Waldbrände wüten heftig weiter: Junger Feuerwehrmann (†22) stirbt im Einsatz

Von Laetitia Drevet, Valentin Graff

Albertville (Frankreich) - Inmitten einer erneuten Hitzewelle kämpft die Feuerwehr in Südfrankreich weiter gegen mehrere schwere Waldbrände. Im südöstlichen Département Savoyen kam ein 22-jähriger Feuerwehrmann bei Löscharbeiten ums Leben, wie Innenminister Laurent Nuñez (62) am Mittwoch mitteilte. Die Bekämpfung eines großen Feuers in den Pyrenäen gestaltet sich wegen der Hitze weiter schwierig.

Ein verbrannter Wald im südfranzösischen Departement Hérault.  © GABRIEL BOUYS / AFP

Der Feuerwehrmann von der freiwilligen Feuerwehr von Albertville hatte am frühen Mittwochmorgen gegen einen Buschbrand gekämpft, als er von einem herabstürzenden Felsblock getroffen und fortgerissen wurde, wie Innenminister Nuñez im Onlinedienst X mitteilte.

Der 22-Jährige hatte gegen ein Feuer gekämpft, das am 24. Juni in schwer zugänglichem Gebiet in der Kommune Planay durch ein Gewitter ausgelöst worden war. Es hatte sich am Wochenende wegen heftigen Winds intensiviert und breitete sich bis Dienstagabend auf 30 Hektar aus. Nach Angaben der Präfektur von Savoyen musste eine Landstraße vorsichtshalber gesperrt werden.

In den Pyrenäen im Süden Frankreichs sind seit Tagen rund 800 Feuerwehrleute im Einsatz, um einen Waldbrand in der Nähe von Perpignan einzudämmen. Die Flammen haben seit Samstag bereits 4900 Hektar Vegetation niedergebrannt und zahlreiche Häuser beschädigt.

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Die Lage sei wegen hoher Temperaturen, niedriger Luftfeuchtigkeit und des Tramontane-Winds weiter "schwierig" für die Brandbekämpfer, erklärte die Präfektur des Départements Pyrénées-Orientales am Dienstagabend. Wegen der sich ausbreitenden Flammen waren am Sonntag 12.000 Menschen in Sicherheit gebracht worden.

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Eine dichte Rauchwolke in der Region Aspres, aufgenommen im Ort Montalba-le-Château.  © JEAN-CHRISTOPHE MILHET / AFP

Temperaturen von circa 40 Grad im Südosten Frankreichs

Blick auf ein abgebranntes Haus in Rodes im Südwesten Frankreichs.  © ALEXANDRE DIMOU / POOL / AFP

Im Süden des südöstlichen Départements Drôme breitete sich in den vergangenen Tagen ein Feuer in einer unbewohnten Bergregion auf einer Fläche von rund 2000 Hektar aus. Zwei Ferienlager wurden vorsorglich evakuiert. Die Eindämmung des Brandes in schwer zugänglichem Gebiet gestaltete sich schwierig, weil die Löschflugzeuge immer noch in den Pyrenäen im Einsatz waren.

Weitere Waldbrände wüteten in den südöstlichen Départements Lozère und Hérault sowie auf Korsika. Auf der Ferieninsel musste die Hauptverbindungsstraße zwischen Ajaccio und Bastia gesperrt werden.

Die Brandbekämpfung wird durch die gegenwärtige Hitzewelle in Südeuropa erschwert. Am Mittwoch stieg die Zahl der französischen Départements, für die die zweithöchste Hitze-Warnstufe orange galt, von 61 auf 67.

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Vielerorts herrschten Temperaturen von weit über 30 Grad, im Südosten des Landes war es sogar um die 40 Grad heiß.

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