Warten wie im Wohnzimmer: Unbekannte machen Bahnhof zur Wohlfühl-Oase

Großkrotzenburg - Das Warten auf die Bahn kann gerade in den winterlichen Morgenstunden überaus ungemütlich sein. Um dem entgegenzuwirken, haben sich Unbekannte etwas ganz Besonderes einfallen lassen.

Eine junge Frau hat es sich im neu eingerichteten Wartehäuschen an der Haltestelle im hessischen Großkrotzenburg bereits bequem gemacht.
Eine junge Frau hat es sich im neu eingerichteten Wartehäuschen an der Haltestelle im hessischen Großkrotzenburg bereits bequem gemacht.  © 5vision.media

Eine junge Frau steht ganz dick eingepackt an der Bahnhaltestelle im hessischen Großkrotzenburg im Main-Kinzig-Kreis. Neben dicken Winterstiefeln hat sie die Kapuze ihrer Daunenjacke tief ins Gesicht gezogen, während sie auf den nächsten Zug wartet.

Ein Glück für sie, dass sie ihre Zeit weder im Stehen noch auf einer kalten und ungemütlichen Metallsitzbank verbringen muss. Denn in einem Wartehäuschen stehen gleich zwei bequeme Cord-Sessel samt Teppichvorleger parat, auf denen man in aller Seelenruhe Platz nehmen kann.

Bereits seit einiger Zeit soll das durchaus ungewöhnliche Setting am Großkrotzenburger Bahnhof bereits so zu sehen sein - wer für die kuschelige Wohnzimmer-Atmosphäre sorgte, ist aber bis heute noch nicht bekannt.

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Fest steht: Den Anwohnern und Pendlern scheint die alles andere als alltägliche Aufmachung ihres Wartehäuschens in keiner Weise zu missfallen.

Immer mehr Schaulustige trudeln zudem hin und wieder am Bahnhof ein, um sich selbst ein Bild von der Neueinrichtung zu machen.

Die Bahnreisenden selbst können vor Antritt ihrer Fahrt zudem ganz getreu dem Motto "warten wie im eigenen Wohnzimmer" der nächsten Mitfahrgelegenheit entgegensehen.

Sessel in Bahn-Wartehäuschen: Kluge Sperrmüllentsorgung oder Dienst an der Gesellschaft?

Doch trotz des Ruhms, den die ungewöhnliche Wohlfühl-Warte-Oase bislang erreicht hat, will sich noch niemand so recht als Verantwortlicher hierfür preisgeben. Ob sich daran etwas ändert, bleibt genauso abzuwarten wie die Tatsache, wie lange die Warte-Sessel noch an Ort und Stelle verbleiben dürfen.

Zudem ist unklar, ob es sich dabei wirklich um einen uneigennützigen Dienst an der Gesellschaft oder lediglich kreative Sperrmüllentsorgung handelte. Eine Aussage der Deutschen Bahn zu der Umgestaltung lässt ebenfalls noch auf sich warten.

Titelfoto: 5vision.media

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