Partnersuche im Schutzbunker: Israelische Singles trotzen Raketenalarm

Jerusalem - Für Israelis, die aufgrund des derzeit tobenden Kriegs in einem Bunker Schutz vor iranischen Raketen suchen, wurde eine besondere Dating-App entwickelt.

Dating im Bunker: In Israel müssen Singles ihre Partnersuche trotz Raketenalarms nicht unterbrechen. (Symbolbild)  © Sara Lemel/dpa

Virale Aufnahmen in den sozialen Medien zeigen, wie israelische Bürger einen QR-Code am Eingang der Schutzräume mit ihrem Handy scannen. Nicht etwa, um sich für den Aufenthalt im Bunker anzumelden, sondern um zu checken, welche der anwesenden Personen noch Single sind.

Der offizielle X-Kanal Israels, betrieben vom israelischen Außenministerium, bezeichnet die Partnersuche zu Kriegszeiten dabei sehr romantisch als "Bunker-Dating". Es sei eine technische Innovation und ein Zeichen dafür, dass selbst im Chaos Kreativität entstehen könne.

Hinter dem Bunker-Tinder steckt dabei eine App namens "Hooked" (deutsch: "sich jemanden angeln"), die laut einem Bericht der Zeitung "The Jerusalem Post" wenige Monate vor Ausbruch des Iran-Kriegs in Israel veröffentlicht wurde.

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Wer seine Suche nach der passenden Partnerin oder dem passenden Partner aufgrund des Raketenalarms nicht unterbrechen will, nimmt nach Scannen des QR-Codes an einem speziell für den jeweiligen Schutzbunker generierten Event teil, erstellt sich ein Profil und bekommt dann alle Singles angezeigt, die sich im selben Bunker aufhalten.

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Mit kreativen Apps hat die israelische Tech-Branche auf den Kriegszustand reagiert.  © Mahmoud Illean/AP/dpa

Trotz Kriegszustands zeigt sich die israelische Tech-Branche anpassungsfähig. Neben der Dating-App gibt es bereits weitere Apps, die etwa die durch Raketenalarm verlorene Schlafenszeit mitzählen oder aber das Risiko eines anstehenden Raketenalarms vorhersagen, damit die Leute in Ruhe duschen können.

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