Frau kümmert sich nach Tod von Vater um Nachlass: Was sie dabei entdeckt, war 30 Jahre lang vergessen

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USA - Nach dem Tod ihres Vaters kümmerte sich eine Frau aus den USA um dessen Nachlass. Beim Ausräumen der Wohnung stieß sie dann plötzlich auf einen unerwarteten Gegenstand - der alte Erinnerungen wecken sollte.

In einem Schrank in der Wohnung ihres Vaters stieß eine Frau aus den USA auf diesen seltsamen Gegenstand.
In einem Schrank in der Wohnung ihres Vaters stieß eine Frau aus den USA auf diesen seltsamen Gegenstand.  © Bildmontage/Screenshot/u/MickFoley13

Die Frau, die im Interview mit Newsweek nur Georgia genannt wird, berichtet, dass sie in einem Schrank inmitten von anderen Sachen plötzlich einen seltsam gebogenen Metall-Gegenstand entdeckte. Bereits auf den ersten Blick war klar, dass es sich um etwas sehr Altes handeln musste.

Für Georgia war der Fund, der sich als Dolch herausstellen sollte, kein völlig neuer Anblick.

Sie erinnerte sich an eine Reise ihres Vaters nach Saudi-Arabien, wo er zu Beginn der 1990er-Jahre mehrere Monate verbracht hatte. "Er erzählte einigen Einheimischen, mit denen er zusammenarbeitete, dass er gerne ein paar einzigartige Dinge als Andenken mit nach Hause nehmen würde, und daraufhin brachte ihm jemand diesen Dolch", erklärt sie.

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Die Leute vor Ort hatten ihrem Vater gesagt, dass die Stichwaffe "sehr alt" sei und sich schon seit Generationen im Familienbesitz befinden würde. "Mein Vater fand ihn einfach großartig."

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Es handelte sich um eine jemenitische Jambiya, also einen Dolch, der vermutlich aus dem 19. Jahrhundert stammt.
Es handelte sich um eine jemenitische Jambiya, also einen Dolch, der vermutlich aus dem 19. Jahrhundert stammt.  © Bildmontage/Screenshot/u/MickFoley13

Kurz nachdem ihr Vater mit dem besonderen Souvenir nach Hause zurückgekehrt war, verschwand der Dolch aber. "Meine Mutter hielt es für gefährlich, so etwas im Haus zu haben, wenn kleine Kinder da sind", so Georgia. Der Dolch wanderte für die nächsten gut 30 Jahre in die hinterste Ecke eines Schrankes und geriet für die Familie schließlich völlig in Vergessenheit.

Georgia war zwischenzeitlich sogar davon ausgegangen, dass ihr Vater die Waffe entsorgt oder verkauft hatte. Doch sie sollte sich irren. "Erst als ich nach seinem Tod seine Schränke durchsuchte, fand ich ihn – eingewickelt in ein altes Handtuch."

Für sie hat der Fund einen besonders emotionalen Wert: "Es fühlt sich an, als hätte er ihn für mich dort hinterlassen. Als etwas, das an sein Vermächtnis und seine Geschichte erinnert." Ihr Vater habe seine Arbeit und das Reisen sehr viel bedeutet.

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Auf Reddit ließ die US-Amerikanerin andere an ihrer Entdeckung teilhaben und erfuhr dabei noch mehr über den Dolch: Demnach soll es sich um eine jemenitische Jambiya handeln und vermutlich aus dem 19. Jahrhundert stammen. Der Dolch mit dem silberbeschlagenen Griff und einer passenden Scheide wurde früher von jemenitischen Männern traditionell an der Hüfte getragen. Heutzutage wird er nicht mehr als Waffe benutzt und nur bei besonderen Anlässen angelegt, um Männlichkeit und Ehre zu symbolisieren.

Georgia plant, den Dolch zu behalten und an ihre Kinder zu vererben. "Damit die Legende meines Vaters weiterlebt", sagt sie.

Titelfoto: 123rf/kozienko

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