25.000 Quadratmeter betroffen: Feuerwehr bringt Waldbrand in Hessen unter Kontrolle
Rheingau-Taunus-Kreis/Bad Schwalbach - Nach über 20 Stunden hat die Feuerwehr den Waldbrand im südhessischen Rheingau-Taunus-Kreis mittlerweile unter Kontrolle.
Zurzeit müssten aber noch Glutnester gelöscht werden, teilte die Feuerwehr mit. Das werde noch den ganzen Tag andauern und müsse gegebenenfalls auch am Freitag fortgesetzt werden. Zudem werden angebrannte oder gebrochene Bäume gefällt, damit sie nicht umkippen und die Einsatzkräfte gefährden können.
Von dem Brand zwischen Bad Schwalbach-Hettenhain und Taunusstein-Seitzenhahn waren laut eines Sprechers der Feuerwehr rund 25.000 Quadratmeter Wald betroffen.
"In der Nacht waren rund 100 Einsatzkräfte vor Ort. Am Donnerstagmorgen wurden sie durch etwa 100 ausgeruhte Kräfte abgelöst", ergänzte der Sprecher. Für die Löscharbeiten waren insgesamt rund 700 Einsatzkräfte mobilisiert worden.
Die Arbeiten gestalteten sich schwierig: Insbesondere "Wind, Hanglage und große Mengen Totholz" hätten zu einer "sehr dynamischen Brandausbreitung" geführt. "Durch den Brand geschädigte Bäume stürzten wiederholt um und gefährdeten die Einsatzkräfte", hieß es.
In der Nacht hätten die Feuerwehrleute wegen der Dunkelheit und der Gefahr umstürzender Bäume nur von den Waldwegen aus tätig werden können.
Zweiter "intensiver Waldbrand" bei Bad Schwalbach am Mittwochabend
Das Feuer war am Mittwoch ausgebrochen. Zunächst standen rund 10.000 Quadratmeter Wald in Flammen, doch durch Funkenflug breiteten sich das Feuer rasch aus. Am Mittwochabend waren rund 20.000 Quadratmeter betroffen, Donnerstagmorgen dann etwa 25.000 Quadratmeter.
Zudem brach am Mittwochabend gegen 20 Uhr "ein weiterer intensiver Waldbrand rund vier Kilometer entfernt bei Bad Schwalbach-Fischbach" aus, fügte der Sprecher hinzu. Hier standen rund 10.000 Quadratmeter in Flammen, etwa 100 Feuerwehrleute rückten aus. Am frühen Donnerstagmorgen war dieser zweite Waldbrand gelöscht.
"Es gilt als sehr unwahrscheinlich, dass dieser Brand durch Funkenflug oder andere Auswirkungen des ursprünglichen Waldbrandes entstanden ist", mutmaßte der Sprecher. Die Brandursache sei noch völlig unklar.
Erstmeldung vom 6. August um 10.31 Uhr; Update um 17.44 Uhr.
Titelfoto: 5VISION.NEWS

