Flammen außer Kontrolle: Rauchwolken sorgen in Deutschland für Unruhe
Oostrum/Kleve - Im Naturschutzgebiet "De Rosmolen" bei Oostrum in der Provinz Limburg (Niederlande) wütet seit Montag ein großes Feuer. Die Rauchwolken haben auch auf der angrenzenden deutschen Seite für Unruhe gesorgt.
Im gesamten Gebiet des Kreises Kleve (Nordrhein-Westfalen) komme es schon den ganzen Dienstag über in unterschiedlichem Ausmaß zu einem unangenehmen Brandgeruch, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Je nachdem wie der Wind wehe und sich drehe, wechsle die örtliche Belastung. "Es besteht aber keine Gefahr für die Bevölkerung."
Der Großbrand ist bisher nicht unter Kontrolle. Das Feuer hatte sich bis in den frühen Morgen über die Baumkronen ausgebreitet, doch die Lage sei nun stabil, teilten die Sicherheitsbehörden später mit.
Rund 250 Feuerwehrleute und auch erneut Löschhubschrauber der Armee seien im Einsatz, etwa 100 Hektar Fläche betroffen. Jetzt werde versucht, eine weitere Ausbreitung zu verhindern, sagte ein Behördensprecher. "Der Wind hat etwas nachgelassen, das ist günstig."
Die niederländischen Kollegen hätten bisher die Feuerwehren im Kreis Kleve nicht um Unterstützung gebeten, berichtete der dortige Sprecher. Daher seien auf deutscher Seite keine Kräfte involviert, aber bei Bedarf grundsätzlich einsatzbereit. Man beobachte die Lage genau. Bislang sei es auf NRW-Seite nicht zu einem Brandereignis gekommen.
Es habe mehrere Anrufe besorgter Bürger aus dem Kreis gegeben, schilderte der Sprecher in Kleve weiter. Man habe die Bevölkerung vorsorglich über die Nina-Warnapp gebeten, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Am Flughaben Weeze laufe der Verkehr normal.
Erstmeldung vom 4. August, 10.26 Uhr. Letzte Aktualisierung am 4. August, 18.09 Uhr.
Titelfoto: Rob Engelaar/ANP/dpa
