Von Andrea Sosa, Jürgen Bätz
Caracas - Nach zwei sehr starken Erdbeben in Venezuela suchen die Rettungskräfte unter den Trümmern weiter nach zahlreichen Verschütteten. Hilfe kommt inzwischen auch aus Deutschland. Die US-Erdbebenwarte USGS gab die Stärke der Beben mit 7,2 und 7,5 an.
Die Regierung rief den Notstand aus und sprach von großen Schäden. Fotos und Videos zeigten an mehreren Orten eingestürzte Gebäude.
Nach den schweren Erdbeben steigt die Opferzahl auf 920 Tote und 3.300 Verletzte. Über 380 Gebäude wurden zerstört oder beschädigt. Während Hunderte gerettet wurden, gelten 172 Menschen noch als verschüttet. Experten rechnen mit einem weiteren Anstieg der Zahlen.
Nach Einschätzungen der US-Geologiebehörde USGS könnte die Zahl der Todesopfer auf 10.000 bis 100.000 steigen.
Es sei die schwerste Naturkatastrophe, die Venezuela in den vergangenen 30 Jahren erlebt habe, sagte Rodríguez. 250 Gebäude seien komplett zerstört oder beschädigt, darunter 8 Krankenhäuser, 20 Einkaufszentren und 68 öffentliche Infrastruktureinrichtungen.
TAG24 berichtet im Liveticker über das Geschehen in Venezuela.
26. Juni, 22:07 Uhr: Weitere deutsche Hilfsflüge nach Venezuela unterwegs
Nach den verheerenden Erdbeben haben sich bereits die ersten Rettungskräfte aus Deutschland auf den Weg ins Katastrophengebiet gemacht. Weitere Hilfe folgt, wie die Bundeswehr mitteilte.
An Bord der ersten Transportmaschine befanden sich außer der Luftwaffen-Crew 26 Angehörige des Technischen Hilfswerks (THW). Dabei handelt es sich um Bergungsexperten. "Aus Wunstorf werden noch heute drei weitere Flugzeuge des Lufttransportgeschwaders 62 nach Venezuela starten", teilte die Bundeswehr weiter mit.
Zudem sei ein Vorauskommando der Bundeswehr auf dem Weg, um die Lage vor Ort zu erkunden. "Innerhalb von 24 Stunden haben wir es geschafft, in Zusammenarbeit mit den Hilfsorganisationen vier Maschinen zu planen, zu beladen und in weiteren 14 Stunden erste Hilfe ins Krisengebiet zu bekommen", sagte der Chef des Geschwaders, Oberst Markus Knoll laut Mitteilung. Zudem wird die Bundeswehr am Samstag Hilfsgüter der Organisation Malteser nach Venezuelafliegen.
26. Juni, 20.09 Uhr: Zahl der Todesopfer steigt auf über 900
Nach den Erdbeben in Venezuela steigt die Zahl der Opfer, während die Angehörigen von Vermissten fieberhaft nach ihnen unter den Trümmern und übers Internet suchen.
Am zweiten Tag nach der Erdbebenkatastrophe liegt die offizielle Zahl der Toten bei 920. Zudem seien 3.300 Menschen verletzt worden, teilte der Präsident der Nationalversammlung, Jorge Rodríguez, mit.
Seinen Angaben nach sind mehr als 380 Gebäude komplett eingestürzt oder beschädigt worden. Mehrere Hunderte Menschen seien aus den Trümmern gerettet worden. 172 Menschen würden noch unter Trümmern vermutet, sagte Rodríguez. Wegen des Ausmaßes der Erdbeben gehen Experten von einer höheren Zahl aus.
Inoffizielle Vermisstenzahlen sind deutlich höher - wobei sich diese nicht verifizieren lassen. Auf einem für die Suche von Vermissten eingerichteten Internetportal gingen Zehntausende Meldungen ein - aktuell gelten demnach rund 50.000 Menschen als vermisst.
26. Juni, 15.16 Uhr: Zahl der Toten steigt auf 589
Die Zahl der Toten nach den zwei schweren Erdbeben in Venezuela ist laut Angaben der Regierung in Caracas auf 589 gestiegen.
Zudem seien 2.980 Menschen verletzt worden, sagte die geschäftsführende Präsidentin Delcy Rodríguez.
26. Juni, 12.35 Uhr: Bundeswehr bringt Helfer und Hilfsgüter nach Venezuela
Nach dem tödlichen Erdbeben in Venezuela ist das erste Flugzeug mit Helfern und Hilfsgütern aus Deutschland unterwegs ins Katastrophengebiet. Im niedersächsischen Wunstorf startete ein Transportflugzeug des Typs A400M, wie ein dpa-Reporter vor Ort berichtete.
