Linz (Österreich) - Am Montag musste sich ein 27-Jähriger in Österreich vor Gericht verantworten, weil er sein Medizinstudium mithilfe von ChatGPT gefälscht hatte.
Wie Heute berichtet, hatte der Mann am 20. Oktober bei der Ärztekammer eine gefälschte Kopie eines Bescheids der Medizinischen Universität Wien eingereicht.
Daraus sollte hervorgehen, dass er sein Medizinstudium erfolgreich abgeschlossen habe.
Mit der angeblich notariell beglaubigten Urkunde wollte sich der 27-Jährige in die Ärzteliste eintragen lassen und so seinen Traum vom Arztberuf verwirklichen - doch der Plan scheiterte.
Die mithilfe von ChatGPT erstellte Urkunde flog auf und so fand sich der Mann wenig später auf der Anklagebank des Linzer Landesgerichts wieder.
Im Raum stand der Vorwurf der Fälschung besonders geschützter Urkunden.
Der Mann wollte seine Ex-Freundin beeindrucken
Vor Gericht bekannte sich der Angeklagte schuldig und zeigte Reue. Er erklärte, er habe damit vor allem seine Ex-Freundin beeindrucken wollen.
Am Montagvormittag wurde der Mann schließlich zu fünf Monaten bedingter Haft verurteilt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, wurde vom Angeklagten jedoch angenommen.