Frisch getrennt und völlig verzweifelt: Mann steckt tagelang schultertief im Schlamm fest
Florida (USA) - Liebeskummer kann einem schon mal den Boden unter den Füßen wegziehen. Im Falle von Andrew Giddens (36) öffnete sich das Tor zu Verzweiflung und Einsamkeit gleich doppelt! Ausgerechnet am Valentinstag.
Das Leben spielte dem 36-Jährigen innerhalb kurzer Zeit übel mit. Wie der lokale Sender WCJB TV20 aus Florida berichtete, galt Giddens seit einem Gespräch mit seinem Vater am 14. Februar als vermisst. Die Polizei wurde informiert.
Freunde und Familie gaben im Laufe der Ermittlungen an, dass der Amerikaner frisch getrennt sei und sehr darunter leiden würde. Am vergangenen Montag entdeckte eine Streife Giddens' verlassenes Auto am Rande einer Sandgrube eines Betriebes.
Zwei Tage später stieß ein Angestellter auf den 36-Jährigen, der bis zu den Schultern in einem Schlammloch feststeckte. Weil die Bergung auf eigene Faust zu gefährlich gewesen wäre, musste die Feuerwehr anrücken.
Mehr als zwei Stunden brauchten die Kameraden, um Giddens unter Einsatz von Seilen, Leitern und Paletten aus seiner misslichen Lage zu befreien. "Wir sind dankbar für den Mut und die Professionalität aller Beteiligten", erklärte die Feuerwehr.
Liebeskummer behütet Andrew Giddens vor einer Anzeige
Die wiedergewonnene Freiheit war für Giddens nur von kurzer Dauer: Sein Tag endete im Krankenhaus. Zwar sei der 36-Jährige ansprechbar gewesen, aber die vielen Tage im Freien ohne Nahrung und Wasser hätten ihm arg zugesetzt. Sein gesundheitlicher Zustand war kritisch.
Laut WCJB TV20 sei der Mann aus Florida in der Vergangenheit schon einmal auf dem Gelände der Sandgrube erwischt worden. Damals setzte es eine Anzeige wegen Hausfriedensbruchs.
Nach dem neuerlichen Fall will die Firma auf erneute rechtliche Schritte verzichten. Man habe Mitgefühl mit Giddens' aktueller Lage und wolle ihn zusätzlich zum Liebeskummer nicht noch mehr bestrafen.
"Wir sind dankbar für seine sichere Rettung", teilte das Unternehmen mit.
Titelfoto: Montage: Palatka Fire Department, Screenshot/Facebook/Missing People In America