An Bord der Bundeswehr-Maschine sind neben Soldaten auch Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks (THW) sowie tonnenweise Material und Technik. Das THW-Team hatte sich zuvor am Donnerstagabend in Köln gesammelt. Insgesamt sollen heute 48 THW-Einsatzkräfte nach Venezuela fliegen, um Menschen aus zerstörten Gebäuden zu retten. Darunter sind auch vier Rettungshundeführer mit jeweils einem Hund.
Mindestens ein weiteres Flugzeug mit Personal und Hilfsgütern wie Wasserfiltern, Feldbetten, Zelten oder Generatoren sollte noch am Vormittag starten. "Es ist alles Material vom THW oder anderen Hilfsorganisationen. Wir nehmen kein Bundeswehrmaterial mit", sagte ein zur Crew der Transportflugzeuge gehörender Lademeister.
Kurz danach sollte eine dritte Maschine starten, die auch für den medizinischen Krankentransport genutzt werden kann. Ob ein viertes Transportflugzeug der Bundeswehr in die rund 8.200 Kilometer entfernte Krisenregion fliegt, war zunächst unklar.
26. Juni, 10.11 Uhr: Musks Starlink versorgt Katastrophengebiet in Venezuela mit Internet
Tech-Unternehmer Elon Musk unterstützt das Erdbebengebiet in Venezuela mit seinem Satelliteninternet-Dienst Starlink. Bestehenden wie neuen Kunden werde das Kommunikationsnetz in der betroffenen Region bis zum 25. Juli kostenfrei zur Verfügung gestellt, teilte Starlink am Donnerstag (Ortszeit) auf X mit.
Gleichzeitig arbeite die Firma daran, Starlink-Terminals zügig bereitzustellen und die Verbindung in den am stärksten betroffenen Gebieten wiederherzustellen.
Venezuelas geschäftsführende Präsidentin Delcy Rodríguez bedankte sich auf X für die Unterstützung.
26. Juni, 8.47 Uhr: Kein Strom, kein Wasser, Plünderungen - Hoffnung auf Überlebende schwindet
Im Bundesstaat La Guaira im Norden des Landes sei die Lage besonders dramatisch, berichtete die Online-Plattform "Tal Cual".
Bilder von dort zeigen Gebäude, die komplett in Trümmern liegen. Es gebe keinen Strom, kein Wasser und es sei bereits zu Plünderungen von Geschäften gekommen. Für die Sucharbeiten werde schweres Gerät benötigt - daran fehlt es aber bislang noch. "Alles von Hand zu machen, ist ziemlich mühsam", schilderte eine Bewohnerin der Stadt Catia La Mar nordwestlich von Caracas. "Falls noch jemand am Leben ist, hat er nicht mehr die Kraft, zu antworten."
Auf einige Betonruinen hätten die Bewohner die Namen der eingestürzten Gebäude gesprüht, hieß es in dem Bericht weiter. An manchen Wänden heiße es aber auch beruhigend: "Uns allen geht es gut."
26. Juni, 8.13 Uhr: Mehr als 70.000 Familien in La Guaira betroffen
Nach den verheerenden Erdbeben in Venezuela sind allein im Bundesstaat La Guaira mehr als 70.000 Familien von den Folgen der Katastrophe betroffen. Das teilte Innenminister Diosdado Cabello am Donnerstag (Ortszeit) bei einem Besuch in dem besonders schwer getroffenen Bundesstaat an der Karibikküste mit.
"Wir lassen euch nicht allein", sagte Cabello und kündigte umfassende Rettungs- und Bergungsarbeiten sowie die Unterstützung der Bevölkerung mit Lebensmitteln und Wasser an.
26. Juni, 6.15 Uhr: Ausländische Helfer fliegen nach Venezuela
Internationale Hilfsteams mit Spürhunden bereiten sich auf den Einsatz in Venezuela vor. Aus Ländern wie Deutschland und Mexiko werden Rettungskräfte entsandt, um nach Überlebenden zu suchen. Knapp 50 Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks (THW) fliegen an diesem Freitag in das Katastrophengebiet.
Laut der Regierung des südamerikanischen Landes wurden bislang 235 Tote gezählt. Mehr als 4300 Verletzte seien bisher in öffentlichen Krankenhäusern behandelt worden, sagte der venezolanische Gesundheitsminister Carlos Alvarado im Fernsehsender VTV.
