Bei klirrender Kälte: Taucher bergen Schatzkiste aus Bodensee
Von Aleksandra Bakmaz
Überlingen - Zahlreiche Taucher haben am Dreikönigstag wieder nach einem versteckten Schatz im Bodensee gesucht.
Die mit einem Totenkopf bemalte Schatzkiste wurde in einer Tiefe von drei bis vier Metern bei Überlingen versteckt - um sie zu finden, hatten die Taucherinnen und Taucher immerhin 80 Minuten suchen müssen. Los ging es schon am frühen Morgen bei klirrender Kälte.
Ein echter Schatz war in der 20 bis 25 Kilogramm schweren Kiste natürlich nicht verborgen.
Gold und Juwelen fanden die Taucher folglich wie jedes Jahr nicht, stattdessen waren Steine zum Beschweren drin, ein stählernes Kreuz – und erstmals statt echtem Rum eine Flasche mit alkoholfreiem Rum. Außerdem wurden zwei Gutscheine beigelegt.
Die traditionsreiche Aktion findet seit 1970 statt und lockt immer wieder Zuschauer an. Veranstaltet wird sie von der "Tauchgruppe Überlingen" und dem "Bodensee Aquanauten Team".
Technische Unterstützung kam vom Tauch-Sport-Club Friedrichshafen, der eine Unterwasserkamera installierte.
So konnten Interessierte das Spektakel live auf einem Monitor an Land mitverfolgen.
Titelfoto: Felix Kästle/dpa
