Lancashire (Großbritannien) - Seine Gier nach Selbstdarstellung sollte einen 22-jährigen Kriminellen aus Großbritannien für mehrere Jahre hinter Gitter bringen. Nach seiner Verurteilung spottete sogar die Polizei über dessen Unüberlegtheit.
Dank mehrerer selbst aufgenommener Clips, die man nach seiner Verhaftung auf dem Handy von Hamza G. gefunden hatte, konnte man nicht nur ihn, sondern auch den Rest der Bande zur Strecke bringen.
Die Polizei in Lancashire bezeichnete ihn in einem Facebook-Beitrag als "nicht gerade den hellsten Einbrecher der Bande". "Er hielt es für eine gute Idee, sich vor und nach Einbrüchen in East Lancashire zu filmen, bei denen wertvolle Autos gestohlen wurden."
Hamza hatte sich unter anderem auf den Fahrten zu und von den Tatorten seiner kriminellen Taten gefilmt. Die Aufnahmen dienten am Ende als das entscheidende Beweismittel.
Der 22-Jährige war Teil einer fünfköpfigen Autodiebstahl-Bande, die in Lancashire ihr Unwesen getrieben hatte. Zwischen September und November 2023 begingen sie insgesamt neun Einbrüche, stiegen in Häuser ein und stahlen hochwertige Fahrzeuge.
Dabei rasten sie laut "Need To Know" oft in Kolonnen mit anderen mit hoher Geschwindigkeit und verursachten sogar einige Verkehrsunfälle.
Einbrecher hatten genügend Beweise auf seinem Handy
Bei ihren Einbrüchen ließen sie nicht nur Autos der Marken BMW, Audi oder Mercedes mitgehen, sondern auch Debitkarten, die später auf eines der Bandenmitglieder zurückgeführt werden konnten.
Der 22-jährige Hamza hatte schließlich bei einer Tat seine Fingerabdrücke auf einem gefälschten Nummernschild hinterlassen, was in einem gestohlenen und zurückgelassenen Audi A3 gefunden worden war.
Bei seiner Festnahme entdeckten die Ermittler dann ein Bild eines gestohlenen Mercedes und ein Video, das ihn in einem der entwendeten BMW zeigt. In seinem Schlafzimmer wurden die Beamten erneut fündig und stellten über 900 Päckchen Crack-Kokain und mehr als 300 Tütchen Heroin sicher.
Der junge Mann wurde Anfang 2026 zu sechs Jahren Haft verurteilt. Seine Komplizen landeten ebenfalls hinter Gittern und müssen zwischen 12 Monaten und über drei Jahren absitzen.