Gröden (Italien) - Eigentlich sollte es eine märchenhafte Wanderung durch die Südtiroler Berge werden - für eine deutsche Urlauberin endete der Ausflug jedoch in einem Albtraum.
Wie das italienische Nachrichtenportal RaiNews berichtet, war die 64-Jährige am Montagmorgen mit einer Wandergruppe aus Wolkenstein Richtung St. Ulrich unterwegs.
Auf dem Weg fühlte sich die Frau jedoch unwohl und entschied sich, allein den Rückweg anzutreten. Dabei verirrte sie sich jedoch offenbar und kam vom eigentlichen Weg ab.
Als die Gruppe die Frau am Abend weder auffinden noch erreichen konnte, alarmierten sie die Rettungskräfte.
Aufgrund der niedrigen Temperaturen wurde sofort eine groß angelegte Suchaktion gestartet.
Der Mann der Vermissten konnte ihr Handy orten
Insgesamt 105 Einsatzkräfte durchkämmten ab 22 Uhr das Gebiet.
Feuerwehrleute aus Wolkenstein, St. Ulrich und St. Christina suchten gemeinsam mit der Bergrettung und einer Hundestaffel stundenlang nach der Vermissten - zunächst jedoch ohne Erfolg. Gegen 2.30 Uhr musste die Suche vorübergehend eingestellt werden. Bereits um 7 Uhr morgens nahm der Suchtrupp die Rettungsmaßnahmen erneut auf.
Kurz darauf konnte der Ehemann der Frau aus Deutschland ihr Handy orten und den Rettern die genauen Koordinaten übermitteln. Bis zu diesem Zeitpunkt war das Smartphone ausgeschaltet.
Dank eines Videoanrufs konnte die Frau schließlich gefunden werden.
Die Urlauberin hatte die Nacht unter Bäumen verbracht, bei Temperaturen von bis zu minus 10 Grad. Trotz der klirrenden Kälte war ihr Zustand überraschend gut: Sie war unterkühlt, blieb ansonsten jedoch unverletzt.