufolge gab es "konstruktive Gespräche über Schritte zur Aufnahme direkter Verhandlungen".

22. April, 17.20 Uhr: Weiterer französischer Soldat nach Angriff im Libanon tot

Ein weiterer französischer Soldat der UN-Mission Unifil ist nach einem Angriff im Libanon gestorben.

Der Mann sei am Morgen seinen schweren Verletzungen erlegen, schrieb Frankreichs Präsident Emmanuel Macron auf X. Erst am Vortag sei er nach Frankreich zurückgeholt worden. Verantwortlich für den Angriff machte Macron Kämpfer der Hisbollah.

Soldaten der UN-Mission Unifil im Libanon geraten unter Beschuss. Mehrere Franzosen überleben den Angriff nicht. (Archivbild)
Soldaten der UN-Mission Unifil im Libanon geraten unter Beschuss. Mehrere Franzosen überleben den Angriff nicht. (Archivbild)  © Leo Correa/AP/dpa

22. April, 15.49 Uhr: Dutzende israelische Aktivisten nach Syrien vorgedrungen

Dutzende israelische Siedleraktivisten sind auf syrisches Gebiet vorgedrungen, bevor sie von der Armee wieder zurückgebracht wurden.

Die "Times of Israel" berichtete, es handele sich um rechte Aktivisten, die die Einrichtung von Siedlungen im syrischen Grenzgebiet forderten, in dem Israel die Kontrolle übernommen hat. Sie hätten sich zeitweise in einem Gebäude am Rand des syrischen Orts Hadar verschanzt.

Die Armee teilte mit, etwa 40 Aktivisten seien mehrere hundert Meter tief auf syrisches Gebiet vorgedrungen. Soldaten hätten sie zurückgebracht und der israelischen Polizei übergeben.

Titelfoto: Julia Demaree Nikhinson/AP/dpa

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