Sexpertin erklärt, wieso wir uns oft in die falsche Person verlieben

Sydney - Viele haben es sicher schon mal erlebt. Verliebt in eine andere Person, doch der- oder diejenige fühlt sich zu Dir nicht halb so hingezogen wie Du zu ihr oder ihm. Diesem Phänomen widmet sich Sexpertin Nadia Bokody (36) in ihrer Kolumne für den New Zealand Herald.

Nadia Bokody (36) hat sich 2021 geoutet und schreibt über Liebe, Sex und Beziehungen.
Nadia Bokody (36) hat sich 2021 geoutet und schreibt über Liebe, Sex und Beziehungen.  © Facebook Screenshot Nadia Bokody

Die 36-Jährige erklärt den Sachverhalt an einem Beispiel aus ihrer eigenen Liebespraxis. Einst fühlte sie sich von einem ihrer verheirateten Kollegen magisch angezogen, traf sich mit ihm zu gemeinsamen Jogging-Runden. Wie sie selbst erkannte, entwickelte sie eine "ungesunde Verliebtheit" in ihren Laufpartner, den sie nicht haben konnte. Die Frau quälte sich vor dem Einschlafen mit den Gedanken an unerwiderte Gefühle.

Bis eines Tages der Mann das Eis brach. "Weißt Du, nur weil jemand verheiratet ist, heißt das nicht, dass er sich nicht zu jemand anderem hingezogen fühlen kann", stotterte er bei einem Drink nach dem Lauf. Dies war nur der Anfang seiner Interessenbekundungen für Nadia Bokody.

Der Typ ging so weit, ihr zu schreiben, dass er nicht glücklich in seiner Ehe sei und seine Frau verlassen wolle.

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Da nun der Weg frei für eine Liaison schien, dachte die Australierin noch einmal über eine Beziehung mit ihm nach und merkte, dass sie sich jetzt gar nicht mehr zu ihm hingezogen fühlte.

Ist es in der menschlichen DNA verankert, sich zu jemandem hingezogen zu fühlen, den man nicht haben kann?

Keineswegs muss man in der Liebe den unerreichbaren Personen hinterherjagen. (Symbolbild).
Keineswegs muss man in der Liebe den unerreichbaren Personen hinterherjagen. (Symbolbild).  © Christian Charisius/dpa

Schuld für die zuvor empfundene Anziehung hatte wohl der Effekt der "verbotenen Frucht". So sei es gewisserweise in der menschlichen DNA verankert, sich zu jemandem hingezogen zu fühlen, mit dem man nicht zusammen sein kann oder sollte.

Laut Bokody hat mit Alain de Botton schon ein Philosoph erkannt, dass viele auf der Suche nach Glück beim Leiden ankämen, das sich ähnlich vertraut anfühle. So würden sich Menschen zu anderen Personen hingezogen fühlen, die nicht verfügbar seien und darin bestärkt, sich nicht liebenswert zu fühlen.

"Die wahre Herausforderung besteht darin, uns zu erlauben, jemandem nahezukommen, mit dem es keine Hindernisse gibt", zieht die Fachfrau in Sachen Liebe, Sex und Zärtlichkeit als Resümee ihres Beitrags.

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Sie selbst finde es heutzutage spannend und aufregend genug, einen bekannten Liebes-Weg einzuschlagen, mit jemandem, der auf sie zulaufe.

Titelfoto: Facebook Screenshot Nadia Bokody

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