Nahost-Konflikt: Tödliche Angriffe auf Terroristen im Libanon

Israel/Iran - Kurz nach einer von US-Präsident Donald Trump (79) angekündigten Verhandlungsbereitschaft mit Teheran hat das US-Militär einen iranischen Frachter angegriffen.

In der Straße von Hormus sorgt ein US-Angriff auf einen iranischen Frachter für Aufregung. (Symbolbild)  © Asghar Besharati/AP/dpa

Das Schiff habe versucht, die US-Seeblockade zu durchbrechen, schrieb Trump auf der Plattform Truth Social. Irans Militär sprach von "bewaffneter Seepiraterie" und kündigte an, man werde "bald reagieren", wie der regierungstreue Sender Press TV meldete.

Kurz vor dem Ablaufen der Waffenruhe am Mittwoch sieht Teheran laut der Staatsagentur Irna "keine aussichtsreiche Perspektive für seriöse Verhandlungen". Der iranische Präsident Massud Peseschkian warf Washington Vertragsbruch vor.

Laut dem US-Regionalkommando Centcom war das Schiff auf dem Weg in die iranische Küstenstadt Bandar Abbas in der Straße von Hormus.

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Die USA hatten zuvor bereits 25 Schiffe angewiesen, umzudrehen oder in ihre iranischen Häfen zurückzukehren. Dies ist jedoch der erste bekannte Vorfall, bei dem Gewalt angewendet wurde. Wegen der neuen Eskalation zogen die Ölpreise wieder an.

Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

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20. April, 19.51 Uhr: Tödliche Angriffe auf Terroristen im Libanon

Ungeachtet der Waffenruhe mit Israel gibt es im Libanon weiter Tote bei gewaltsamen Konfrontationen.

Bei zwei Einsätzen hätten israelische Soldaten im Südlibanon "Terroristen ausgeschaltet", teilte die Armee mit.

Diese verstießen demnach gegen die Waffenruhe und näherten sich den Soldaten; es habe eine "unmittelbare Bedrohung" gegeben. Die Luftwaffe habe auf Anweisung von Bodentruppen geschossen. Es war zunächst unklar, wie viele Tote es bei den Vorfällen gab.

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Trotz Waffenruhe kommt es im Südlibanon zu tödlichen Zwischenfällen. Israels Armee meldet, "Terroristen ausgeschaltet" zu haben.  © Hussein Malla/AP/dpa

20. April, 19.03 Uhr: Waffenruhe-Verlängerung laut Trump ohne Deal unwahrscheinlich

US-Präsident Donald Trump hält eine Verlängerung der Waffenruhe mit dem Iran für "sehr unwahrscheinlich", sollte es vor deren Ablauf keine Vereinbarung mit Teheran geben.

Die aktuell geltende Feuerpause laufe am Mittwochabend (Ortszeit Washington) aus, zitierte ihn die Nachrichtenagentur Bloomberg nach einem Telefoninterview.

Trump hatte die zweiwöchige Waffenruhe nach Mitternacht (MESZ) am 8. April, einem Mittwoch, verkündet.

Es ist weiterhin offen, ob und wenn ja, wann es eine weitere Verhandlungsrunde zwischen den USA und dem Iran geben wird. Die US-Delegation soll laut einer mit der Angelegenheit vertrauten Quelle "bald" in die pakistanische Hauptstadt Islamabad aufbrechen. Der Iran hat einer zweiten Verhandlungsrunde offiziell allerdings noch nicht zugestimmt.

US-Präsident Donald Trump hält eine Verlängerung der Waffenruhe für unwahrscheinlich, sollte es zuvor keinen Deal mit Teheran geben.  © Alex Brandon/AP/dpa

20. April, 16.32 Uhr: Neue Verhandlungen Israels mit Libanon am Donnerstag

Die Gespräche auf Botschafterebene zwischen Israel und dem Libanon sollen nach israelischen Medienberichten am Donnerstag in Washington fortgesetzt werden.

