Frau weiß nicht, wer ihr Vater ist: Was sie dann tut, stellt ihr Leben auf den Kopf

Utah (USA) - Sie hatte nur dieses eine grobkörnige Foto: Sonst wusste Kenzie Winfield aus Utah praktisch nichts über den Mann, der ihr zusammen mit ihrer Mutter das Leben geschenkt hatte. Die Frage, wo er war und ob sie ihn eines Tages kennenlernen würde, beschäftigte Winfield auch noch, als sie glücklich verheiratet war. Schließlich bereitete ihr Mann dem "Drama" ein Ende, als er eine spontane Idee hatte: ein DNA-Test.

Kenzie Winfield wusste jahrzehntelang nicht, wer ihr Vater ist.  © Facebook/Screenshot/Kenzie Winfield

"Ich kannte seinen Vornamen, aber nicht seinen Nachnamen. Außerdem wusste ich, dass ich einen älteren Halbbruder hatte - mehr aber auch nicht", erzählte Winfield jetzt in einem Gespräch mit Newsweek.

Der DNA-Test, den ihr Mann gebucht hatte, stellte das Leben der jungen Frau schließlich auf den Kopf: "Ich habe gemischte ethnische Wurzeln und fühlte mich meiner schwarzen Herkunft nie wirklich verbunden. Der Test zeigte mir Verbindungen bis zu dem Ort in Westafrika auf, an dem meine Vorfahren lebten, bevor sie als Sklaven in die USA verschleppt wurden."

Doch die DNA-Datenbank offenbarte noch weit mehr: eine fünfzigprozentige Übereinstimmung, die sowohl auf ihren Halbbruder als auch auf ihren Vater hindeutete.

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"Ich sah den Namen und das Alter und wusste sofort, dass es mein Vater sein musste", erklärte Winfield dem US-Magazin. Schließlich stellte sie Kontakt zu dem Mann her.

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Vater und Tochter sind heilfroh, sich wiederzuhaben

Endlich wieder vereint: Kenzie Winfield und ihr Vater.  © Facebook/Screenshot/Kenzie Winfield

Ihr Vater zeigte sofort Interesse, gestand allerdings auch, sprachlos zu sein. Nach einigem Hin und Her beschlossen sie ein Treffen. Dafür stieg aber nicht der Papa ins Flugzeug, sondern seine Tochter.

"Als ich aus dem Flughafengebäude kam und bei meinem ersten Besuch sein Gesicht sah, war das einer dieser seltsamen Momente, in denen man weiß, dass man gerade eine prägende Erinnerung erlebt. Man analysiert und beobachtet, wie sie sich für immer in das Gedächtnis einbrennt", schilderte Winfield dem US-Magazin die Situation.

Sie habe dann erfahren, dass sie sogar zwei Halbbrüder hat. Bleibt die Frage, warum ihr Vater sie so früh verlassen und nie wieder gesucht hatte.

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"Sie waren sehr jung und kannten sich kaum", erklärte Winfield und fügte hinzu: "Die Familie meiner Mutter billigte ihre Beziehung nicht, und keiner von beiden hatte die Mittel, mich ohne fremde Hilfe großzuziehen - deshalb verschwand er schließlich aus meinem Leben."

Umso glücklicher ist sie heute, ihren Dad nun doch noch wiederzuhaben.

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