Sensationsfund in Mexiko: Uralte Grabkammer geöffnet

San Pablo Huitzo (Mexiko) - Spektakulärer Fund im Süden von Mexiko! Im Bundesstaat Oaxaca haben Forscher eine gut erhaltene 1400 Jahre alte Grabkammer aus der Zeit der Zapoteken entdeckt und geöffnet. Die mexikanische Präsidentin spricht von der "bedeutendsten archäologische Entdeckung des letzten Jahrzehnts".

Eine Eule, die für die Zapoteken die Nacht und den Tod symbolisiert, schmückt den Eingang zum Grab-Vorraum.
Eine Eule, die für die Zapoteken die Nacht und den Tod symbolisiert, schmückt den Eingang zum Grab-Vorraum.  © dpa/Instituto Nacional de Antropologia e Historia (INAH) | Luis Gerardo Peña Torres

Wie das "Instituto Nacional de Antropología e Historia" (INAH; Mexikanisches Nationalinstitut für Anthropologie und Geschichte) mitteilte, berichtete Präsidentin Claudia Sheinbaum Pardo (63) am Freitag von der sensationellen archäologischen Entdeckung.

Das Grab in San Pablo Huitzo soll zur Zeit der zapotekischen Hochkultur, im Jahr 600 unserer Zeitrechnung, errichtet worden sein.

Laut Sheinbaum sei es der bedeutendste archäologische Fund in Mexiko in den vergangenen zehn Jahren, weil die Grabkammer so hervorragend konserviert sei und viele Informationen liefere. Die Grabkammer sei ein kraftvolles Beispiel für die jahrtausendealte Größe Mexikos.

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Auf Bildern ist zu erkennen, wie gut das Grab sowie Vorkammer und Eingang erhalten sind. Eine Eule, die für die Zapoteken die Nacht und den Tod symbolisierte, ziert beispielsweise den Eingang zum Vorraum. Ihr Schnabel verdeckt das Gesicht eines Zapoteken, dem die Anlage vermutlich gewidmet war, wie das INAH mitteilte.

"Außergewöhnlichen Entdeckung" verrät einiges über die Zapoteken-Kultur

Das gut erhaltene Grab mit Wandmalereien, Friese und Kalenderinschriften wurde in San Pablo Huitzo im südlichen Bundesstaat Oaxaca gefunden.
Das gut erhaltene Grab mit Wandmalereien, Friese und Kalenderinschriften wurde in San Pablo Huitzo im südlichen Bundesstaat Oaxaca gefunden.  © dpa/Instituto Nacional de Antropologia e Historia (INAH) | Luis Gerardo Peña Torres

An den Wänden der Grabkammer ist eine in ockerfarbenen, weißen, grünen, roten und blauen Tönen bemalte Prozession von Menschen zu sehen, die in Richtung des Eingangs geht.

Kulturministerin Claudia Curiel de Icaza (46) sprach von einer "außergewöhnlichen Entdeckung", die einiges über die Zapoteken-Kultur zeigt: "Ihre soziale Organisation, ihre Bestattungsrituale und ihre Weltanschauung, die in Architektur und Wandmalerei bewahrt ist."

Ein interdisziplinäres Team des INAH führt nun "Naturschutz-, Schutz- und Forschungsarbeiten" in und um das Grab durch.

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Die Zapoteken leben vermutlich seit mehr als 3500 Jahren im Süden Mexikos. Ihre Hochkultur, während der auch die jetzt entdeckte Grabkammer in San Pablo Huitzo entstanden war, hatte das Urvolk zwischen 300 und 900 unserer Zeitrechnung. Durch ständige Auseinandersetzung mit den Mixteken und später durch die spanische Eroberung verlor das Volk an Einfluss.

Doch selbst heute sollen laut dem "Instituto Nacional de Estadística y Geografía" (Mexikanisches Institut für Statistik und Geographie) noch hunderttausende Zapoteken in Mexiko leben.

Titelfoto: Montage: dpa/Instituto Nacional de Antropologia e Historia (INAH) | Luis Gerardo Peña Torres

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