Zucker auf das Po-Loch? Dafür gibt es einen medizinischen Grund!

Netz - Die Chancen, dass Euer Arzt Euch sagt, Ihr solltet Zucker auf euer Po-Loch streuen sind gering - aber nicht gleich null! Denn laut einer viral gegangenen Krankenschwester gibt es einen guten Grund, dass manche Mediziner eine Behandlung mit "Anus-Zucker" empfehlen.

Ein Rektumprolaps lässt sich mitunter leicht behandeln. (Symbolbild)
Ein Rektumprolaps lässt sich mitunter leicht behandeln. (Symbolbild)  © 123RF/flisakd

Chenedy arbeitet als Krankenschwester auf verschiedenen Intensivstationen. Vor allem auf TikTok erfreuen sich die Beiträge über ihr Berufsleben großer Beliebtheit, so folgen ihr auf der speziell bei jungen Menschen extrem populären Social-Media-Plattform mehr als eine Million Menschen.

Doch nun ist es ein Video auf ihrer Instagram-Seite, das Aufsehen erregt. Darin berichtet die Krankenschwester von einer im ersten Moment unglaublich klingenden Behandlungsmöglichkeit im Falle eines Rektumprolapses: Zucker!

In der Medizin bezeichnet ein Rektumprolaps den Umstand, dass ein Teil des Mastdarms durch den After nach außen gestülpt ist. Das Ganze ist deshalb auch als "Mastdarmvorfall" bekannt und soll angeblich mithilfe von Zucker behandelt werden können.

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"Zucker zieht die überschüssige Flüssigkeit aus dem [Mastdarm] und lässt ihn schrumpfen (denkt an das Salzen einer Schnecke)", erklärt Chenedy in ihrem Insta-Post, der inzwischen mehr als 130.000 Likes hat.

"Sobald die Schwellung abgeklungen ist", verschwinde der Darm-Teil normalerweise (manchmal mit ein wenig Hilfe) wieder im Körper des Patienten.

"Als ich das Ganze in der Praxis gesehen habe, war ich SCHOCKIERT", schrieb die Krankenschwester.

Krankenschwester Chenedy berichtete auf Instagram von der "Anus-Zucker"-Therapie

Gibt es die verrückt klingende Behandlung wirklich?

Wer lange genug im Internet unterwegs war, hat gelernt, nicht alles zu glauben, was vermeintliche Experten in den sozialen Medien behaupten. Doch im Falle der Krankenschwester sei versichert: Die "Zucker-Anus"-Therapie existiert!

So lassen sich verschiedene Berichte und Fallstudien zu dem Thema finden. "Das Bestreuen des [Mastdarms] mit Haushaltszucker, Saccharose, führt zu einem dramatischen Rückgang des Darmödems und das eingeklemmte Segment reduziert sich leicht", heißt es zum Beispiel in einer Studie aus den 90ern.

In einem anderen Artikel beschreibt ein Mediziner, wie ein Chefarzt ihm einst von der "lustigsten Therapie, die tatsächlich wirkt" erzählte.

Demnach deuten Fallberichte darauf hin, "dass diese Methode in etwa 50 Prozent der Fälle funktioniert. Das mag wenig erscheinen, aber wenn es jemandem eine Operation erspart, dann ist es einen Versuch wert."

Titelfoto: 123RF/flisakd

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