Faschings-Fail: Wasserpistole bringt Frau fast in den Knast

Ticino (Schweiz) - Fasching stand vor der Tür und Mia hatte für ihr Polizistin-Kostüm beinahe alles beisammen. Lediglich eine "Dienstwaffe" fehlte ihr. Doch nachdem sie diese online bestellt hatte, wartete eine böse Überraschung auf sie.

Die junge Mia aus Ticino wollte sich zur Fastnacht lediglich als Polizistin verkleiden, doch noch ehe sie ihr Kostüm vollständig beisammen hatte, wurde sie von echten Polizisten verhaftet. (Symbolfoto)  © Fotomontage: Patrick Pleul/dpa, 123RF/splitov27

Bei dem chinesischen Onlinehändler "Shein" kaufte sich die gebürtige Tessinerin für umgerechnet rund drei Euro eine pinke Pistole im Look einer Neun-Millimeter-Schusswaffe. Doch wie sie in einem Interview mit dem Schweizer Rundfunk "SRF" verriet, fand sie einige Monate später nicht das bestellte Accessoire vor ihrer Tür, sondern einige echte Polizisten, die sie glatt verhaften wollten.

So erfuhr sie von den Beamten, dass ihr Spielzeug vom Zoll bei der Einfuhr in das Alpenland beschlagnahmt wurde. Demnach fiel die Wasserspritzpistole unter das strenge Waffengesetz der Schweiz, welches all jene Waffen und Dinge, die täuschend echt wirken, verbietet.

Mias pinke Spielzeugpistole war auf den ersten Blick nicht von einer echten Schusswaffe zu unterscheiden und das führte zu einem Gerichtsverfahren gegen die junge Frau aus Ticino.

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Gegen sie wurde Anklage wegen Imports einer Waffe erhoben. Ein Gericht verurteilte sie anschließend "zu einer bedingten Haftstrafe von fünf Tagen".

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Drei-Euro-Pistole kommt Tessinerin teuer zu stehen

"Die Strafjustiz wurde wegen einer Wasserpistole ins Spiel gebracht. Wo bleibt der gesunde Menschenverstand?", echauffierte sich die Faschingsgängerin in dem Interview. Immerhin schafften es ihre Anwälte, ihre Haftstrafe in eine Geldstrafe umzuwandeln. Die pinke Wasserspritzpistole, die die junge Frau im Internet für rund drei Euro gekauft hat, wurde so ganz schön teuer.

Mia muss zwar nicht mehr fünf Tage hinter schwedischen Gardinen verbringen, doch stattdessen nun rund 164 Euro zahlen.

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