Innerhalb weniger Stunden: Letzte Generation blockiert zweimal den Schillerplatz

Dresden - Am Mittwoch Neustädter Bahnhof, einen Tag später Schillerplatz: Aktivisten der Letzten Generation blockierten am Donnerstag gleich zwei Mal die viel befahrene Kreuzung am Blauen Wunder. Einer der Aktivisten muss nun in Gewahrsam.

Am Donnerstag legten drei Klimaaktivisten am Morgen Teile des Schillerplatzes lahm.
Am Donnerstag legten drei Klimaaktivisten am Morgen Teile des Schillerplatzes lahm.  © Letzte Generation

Kurz nach 8 Uhr, also mitten im Berufsverkehr, setzten sich zwei Männer (beide 19) und eine Frau (23) auf die Naumannstraße.

Wie die Polizei mitteilte, wurden die drei Aktivisten von den Beamten angesprochen und schließlich von ihnen weggetragen.

Zuvor versuchten bereits wartende Autofahrer die drei von der Straße zu zerren. Anders als bei vergangenen Aktionen klebten sich die Klimaschützer diesmal nicht am Asphalt fest.

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Anlässlich des Valentinstags am Dienstag leimten sie sich an den Händen des anderen fest.

Es kam kurzzeitig zu Stau in stadtauswärtiger Richtung.

"Ein Ermittlungsverfahren wegen des Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz und wegen Nötigung wurde eingeleitet", so die Polizei, die mit sechs Beamten vor Ort war.

Letzte Generation: Zweite Aktion an selber Stelle

Nur wenige Stunden später setzten sich dieselben Aktivisten erneut auf die Straße.
Nur wenige Stunden später setzten sich dieselben Aktivisten erneut auf die Straße.  © Letzte Generation

Der Einsatz dauerte etwa 20 Minuten. Im Verlauf des Vormittags kam es schließlich gegen 10.15 Uhr an selber Stelle zu einer weiteren Aktion - ausgeführt von denselben drei Aktivisten wie schon am Morgen.

"Bei Eintreffen der alarmierten Beamten befanden sich die drei Deutschen bereits nicht mehr auf der Fahrbahn. Offenbar hatte ein Mann (51) die Aktivisten zuvor von der Straße gezogen. Die Polizei ermittelt gegen den 51-jährigen Deutschen wegen des Verdachts der Körperverletzung", so die Polizei.

Einer der Aktivisten befindet sich zudem in Gewahrsam, da er bereits am Mittwoch bei einer Aktion dabei war.

Die Letzte Generation setzt sich für den Klimaschutz ein.
Die Letzte Generation setzt sich für den Klimaschutz ein.  © Letzte Generation

Weitere Aktion am Freitag geplant

In einer Mitteilung der Letzten Generation heißt es, man fordere "neben Tempolimit und 9 €-Ticket vor allem, einen Gesellschaftsrat Klima einzuberufen".

Einer der Aktivisten ist der 19-jährige Lars. Er saß aufgrund seiner Aktionen bereits kurzzeitig in der JVA Stadelheim ein.

"Wir brauchen eine Abkehr vom fossilen Weiter-so. Um die parlamentarische Demokratie zu schützen benötigen wir mehr Bürgerbeteiligung und Vertrauen in die Politik."

Und auch am Freitag müssen sich Autofahrer auf Blockaden einrichten, denn da plant die Letzte Generation die nächste Aktion.

Am Mittwochnachmittag traf es Verkehrsteilnehmer auf der Hansastraße. Nach zehn Minuten trugen Polizisten den 19-Jährigen und seine 20-jährige Mitstreiterin von der Fahrbahn. Danach konnte die Straße wieder für den Verkehr freigegeben werden.

Erstmeldung 11.15 Uhr, zuletzt aktualisiert 15.37 Uhr.

Titelfoto: Letzte Generation

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