Rund 200 weitere Menschen sollen noch immer unter den Trümmern verschüttet sein. Dabei dürfte es aber nur um diejenigen gehen, die bereits unter den Trümmern verortet wurden. Es gibt Hinweise darauf, dass die Gesamtzahl der Verschütteten in die Tausende gehen könnte.
26. Juni, 6.12 Uhr: Überlebende bangen um die Zukunft
Cerafín Owaldo fleht um nur fünf Minuten. Der 74-Jährige steht vor seinem schwerbeschädigten Wohnhaus in der venezolanischen Hauptstadt Caracas, in dem er seit 40 Jahren lebt - und kann infolge der verheerenden Erdbeben nicht mehr hinein.
"Bitte lasst uns wenigstens kurz hochgehen, um ein paar Kleidungsstücke, meine Kreditkarte und die Medikamente für meine Frau zu holen, die an Herzproblemen leidet!", bittet er die Einsatzkräfte, die dort Trümmer beseitigen. Doch sie verwehren ihm den Zutritt. "Es dauert nur fünf Minuten. Gebt uns doch die Erlaubnis", sagt der Mann verzweifelt.
Seit den Erdbeben am Mittwochabend (Ortszeit) übernachtet Owaldo außerhalb seiner Wohnung im Stadtteil Pinto Salinas in einer Notunterkunft. Das Gebäude ist zwar nicht eingestürzt.
Die Erschütterungen der Stärke 7,2 und 7,5 haben aber mehrere Wohnungen zerstört und so schwere strukturelle Schäden hinterlassen, dass es vorerst nicht mehr betreten werden darf. Vier Nachbarinnen Owaldos kamen ums Leben. Gemeinsam mit den anderen Hausbewohnern hat er vorerst Zuflucht auf einem nahegelegenen Sportplatz gefunden - und bangt um seine Zukunft.
25. Juni, 13.48 Uhr: "Es war fürchterlich" - Angst und Zerstörung in Venezuela
"Bei uns in der Nähe sind zwei Hochhäuser eingestürzt, am Nachbargebäude fehlen Wände", berichtet eine 57 Jahre alte Anwohnerin der dpa per Audiobotschaft. Sie wohnt im Osten der Millionenmetropole, wo es schon 1967 bei einem Erdbeben der Stärke 6,5 schwere Schäden gegeben hatte.
"Ich habe noch nie in meinem Leben so viel Angst gehabt. Es war fürchterlich", ergänzt die Frau. In ihrer Wohnung in der Gemeinde Chacao seien Möbel umgestürzt und Bilder von den Wänden gefallen, alles sei voller Scherben. Die Erschütterungen seien so stark gewesen, dass sie und ihr Mann zunächst gar nicht aus der Wohnung gekommen seien. Zusammen mit Nachbarn seien sie dann schließlich auf die Straße gerannt.
Nach den Beben sei stundenlang der Strom ausgefallen, auch das Mobilfunknetz habe nicht funktioniert, erzählt die Frau. Ihr Haus sei aber von schweren Schäden augenscheinlich verschont geblieben. Nach Angaben des Bürgermeisters von Chacao, Gustavo Duque, stürzten in der Gegend vier Hochhäuser ein. "Wir haben 18 Personen lebend retten können, das ist eine gute Nachricht", sagte der Bürgermeister örtlichen Medien.
25. Juni, 13.17 Uhr: Bislang keine Erkenntnisse über deutsche Erdbebenopfer
Die Bundesregierung hat bislang keine Erkenntnisse über deutsche Staatsangehörige unter den Opfern der schweren Erdbeben in Venezuela.
Aus dem Auswärtigen Amt in Berlin hieß es, die Lage sei noch unübersichtlich und das gesamte Ausmaß nicht absehbar. Es sei leider mit sehr vielen Todesopfern zu rechnen.
Aktuell würden Hilfsoptionen über verschiedene Partner geprüft. Am Nachmittag (14.30 Uhr) solle zur weiteren Koordinierung der Krisenstab der Bundesregierung im Auswärtigen Amt zusammentreten. Die Mitarbeitenden der Botschaft sind demnach wohlauf.
In der Krisenvorsorgeliste des Auswärtigen Amts sei eine niedrige dreistellige Zahl deutscher Staatsbürger in dem Land eingetragen, hieß es weiter. Die Zahl der in der sogenannten Elefand-Liste registrierten Menschen gibt nicht die tatsächliche Anzahl deutscher Staatsangehöriger im Land wieder, da Deutsche im Ausland keiner Meldepflicht unterliegen. Venezuela gilt derzeit nicht als Reiseland, wegen der Sicherheitslage besteht seit längerem eine Teilreisewarnung.
