Dresden - Ein Neuanfang fast ohne Inhalt: Nach rund zwei Jahren hatte der Rechtsextremist und Pegida-Gründer Lutz Bachmann (53) für Dienstag zu einer Demonstration auf den Neumarkt gerufen. Wie versprochen ohne Bühne und auch das Pegida-Banner fehlte.
Ganz ohne Rede, wie ebenfalls angekündigt, ging es dann doch nicht: Bachmann erklärte seinen rund 500 Anhängern nochmal, dass er nicht viel sagen wolle, weil ja eh schon alles gesagt sei.
Eigentlich sollte es dann ohne Sprechchöre durch die Stadt gehen, einzelne Teilnehmer skandierten jedoch trotzdem "Ostdeutschland". Diese wurden aber von anderen Teilnehmern rüde unterbrochen, da Ostdeutschland heute in Polen läge. Vereinzelt ertönte auch die verbotene NS-Parole "Deutschland erwache".
Am Ende der Versammlung, die insgesamt dreimal auf Protest traf, rief Bachmann zu Spenden für den Neonazi Max Schreiber (39) wegen seiner Gerichtsprozesse auf und kündigte an, im Dezember wieder demonstrieren zu wollen.
Wie schon zu Pegida-Ur-Zeiten kam es am Ende der Versammlung nochmal zu Angriffen auf Pressevertreter. Ansonsten blieb es friedlich.