Waldbrand im Nationalpark lodert noch immer: Jetzt hoffen alle auf dasselbe
Bad Schandau/Jetřichovice - Seit Samstag lodert der tschechische Nationalpark Böhmische Schweiz. Nur wenige Kilometer von der Grenze zu Sachsen entfernt kämpften auch am Montag Hunderte Einsatzkräfte gegen den Waldbrand. Die Flammen konnten sich zwar nicht ausbreiten, aber weiterhin gilt höchste Warnstufe.
Tomáš Salov (51) vom Nationalpark konstatiert im Gespräch mit TAG24 nach einem weiteren Kampftag: "Der Brand ist nicht als gelöscht anzusehen, aber breitet sich auch nicht aus."
Rund 100 Hektar stünden weiterhin in Flammen. Mittlerweile seien acht Hubschrauber bis zur Dämmerung in der Luft und 350 Kameraden auf dem Boden im Einsatz: "Wir werden die ganze Nacht löschen."
Von vier Brandgebieten sind inzwischen zwei unter Kontrolle. In der Nacht kommen Drohnen zum Einsatz. Sie sollen Glutnester aufspüren, damit Löschhubschrauber am Morgen gezielt attackieren können.
Immerhin: Nach mehreren Bränden auch in Sachsen sinkt ab Dienstag die Waldbrandgefahr auf mittlere bis geringe Stufe.
Hoffnung: Regen
Der Deutsche Wetterdienst kündigt einen Hoffnungsschimmer an: Es seien Schauer und Regen in der Grenzregion möglich.
Darauf setzt auch Hanspeter Mayr (61) vom Nationalpark Sächsische Schweiz. Seit Ausbruch des Feuers steht er im engen Austausch mit den tschechischen Kollegen.
Am Samstag kam unmittelbar nach Ausbruch des Feuers der Anruf "mit dem Hinweis, dass es acht Kilometer von uns entfernt brennt".
Beeindruckt zeigt er sich angesichts der "Schlagkraft unserer Nachbarn": "Da waren sofort mehrere hundert Kräfte und Hubschrauber aus dem ganzen Land im Einsatz. Jetzt hoffen wir mal, dass es regnet."
Titelfoto: xcitepress/rico loeb