25. Juni, 13.06 Uhr: Warum hat die Erde gebebt?
Die Beben traten entlang einer Verwerfungszone auf, an der mehrere Erdplatten aneinander stoßen.
In der Region seien es insbesondere die karibische Platte und die südamerikanische Platte, die sich gegeneinander bewegten, sagte der Leiter der GFZ-Sektion Erdbeben- und Vulkanphysik der Deutschen Presse-Agentur. Das führe immer wieder zu Erdbeben.
In Fachkreisen werde diskutiert, ob es in Venezuela nun zwei starke Erdbeben in kurzer Folge gegeben habe oder ob es ein einziger Bruch gewesen sei. Nach Einschätzung des Potsdamer Instituts gab es zwei Erdstöße im Abstand von etwa 30 Sekunden.
25. Juni, 12.42 Uhr: Zahl der Toten ist gestiegen
Nach zwei schweren Erdbeben in Venezuela ist die Zahl der Toten nach Angaben der geschäftsführenden Präsidentin Delcy Rodríguez auf mindestens 164 gestiegen. Mindestens 971 Menschen wurden verletzt, wie Rodríguez am Donnerstag im Sender VTV mitteilte.
Eine Modellrechnung der US-Erdbebenwarte USGS legte nahe, dass die Opferzahl noch weiter steigt. Wo genau die 164 Toten geborgen wurden, war zunächst nicht bekannt.
25. Juni, 12.13 Uhr: Auswärtiges Amt ruft Deutsche in Venezuela zu Vorsichtsmaßnahmen auf
Das Auswärtige Amt hat deutsche Staatsbürger in Venezuela nach den beiden schweren Erdbeben in dem Land zu weiteren Vorsichtsmaßnahmen aufgerufen.
In den Reise- und Sicherheitshinweisen des Außenministeriums in Berlin wurden die Deutschen in dem Land unter anderem aufgerufen, sich mit den Verhaltenshinweisen des Deutschen Geoforschungszentrums für Erdbeben vertraut zu machen und sich in die Krisenvorsorgeliste Elefand des Auswärtigen Amts einzutragen. Informationen über mögliche deutsche Opfer in Venezuela gab es zunächst nicht.
25. Juni, 12.08 Uhr: Merz sagt Venezuela nach Erdbeben Hilfe zu
Nach den verheerenden Erdbeben in Venezuela hat die Bundesregierung Hilfe zugesagt. "Die Nachrichten vom fürchterlichen Erdbeben in Venezuela machen tief betroffen.
Deutschland steht an der Seite Venezuelas und wird helfen", schrieb Bundeskanzler Friedrich Merz auf X. "Unsere Gedanken gelten den Opfern und jenen, die ihr Hab und Gut verloren haben. Den Verletzten wünsche ich Kraft und schnelle Genesung." Auch Außenminister Johann Wadephul (CDU) zeigte sich auf X "zutiefst bestürzt" und sagte Hilfe zu.
Bei zwei schwere Erdbeben innerhalb von nur 39 Sekunden sind in Venezuela mindestens 32 Menschen ums Leben gekommen. Rund 700 weitere wurden nach ersten Erkenntnissen der Behörden verletzt.
25. Juni 12.04 Uhr: Nur Sekunden lagen zwischen den heftigen Erschütterungen
Zwischen beiden Erschütterungen lagen laut USGS nur 39 Sekunden. Das erste Beben ereignete sich am Mittwoch um 18.04 Uhr (Ortszeit) 24 Kilometer östlich von San Felipe im Nordwesten des Landes in einer Tiefe von 21,9 Kilometern.
Das zweite, stärkere Erbeben ereignete sich wenige Kilometer weiter nördlich in nur rund zehn Kilometern Tiefe. Wegen der geringen Tiefe dürften die Auswirkungen des zweiten Bebens größer sein.
Mit einer stärke von 7,5 ist das Erdbeben laut der USGS das Heftigste in dem südamerikanischen Land seit mehr als einem Jahrhundert. Ein noch stärkeres Beben der Stärke 7,7 gab es zuletzt im Jahr 1900 nordöstlich der Hauptstadt Caracas vor der Küste Venezuelas.
25. Juni, 11.58 Uhr: Es bebte an einem Feiertag
Die Beben, die laut der US-Erdbebenwarte USGS eine Stärke von 7,2 und 7,5 hatten, ereigneten sich gegen 18 Uhr Ortszeit an einem Feiertag.
Viele Menschen waren daher zu Hause oder verbrachten die Zeit im Freien. Am 24. Juni erinnert Venezuela an die Schlacht von Carabobo gegen die spanische Kolonialmacht im Jahre 1821. "Es sind intensive Rettungsarbeiten zugange, um die Leben zu retten, die Gott uns retten lässt", sagte die Präsidentin.
