Gent (Belgien) - In Deutschland eher unbekannt, in Frankreich und Belgien weitverbreitet, erfreut sich der Brauch des "Dreikönigskuchens" großer Beliebtheit. Sonst werden immer getrocknete Bohnen oder eine kleine Figur in den Teig gearbeitet. Doch der Kuchen einer belgischen Familie überraschte sie mit einem echten Klunker.
Der "Dreikönigskuchen" ist eine Tradition, die ihren Ursprung wahrscheinlich im 16. Jahrhundert hat. So wird am 6. Januar - dem Tag der Heiligen Drei Könige - in vielen Familien der "Dreikönigskuchen" angeschnitten und gegessen. Das Besondere an dem sonst so einfachen Gebäck ist ein kleiner Gegenstand in seinem Inneren.
Wer diesen nämlich in seinem Kuchenstück wiederfindet, wird an diesem Tag zum "Bohnenkönig" ernannt und darf sich die mitgelieferte Pappkrone aufsetzen. Normalerweise handelt es sich bei diesem Gegenstand um eine getrocknete Bohne, eine Münze oder eine kleine Figur.
Doch wie die belgische Zeitung "Het Laatste Nieuws" berichtete, war es im Falle der 13-jährigen Wolke und ihren beiden Müttern Annick und Eline aus Belgien ein kleiner Diamant, der im Kuchenteig versteckt war.
Anfangs dachte das Trio, dass es sich lediglich um einen kleinen Scherz der Bäckerei Baba Jacquet handelte, als sie eine kleine, diamantförmige Schachtel in ihrem Kuchen fanden.
Tochter Wolke möchte Kuchen-Diamant zu Schmuck machen lassen
Wochen zuvor haben nämlich bereits mehrere Zeitungen berichtet, dass eben jene Bäckerei einen echten Diamanten in ihren "Dreikönigskuchen" verstecken möchte.
Doch circa zwei Wochen nach dem kuriosen Fund im Kuchen, als die Schachtel schon in Vergessenheit geraten war, erinnerte sich die Familie auf einmal an die Geschichte mit dem Diamanten im Kuchen und forschte nach. Und tatsächlich: Als sie herausfanden, dass noch niemand den Diamanten gefunden hatte, öffneten sie die Schachtel und fanden den glitzernden Edelstein.
Die Familie meldete sich bei dem Juwelier, der ebenfalls überglücklich über den Fund war: "Wir hatten damit gerechnet, dass jemand den Diamanten behalten oder die Schachtel versehentlich wegwerfen würde", sagte der Juwelier.
Mutter Eline schenkte den 500 Euro teuren Edelstein ihrer Tochter Wolke. Diese wiederum möchte sich daraus ein Schmuckstück anfertigen lassen. Was genau, weiß sie laut Bericht jedoch noch nicht.