Klebstoff zu stark: Aktivist muss aus Asphalt geschnitten werden!

Mainz - Bei einer Protestaktion der Klimaschutz-Aktivisten der "Letzten Generation" in Mainz hatte ein Mitglied der Gruppe wohl etwas zu viel Klebstoff benutzt, um sich am Asphalt festzukleben.

Der 38-Jährige hatte soll sich mit einer Mischung aus Sand und Sekundenkleber am Asphalt festgepappt haben.
Der 38-Jährige hatte soll sich mit einer Mischung aus Sand und Sekundenkleber am Asphalt festgepappt haben.  © Peter Zschunke/dpa-Zentralbild/dpa

Wie eine Sprecherin der Polizei der Deutschen Presse-Agentur (dpa) mitgeteilt hatte, waren an der Aktion am Morgen des vergangenen Freitags (9. Dezember) in der Nähe des Mainzer Hauptbahnhofs sechs Personen beteiligt.

Vier von Ihnen hatten sich jeweils mit einer Hand am Asphalt der Binger Straße in Richtung Innenstadt - eine der am meisten befahrenen Straßenabschnitte in der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt - festgeklebt.

Dadurch kam es laut der Sprecherin im Berufsverkehr zu erheblichen Verkehrsbeeinträchtigungen und längeren Rückstaus, und es mussten Umleitungen eingerichtet werden, ehe die Aktivisten wieder von der Straße gelöst werden konnten.

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Wie RTL.de nun berichtet, hatte einer der Beteiligten, ein 38 Jahre alter Mann, die Klebeaktion etwas zu ernst genommen. Er soll dafür eine Mischung aus Sand und Sekundenkleber benutzt haben.

Und diese war so stark, dass es den Einsatzkräften nicht gelang, den Mann mit Lösungsmittel vom Asphalt zu befreien.

Das Netz reagiert mit viel Häme auf die Aktion

Mit der Aktion hatten die Klimaschützer der "Letzten Generation" am vergangenen Montagmorgen die Binger Straße in Mainz blockiert.
Mit der Aktion hatten die Klimaschützer der "Letzten Generation" am vergangenen Montagmorgen die Binger Straße in Mainz blockiert.  © Peter Zschunke/dpa-Zentralbild/dpa

Deshalb mussten Bauarbeiter ran. Die Männer schnitten den Boden rund um die Hand mit Trennschleifern und um die Finger mit einem Bohrhammer auf. Anschließend wurde die Straße gleich wieder repariert.

Ein Foto der "Letzten Generation", das die Gruppe auf Twitter gepostet hat, zeigt den 38-Jährigen mit größeren Asphaltresten an der rechten Hand, die sich sicherlich nicht gerade einfach entfernen lassen werden.

Das sorgt natürlich im Netz für einige Häme. "Etwas dämlich war das ja schon", "Viel Spaß beim Popo-Abwischen. Das könnte kratzen", "Oh, jetzt auch Diebstahl von Straßenbelag. Na, ist ja für einen guten Zweck" oder "... hat er geschenkt bekommen, hoffe, seine Eltern kriegen die Rechnung für die Straßenreparatur" lauten einige der mehr oder weniger witzigen Kommentare.

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Aber es gibt natürlich auch Lob und Respekt für den Einsatz des Aktivisten. Und bei der nächsten Klebeaktion wird er dann wahrscheinlich auch zu einem anderen Klebstoff greifen.

Titelfoto: Bild-Montage: Peter Zschunke/dpa-Zentralbild/dpa, Twitter/Letzte Generation

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