Die bislang gemeldeten 32 Toten seien nicht aus La Guaira. Sie sprach von einer Tragödie und einem Erdbeben "noch nie dagewesenen Ausmaßes" in dem südamerikanischen Land. Vergleichbare Erdstöße hatte es zuletzt im Jahr 1900 gegeben.
25. Juni, 11.32 Uhr: Trump will seinen "neuen Freunden" helfen
US-Präsident Donald Trump (80) sicherte dem Land schnelle Hilfe zu. Er habe alle US-Behörden angewiesen, sich darauf vorzubereiten, schnell zu helfen, schrieb er auf seiner Plattform Truth Social.
Die beiden Erdbeben seien von "massivem Ausmaß" gewesen und hätten zu einer "verheerenden Zahl Toter" geführt, schrieb Trump. Er machte dabei keine Angaben dazu, auf welche Informationen sich seine Aussage zur Opferzahl stützte.
"Wir werden für unsere neuen und großartigen Freunde da sein", schrieb Trump - wohl mit Blick auf die Übergangsregierung in Caracas. Weiter erklärte er in Bezug auf das wahrscheinliche Ausmaß der Folgen: "Die ersten Berichte sind nicht gut!!!"
US-Außenminister Marco Rubio erklärte kurze Zeit später, die Regierung bringe sofort Such- und Rettungsmannschaften sowie humanitäre und medizinische Hilfe auf den Weg. Auch andere Länder sagten sofort Hilfe zu.
25. Juni, 10.44 Uhr: Pistorius bietet Venezuela Hilfe der Bundeswehr an
Verteidigungsminister Boris Pistorius (66) hat nach den verheerenden Erdbeben in Venezuela Hilfe der Bundeswehr angeboten.
"Die Bundeswehr steht bereit und kann kurzfristig bis zu sechs Transportflugzeuge A400 M zur Verfügung stellen, sobald Unterstützung von uns angefordert wird", erklärte der SPD-Politiker über den Whatsapp-Kanal des Ministeriums.
So könnten Personal und Material des Technischen Hilfswerks (THW) nach Venezuela gebracht, aber auch Transportflüge innerhalb Venezuelas ermöglicht werden. Die Transportflüge würden auch den Partnern vor Ort angeboten.
"Die Nachricht von den vielen Tausenden Toten in Venezuela hat mich tief erschüttert. Die beiden Erdbeben sollen mit die schwersten des laufenden Jahres gewesen sein. Jetzt gilt es, schnell Hilfe zu leisten", schrieb Pistorius. Er danke allen Soldaten, die sich jetzt bereits auf diesen Einsatz vorbereiteten.
25. Juni, 9.36 Uhr: Innenminister: "Äußerst alarmierende Situation"
Der Präsident der Dominikanischen Republik, Luis Abinader (58), erklärte spezialisierte Such- und Rettungsteams der Streitkräfte würden am Morgen nach Venezuela aufbrechen.
"Wir haben es mit einer äußerst alarmierenden Situation zu tun", sagte Innenminister Diosdado Cabello (63) im Fernsehen. Er rief die Menschen dazu auf, an sicheren Orten zu bleiben.
Nach schweren Erdbeben seien normalerweise Nachbeben zu erwarten, die bereits beschädigte Gebäude zum Einsturz bringen könnten, warnte der Minister. Um Explosionen zu verhindern, hätten die Behörden angeordnet, die Gaszufuhr zu unterbrechen.
25. Juni, 8.12 Uhr: Fotos und Videos zeigen Ausmaß der Schäden in Venezuela
In sozialen Netzwerken kursierten Videos von beschädigten Gebäuden und Schäden unter anderem am Flughafen von Caracas.
Die geschäftsführende Präsidentin sprach von einem "Vorfall mit schwerwiegenden Folgen". Das US-Außenministerium richtete nach eigenen Angaben einen Krisenstab ein, um in Absprache mit der venezolanischen Regierung Such- und Rettungsmannschaften sowie humanitäre und medizinische Hilfe zu schicken.
Der Präsident von El Salvador, Nayib Bukele (44), schrieb ebenfalls auf der Plattform X, es stünden 300 Rettungskräfte und Sanitäter sowie 50 Tonnen Hilfsgüter bereit, um in die venezolanische Hauptstadt Caracas gebracht zu werden.
Die US-Erdbebenwarte USGS gab die Stärke der beiden Erdbeben mit 7,2 und 7,5 an. Eine Modellrechnung der Behörde legte nahe, dass eine sehr hohe Opferzahl zu befürchten ist.