Dies berichteten das israelische Nachrichtenportal "ynet" und die "Jerusalem Post". Offiziell gab es zunächst keine Bestätigung dafür.

Vor knapp einer Woche hatte sich in Washington die libanesische Botschafterin in den USA, Nada Hamadeh Moawad, mit dem israelischen Vertreter in Washington, Jechiel Leiter, getroffen. Es war das erste direkte Gespräch von Repräsentanten beider Länder seit Jahrzehnten. Auch US-Außenminister Marco Rubio war zugegen.

Am Donnerstag sollen die Verhandlungen zwischen Israel und dem Libanon in Washington weitergehen.  © Jacquelyn Martin/AP/dpa

20. April, 14.49 Uhr: Libanesische Regierung verhandelt mit Israel - keine andere Partei

Der Libanon will künftige bilaterale Verhandlungen mit Israel ausschließlich über eine Delegation unter dem ehemaligen Botschafter in Washington, Simon Karam, führen.

Keine andere Partei werde an dem Prozess beteiligt oder den Libanon vertreten, betonte Präsident Joseph Aoun in der Hauptstadt Beirut.

"Die Entscheidung für Verhandlungen zielt darauf ab, die Feindseligkeiten zu beenden, die israelische Besetzung südlicher Gebiete zu beenden und die Armee bis zu den international anerkannten südlichen Grenzen zu stationieren", betonte Aoun.

Der Präsident erklärte zudem, US-Präsident Donald Trump habe in einem jüngsten Telefonat Verständnis für die libanesischen Forderungen gezeigt und bei Israel interveniert, um eine Waffenruhe zu ermöglichen und einen Verhandlungspfad vorzubereiten. Nach Angaben Aouns sollen die Kontakte mit Washington fortgesetzt werden, um die Waffenruhe zu stabilisieren und den Beginn der Gespräche zu ermöglichen.

Der Präsident betonte, die bevorstehenden Verhandlungen seien klar von anderen Gesprächen getrennt zu betrachten. Der Libanon hat sich zuletzt deutlich vom iranischen Einfluss distanziert und will einen dauerhaften Waffenstillstand unabhängig vom Krieg im Iran erzielen.

Libanons Präsident Joseph Aoun erklärte, dass künftig nur über eine Delegation mit Israel verhandelt werde.  © Markus Lenhardt/dpa

20. April, 14.47 Uhr: Pakistans Innenminister empfängt Diplomaten aus USA und Iran

Pakistans Innenminister hat bei zwei verschiedenen Treffen diplomatische Vertreter aus dem Iran und den USA empfangen.

Dabei sei unter anderem über die Sicherheit in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad vor einer möglichen zweiten Verhandlungsrunde gesprochen worden, hieß es in einer Mitteilung.

"Wir beten für den Erfolg der zweiten Verhandlungsrunde in Islamabad", sagte Minister Mohsin Naqvi demnach bei einem Treffen mit der Geschäftsträgerin der US-Botschaft, Natalie A. Baker.

Bei einem Gespräch mit dem iranischen Botschafter Resa Amiri Moghadam betonte der Minister die "Notwendigkeit einer nachhaltigen Lösung auf diplomatischem und verhandlungstechnischem Wege", wie es in der Mitteilung weiter hieß.

20. April, 13.32 Uhr: Iran lässt zwei Männer nach Spionagevorwürfen hinrichten

Irans Justiz hat zwei Männer nach Spionagevorwürfen hinrichten lassen.

Die Exekution erfolgte im Morgengrauen, wie die mit der Justiz verbundene Nachrichtenagentur Misan berichtete. Ein Revolutionsgericht in der Großstadt Karadsch bei Teheran hatte das Urteil gesprochen.

Irans Justiz warf den beiden Männern vor, für den israelischen Auslandsgeheimdienst Mossad spioniert zu haben. Wann sie festgenommen wurden und wann das Urteil fiel, blieb zunächst unklar.

