Spanien - Die Feuerwehr hat den verheerenden Waldbrand in der südspanischen Region Andalusien zunehmend unter Kontrolle.
Nach Angaben des andalusischen Katastrophenschutzministers Antonio Sanz auf der Plattform X ermöglichten günstigere Wetterbedingungen erstmals seit Ausbruch des Feuers am Donnerstag einen offensiven Löscheinsatz.
In dem schwer zugänglichen Gebiet mit steilen Schluchten wurden bereits 6600 Hektar Land zerstört. Mindestens zwölf Menschen kamen ums Leben, nachdem sie in ihren Fahrzeugen von den Flammen eingeschlossen worden waren. In der Nacht zum Samstag wurden keine weiteren Todesopfer gefunden. Sieben Menschen gelten weiterhin als vermisst.
Die Opfer stammten aus verschiedenen Ländern. Nach Behördenangaben hielten sich einige nicht an die Evakuierungsanweisungen oder suchten nicht die empfohlenen Schutzorte auf.
Rund 500 Feuerwehrleute, unterstützt von Soldaten und mehr als 20 Löschflugzeugen, kämpfen weiterhin gegen das Feuer. Man sei mittlerweile im "Angriffsmodus", um die Flammen schnellstmöglich zu bändigen.
Betroffene schilderten dramatische Szenen. Die 72-jährige Anwohnerin Manoli Ramos sprach von "der Hölle", als die Flammen ihr Heimatdorf Bédar bedrohten. Der 87-jährige Brite Austin Crilly berichtete, Einsatzkräfte hätten ihn aufgefordert, nur das Nötigste mitzunehmen und sein Haus sofort zu verlassen.
Fortschritte im Kampf gegen tödlichen Waldbrand in Andalusien
Etwa 1500 Menschen wurden vorsorglich in Sicherheit gebracht. Als mögliche Brandursache gilt eine abgerissene Stromleitung, die trockenes Buschland entzündet haben könnte.
Spanien leidet seit Jahren unter zunehmenden Hitzewellen und Trockenperioden, die das Risiko schwerer Waldbrände deutlich erhöhen.