Für 700 Euro Miete! Acht-Quadratmeter-Schuppen auf Mallorca sorgt für Empörung

Maria de la Salut (Mallorca) - Acht Quadratmeter, Wasser aus einem Brunnen und eigentlich ein Schwarzbau - für diesen Schuppen verlangt ein Vermieter auf der beliebten Urlaubsinsel stattliche 695 Euro. Nachdem die dreiste Anzeige im Netz die Runde gemacht hatte, schaltete sich nun auch die Polizei ein.

Dieses "Häuschen" sorgte im Netz für Empörung. Der Eigentümer verlangte für den ausgebauten Schuppen mehr als 600 Euro Miete.  © Guardia Civil

Die Hütte in der Gemeinde Maria de la Salut in der Mitte der Insel sei "ideal zum Abschalten", schwärmte der Besitzer in seiner mittlerweile gelöschten Announce im Internet. Für die angeblich 25 Quadratmeter große Wohnfläche wollte er von künftigen Bewohnern 695 Euro im Monat haben.

Der Schuppen sei "komplett renoviert" und verfüge über einen Holzofen, einen Gasherd, Dusche sowie ein Schlafsofa.

Wasser könne man allerdings lediglich aus einem Brunnen beziehen, zwei kleine Solarpaneelen liefern etwas Strom. Eine Garage sei außerdem "inklusive" - von ihr fehlte jedoch jede Spur.

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Zumindest das Grundstück, das insgesamt 7000 Quadratmeter groß ist und sich mitten in der Natur befindet, könnte für den ein oder anderen Interessenten ansprechend sein.

Letzteres hob auch der Vermieter in seiner Anzeige hervor, erklärte Haustiere als willkommen und schwärmte vom vielen Platz für Grillabende und Freizeitaktivitäten.

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Winzig, Schwarzbau und ein Wucher: Empörung über Schuppen auf Mallorca

Die mallorquinische Polizei ermittelt aufgrund mehrerer Verstöße gegen den Vermieter.  © Screenshot/X/@SorSarna_n1

Dass sein Schuppen eigentlich ein Schwarzbau ist und die tatsächliche Wohnfläche nur zehn Quadratmeter beträgt, wovon gerade einmal acht Quadratmeter bewohnbar seien, erwähnte der Besitzer komischerweise nicht.

Dies deckte jetzt die Guardia Civil auf, nachdem sie über einen Zeitungsartikel der "Ultima Hora" auf das "Häuschen" und die dreisten Umstände aufmerksam geworden war. Das Magazin selbst hatte über den Vorfall berichtet, da die Immobilienanzeige in verschiedenen Foren und beispielsweise auf "X" diskutiert worden war.

"Es war ein Wucherpreis für die angebotenen Quadratmeter an Wohnfläche und den Zustand der Wohnung", stellt die Polizei laut der "Mallorca Zeitung" in einer Mitteilung klar. Ursprünglich hatte es sich tatsächlich um ein landschaftlich genutztes Gebäude gehandelt, das vom Eigentümer kurzerhand umgebaut worden war.

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Gegen ihn ermitteln nun gleich mehrere Behörden: Zum einen die Wohnbehörde - da der Schuppen nicht als Wohnung klassifiziert war, die Baubehörde - weil der Umbau zur Wohnung nicht genehmigt war - und das mallorquinische Wasser- und Meeresministerium, da auch dem Brunnen eine Genehmigung fehlte.

Der Wirbel um den teuren Schuppen trifft bei Mallorca-Bewohnern einen besonderen Nerv, da sich die Wohnsituation auf der beliebten Urlaubsinsel immer weiter zuspitzt.

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