Im Iran wurden zwei Männer hingerichtet. (Symbolbild)  © Vahid Salemi/AP/dpa

20. April, 12.31 Uhr: Iran plant bisher keine neue Verhandlungen mit USA

Der Iran hat eigenen Angaben zufolge noch keine Entscheidung über weitere Verhandlungen mit den USA getroffen.

"In dieser Hinsicht wurde keine Entscheidung getroffen", sagte Außenamtssprecher Ismail Baghai bei einer Pressekonferenz in Teheran. Eine weitere Verhandlungsrunde sei aktuell nicht geplant, sagte der Sprecher.

Baghai wies darauf hin, dass Pakistans Armeechef Asim Munir vor wenigen Tagen bei einem Besuch in Teheran einen neuen US-Vorschlag überbracht habe. "Dieser wird derzeit geprüft", sagte der Sprecher. Das Nachbarland und die Atommacht Pakistan vermittelt zwischen Teheran und Washington. "Unter Berücksichtigung der Interessen Irans werden wir die notwendige Entscheidung darüber treffen, wie wir weiter vorgehen", sagte Baghai.

Ismail Baghai, Sprecher des iranischen Außenministeriums. (Archivbild)  © Shadati/XinHua/dpa

20. April, 9.28 Uhr: Laut Gerichtsmedizin mehr als 3300 Kriegstote im Iran

Im Iran sind bei den israelisch-amerikanischen Bombardierungen nach Worten eines Mediziners 3375 Menschen getötet worden.

Dabei handele es sich um endgültige Zahlen, sagte der Leiter der iranischen Gesellschaft für Rechtsmedizin, Abbas Masdschedi Arani, laut einem Bericht des Onlineportals "Jamaran".

20. April, 9.02 Uhr: Wieder Zwischenfälle im Libanon trotz Waffenruhe

Israels Armee hat eigenen Angaben zufolge trotz der Waffenruhe im Libanon in der Nacht eine Raketenabschussrampe im Süden des Nachbarlandes angegriffen.

Diese sei feuerbereit und eine "direkte Bedrohung für die Ortschaften in Nordisrael" sowie für Soldaten gewesen, teilte das israelische Militär am Morgen mit.

20. April, 6.11 Uhr: Israelischer Soldat zertrümmert Jesus-Statue im Libanon

Das israelische Militär bestätigte am Sonntag, dass einer seiner Soldaten im Südlibanon ein christliches Symbol beschädigt hat, und verurteilte den Vorfall aufs Schärfste.

In einer Stellungnahme auf X erklärte das Militär, das Verhalten des Soldaten stehe nicht im Einklang mit den Werten, die von seinen Streitkräften erwartet würden. Das Militär bezog sich dabei auf ein zuvor veröffentlichtes Foto, das einen Mann in israelischer Uniform zeigt, der mit einem Hammer eine gefallene Jesusfigur von einem Holzkreuz schlägt. Eine erste Überprüfung habe ergeben, dass das Bild einen Soldaten im Südlibanon zeige.

Das Militär kündigte an, dass gegen die Beteiligten angemessene Maßnahmen ergriffen würden und dass es die lokale Gemeinde bei der Wiederherstellung des Kruzifixes an seinem ursprünglichen Standort unterstützen werde. Etwa ein Drittel der Libanesen sind Christen.

20. April, 6.03 Uhr: Ölpreise steigen wieder deutlich

Vor dem Hintergrund neuer Spannungen zwischen den USA und dem Iran kostet Rohöl wieder deutlich mehr.

Die Nordseesorte Brent mit Lieferung im Juni ging mit einem Kurs von knapp 97 US-Dollar in die Handelswoche und war damit über sieben Prozent teurer als noch in der vergangenen Woche. Auch die US-Sorte WTI legte ähnlich stark zu. Zu Beginn des Krieges Ende Februar lag der Preis für Brent noch bei unter 70 Dollar.

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