Lehrer kann mit Transsexualität von Schulkind nicht umgehen: Festnahme!

Dublin - Weil ein Lehrer in Irland ein arges Problem mit der sexuellen Identität eines Schülers hatte, musste er festgenommen und letztlich sogar inhaftiert werden. Die Diskussion zwischen Lehrkraft und Schule sorgte für großes Aufsehen.

Enoch Burke ist Lehrer für Geschichte, Deutsch und Religion. (Symbolbild)
Enoch Burke ist Lehrer für Geschichte, Deutsch und Religion. (Symbolbild)  © 123rf/serezniy

Enoch Burke ist Lehrer an einer Privatschule in Irland.

Als sich ein Kind an seiner Schule als transsexuell outete, stellte das für den Pädagogen ein Problem dar. Denn nach seiner christlichen Auffassung existiere Transsexualität nicht, berichtet Independent.ie über den Fall.

In Absprache mit den Eltern forderte die Schulleitung alle Lehrkräfte auf, sich an die neue Situation anzupassen. Sie sollten das Kind mit seinem neuen Namen und Pronomen anreden.

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Burke weigerte sich, dieser Aufforderung nachzukommen.

Er zog dabei offenbar nicht in Betracht, was für einen Schmerz er bei dem Kind verursacht.

Die Schule sah sich gezwungen, etwas zu unternehmen

Burke konnte es nicht bei einer bloßen Verweigerung belassen, er wurde aktiv. Sein Ziel: Die Schule sollte ihre Anweisung zurücknehmen, das Kind bei seinem neuen Namen zu nennen. Er störte deshalb sogar eine Feier zum 260-jährigen Jubiläum der Schule. Dies sorgte bei Lehrern und Schülern für Empörung.

Daraufhin wurde Burke im August von der Schule suspendiert - bei vollem Gehalt.

Sich jedoch an die Suspendierung zu halten, würde für den Lehrer einem Verrat an seinem Glauben gleichkommen, zitiert Independent.ie.

Es konnte nur noch ein Gericht helfen

Da der Pädagoge der Schule nicht fernblieb, wandte sich die Direktorin an ein Gericht.

Das Gericht sprach ein Hausverbot für den Lehrer aus. Burke dürfe vom 30. August bis einschließlich 7. September die Schule nicht mehr betreten, berichtete Irish Times.

Der Lehrer ließ sich davon nicht beeindrucken, er besuchte trotzdem weiterhin die Schule. Die Missachtung des Hausverbotes führte letztendlich auch zu seiner Festnahme und Anhörung vor Gericht.

Zu einer Verhaftung kam es aber erst, als er vor Gericht zugab, der Schule auch in Zukunft nicht fernbleiben zu wollen.

Burke bleibt nun so lange in Haft, bis er seine Meinung ändert oder das Gericht etwas anderes bestimmt, berichtete Independent.ie abschließend.

Titelfoto: 123rf/serezniy

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