Waldbrand im Chiemgau außer Kontrolle: Bundeswehr greift ein

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Von Sabine Dobel, Simon Sachseder

Ruhpolding - Seit Samstag lodern auf dem Saurüsselkopf im Chiemgau die Flammen. Heute wird der Kampf gegen den Waldbrand intensiv fortgesetzt – die Bundeswehr soll mit Hubschraubereinsätzen helfen.

Die Löscharbeiten sind mithilfe von Hubschraubern im vollen Gange.
Die Löscharbeiten sind mithilfe von Hubschraubern im vollen Gange.  © NEWS5 / Lars Haubner

Deren Hubschrauber könnten rund 5.000 Liter Wasser transportieren, deutlich mehr als die Hubschrauber der Polizei, sagte der Traunsteiner Landrat Andreas Danzer (Freie Wähler). Insgesamt sollen heute rund zehn Hubschrauber von verschiedenen Betreibern eingesetzt werden. 

Das Landratsamt beschrieb die Lage der Nacht als "dynamisch". Die wechselnde Windrichtung habe zu einer Rauchausbreitung geführt. An der Ostseite des Berges sei es teilweise zu Steinschlag gekommen. Im Süden hätten die Hitzeentwicklung und die Flammenbildung zugenommen. 

Insbesondere im Bereich Ruhpolding, Laubau, Chiemgau Arena könne es zu Rauch- und Geruchswahrnehmungen kommen, je nach Windverhältnissen auch in angrenzenden Bereichen. Das Landratsamt ging aber weiter von keiner unmittelbaren Gefahr für die Menschen vor Ort aus.

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Bei wahrnehmbarem Rauch oder Ascheregen sind die Bürgerinnen und Bürger gebeten, Fenster und Türen geschlossen zu halten und Lüftungsanlagen auszuschalten. 

Katastrophenfall ausgerufen

Vor Ort helfen die Einsatzkräfte zusammen.
Vor Ort helfen die Einsatzkräfte zusammen.  © NEWS5 / Lars Haubner

Danzer hatte am Vortag den Katastrophenfall ausgerufen. Schätzungen zufolge seien 50 bis 60 Hektar Wald in Brand geraten, hieß es am Montag vom Landratsamt. Das Feuer bedroht ein Trinkwasserschutzgebiet. "Wir müssen die Quelle schützen. Die Quelle versorgt 30.000 Bürgerinnen und Bürger", sagte Danzer. Ihr Schutz bleibe zentrale Aufgabe der Maßnahmen. 

Rund 250 Einsatzkräfte sollen heute vor Ort sein. Unter anderem sollen sogenannte Abwurfkoordinatoren die Löschmaßnahmen gezielt aus der Luft unterstützen.

Zudem werde man lageabhängig weitere Einsatzmittel und -kräfte vorbereiten, hieß es nach einer Lagebesprechung am Dienstagmorgen.

Titelfoto: NEWS5 / Lars Haubner

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