Nach 68 Jahren! Größte Frage zu dieser Flaschenpost endlich geklärt

Von Piera Tomasella

Oberwesel - Es ist nie zu spät! Die Absenderin der im Rhein bei Oberwesel entdeckten Flaschenpost ist endlich gefunden worden - stolze 68 Jahre, nachdem die Botschaft in den Fluss geworfen wurde.

In der Flaschenpost? Ein Brief - der nun eine Absenderin hat.  © Jan Zimmer/dpa

Die Verfasserin der Nachricht sei eine heute 90 Jahre alte Seniorin, die inzwischen in der Eifel lebe, bestätigte Stadtbürgermeister Jan Zimmer (CDU).

Sie sei damals Schiffsköchin auf der "Drachenfels" gewesen, einem Schiff, dass zwischen Koblenz und Mainz pendelte. Das passt zu der Nachricht aus der entdeckten Flasche: Sie war auf die Rückseite einer Schiffsspeisekarte von 1958 geschrieben worden. 

In ihrer Botschaft schrieb die Frau damals, dass sie sich Brieffreunde wünsche. Doch daraufhin lag die Flasche jahrelang unentdeckt in der Erde. Erst vor kurzem wurde sie bei Bauarbeiten wiederentdeckt. 

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Um das Rätsel um die Identität der Absenderin zu lösen, wurde geradezu Detektivarbeit geleistet.

Denn sie hatte ihre Adresse notiert - aber in den vergangenen fast 70 Jahren wurden zahlreiche Straßen umbenannt, Orte eingemeindet und Nachnamen geändert. Unterstützung bekam er demnach von einem Einwohnermeldeamt. 

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Jahrzehntelang lag die Flasche mit dem Wunsch nach Brieffreunden in der Erde.  © Jan Zimmer/dpa

Absenderin selbst erinnert sich gar nicht mehr so richtig Botschaft in der Flasche

Auf einer Baustelle am Rhein in Oberwesel haben Bauarbeiter die jahrzehntealte Flaschenpost gefunden.  © Jan Zimmer/dpa

Schlussendlich habe sich dann die Tochter der Verfasserin bei ihm gemeldet. "Ich bin total überrascht, dass ich da tatsächlich jemanden gefunden habe", sagte der Bürgermeister.

Die Absenderin selbst erinnere sich gar nicht mehr so richtig an diese ganz spezielle Botschaft.

"Offenbar hat man früher öfter mal Flaschenpost reingeworfen", so Zimmer. Mit einer Antwort habe die Schiffsköchin wohl nicht unbedingt gerechnet, als sie die Flasche damals selbst über Bord warf. 

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Und doch ist der Brief jetzt bei jemandem angekommen - wenn auch mit etwas Verspätung.

Er werde wahrscheinlich im Stadtmuseum ausgestellt, vielleicht aber auch direkt am Rheinufer, falls dort bei den Umbauarbeiten ein geeigneter Platz gefunden werde, sagte der Bürgermeister.

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