Waldbrand in Böhmischer Schweiz endlich unter Kontrolle

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Von Michael Heitmann

Jetřichovice (Tschechien) - Aufatmen in Tschechien! Der Waldbrand im tschechischen Nationalpark Böhmische Schweiz nahe der Grenze zu Sachsen ist unter Kontrolle. Das Einsatzgebiet habe von rund 100 auf 20 Hektar verkleinert werden können, teilte die Feuerwehr mit.

Nach Tagen im Einsatz schrumpft das Brandgebiet im Nationalpark Böhmische Schweiz nahe der Grenze zu Sachsen deutlich.
Nach Tagen im Einsatz schrumpft das Brandgebiet im Nationalpark Böhmische Schweiz nahe der Grenze zu Sachsen deutlich.  © Hájek Ondøej/CTK/dpa

Die Löscharbeiten dürften indes noch bis Ende der Woche andauern. Die Zahl der Kräfte von zuletzt knapp 550 solle um ein Drittel auf knapp 370 verringert werden. "Die Lage sieht jetzt optimistisch aus", hieß es. Sechs Hubschrauber sollen weiter mit Außenlastbehältern aus der Luft Wasser abwerfen.

Ein Feuerwehrmann musste wegen Überhitzung behandelt werden. Der Waldbrand war am Samstag bei dem Dorf Rynartice, einem Teil der Gemeinde Jetřichovice, ausgebrochen. Die Ermittlungen stehen noch am Anfang.

Die Nationalparkverwaltung geht von einer menschlichen Ursache wie einer achtlos weggeworfenen Zigarettenkippe oder einem Lagerfeuer aus.

Waldbrand im Nationalpark: 500 Rettungskräfte vor Ort, Hubschrauber im Dauereinsatz
Waldbrand Waldbrand im Nationalpark: 500 Rettungskräfte vor Ort, Hubschrauber im Dauereinsatz

Der Nationalpark unweit der Elbe ist bei Touristen und Wanderern beliebt. Er grenzt an die Sächsische Schweiz auf deutscher Seite und umfasst rund 79 Quadratkilometer.

Das schwer zugängliche Gelände erschwert die vollständige Löschung des Brandes.

Drohnen mit Wärmebildkameras unterwegs

Nachts sind unter anderem Drohnen mit Wärmebildkameras im Einsatz, um wieder aufflammende Glutnester zu entdecken. Tschechien ersuchte bereits am Wochenende über den EU-Zivilschutz-Mechanismus um Unterstützung.

Die Slowakei stellte daraufhin zwei mittelgroße Transporthubschrauber des Typs Sikorsky UH-60 Black Hawk zur Verfügung.

Titelfoto: Hájek Ondøej/CTK/dpa

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