Noch kein Ende in Sicht: Einsatzkräfte kämpfen gegen Glut auf dem Saurüsselkopf

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Von Sophie Brössler

Ruhpolding - Nach dem Waldbrand am Saurüsselkopf bei Ruhpolding kämpfen die Einsatzkräfte weiter gegen Glutnester. Der Einsatz werde wohl noch einige Tage dauern, sagte ein Sprecher des Kreisfeuerwehrverbands Traunstein.

Einsatzkräfte kämpfen noch gegen Glutnester auf dem Saurüsselkopf.
Einsatzkräfte kämpfen noch gegen Glutnester auf dem Saurüsselkopf.  © Uwe Lein/dpa

Das offene Feuer sei zwar am Donnerstag gelöscht worden. Doch das Wetter in der Region - warm, trocken und windig - begünstigte, dass sich teils unterirdische Glutnester entzündeten. 

Der Kreisfeuerwehrverband teilte weiter mit, dass es am Samstagabend durch Wind und Trockenheit erneut zu Rauch- und Glutentwicklung in dem Bergwald kam. Mithilfe eines Hubschraubers seien die Glutnester gelöscht worden. In der Nacht zu Sonntag seien dann lediglich weitere Kontrollen nötig gewesen. Seit dem Morgen waren rund 330 Kräfte für Nachlöscharbeiten im Einsatz. 

Für das Finden und Bekämpfen der Glutnester werden Hubschrauber, Drohnen und Bodentrupps eingesetzt. Feuerwehr, Spezialisten der Bergwacht und die Polizei arbeiten eng zusammen, viele der Einsatzkräfte sind Ehrenamtliche aus der Region.

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"Es sind viele Glutnester, die alle einzeln nacheinander gelöscht werden müssen", erklärte der Sprecher des Kreisfeuerwehrverbands. Zudem müsse man im steilen Bergwald mit Gebirgsspezialisten in Sicherungen arbeiten. "Das macht die Arbeiten sehr aufwendig und sehr zeitintensiv." 

Mithilfe von Hubschraubern wollen Einsatzkräfte den Waldbrand löschen.
Mithilfe von Hubschraubern wollen Einsatzkräfte den Waldbrand löschen.  © Uwe Lein/dpa
Die Feuerwehr arbeitet immer noch auf Hochtouren.
Die Feuerwehr arbeitet immer noch auf Hochtouren.  © Uwe Lein/dpa

Einer der größten Waldbrände der vergangenen Jahrzehnte

Im schwer erreichbaren Gebiet sei das Löschen Handarbeit, teilte der Kreisfeuerwehrverband mit. Der Waldboden müsse mit Werkzeugen Schicht für Schicht geöffnet werden, um an die versteckte Glut zu kommen. Um auch abseits von Schlauchleitungen zu löschen, werden kleine Strahlrohre oder Löschrucksäcke genutzt, gefüllt mit 20 Litern Wasser. 

Am Donnerstag war es den Einsatzkräften nach tagelangem Kampf gegen die Flammen gelungen, das offene Feuer zu löschen. Zeitweise waren fast 300 Kräfte beteiligt. Das Feuer war vor einer Woche entdeckt worden.

Laut Bayerns Forstministerin Michaela Kaniber (48, CSU) handelt es sich um einen der größten Waldbrände in Bayern in den vergangenen Jahrzehnten. Die Ursache ist noch unklar.

Titelfoto: Uwe Lein/dpa

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