"Großes Ungeheuer": Plötzlich taucht Riesenhai neben Touristenboot im Mittelmeer auf
Pula (Kroatien) - Eigentlich haben die Touristen an Bord der "Orca" dafür bezahlt, vor der Küste von Kroatien Delfine zu sehen, doch was sie als "Zugabe" bekamen, werden sie ebenso wie der Kapitän nicht mehr so schnell vergessen. Denn neben ihnen tauchte auf einmal ein wahrer Gigant der Meere auf.
In einem Interview mit dem kroatischen Nachrichtenportal "24 Sata" berichtete Zvonko Halimić, der Kapitän der "Orca", von der ungewöhnlichen Begegnung am vergangenen Samstagnachmittag: "Ich fische seit zehn Jahren professionell und bin jetzt Kapitän. Das ist meine erste Begegnung mit diesem großen Ungeheuer in meinem Leben."
Mitsamt einem guten Dutzend Touristen aus Deutschland fuhr er auf das Meer hinaus, um Delfine zu beobachten. Auf dem Rückweg brach an Bord seines Kutters jedoch eine regelrechte Aufregung aus.
Direkt neben dem Schiff tauchte auf einmal eine große Rückenflosse auf. Der Kapitän erklärte, dass plötzlich ein Riesenhai ihnen Gesellschaft leistete. "Er schwamm sogar so nah am Schiff, dass die Kinder an Bord nach ihm griffen", erzählte Halimić.
Tatsächlich begegnete ihnen der Meeresriese gleich zweimal auf ihrer Ausfahrt. Beim zweiten Mal begutachtete das Tier für knapp zehn Minuten das Boot. Auf der "Orca" brach zu keinem Zeitpunkt Panik aus, versicherte der Kapitän. Da er bemerkte, dass sich der Riesenhai durch die Motorengeräusche gestört fühlte, schaltete er den Motor ab.
Und so trieben die Touristen auf der "Orca" für mehrere Minuten Seite an Seite mit einem der größten Lebewesen auf diesem Planeten, ehe der friedliche Hai abdrehte und sie wieder zurück in den "sicheren Hafen" fuhren.
Das ist der sanfte Riese des Meeres
Obwohl Riesenhaie mit ihrer Körperlänge von bis zu zehn Metern und ihrem weit aufgerissenen Maul sofort in jedem Meeres-Horror-Film die Hauptrolle spielen würden, sind sie für den Menschen völlig ungefährlich.
Die sanften Riesen ernähren sich ausschließlich von mikroskopisch kleinem Plankton. Um dieses aufnehmen zu können, schwimmen sie mit ihrem weit aufgerissenen Maul durch die Meere und filtern dabei die Einzeller aus dem Wasser.
Titelfoto: Fotomontage: 123RF/kryzhov, Stefan Sauer/dpa/ZB
