Ex-RAF-Terroristin Klette: Staatsanwaltschaft will 15 Jahre Haft

Von Mirjam Uhrich, Helen Hoffmann, Janet Binder

Verden - Im Prozess gegen die ehemalige RAF-Terroristin Daniela Klette (67) vor dem Landgericht Verden hat die Staatsanwaltschaft eine 15-jährige Haftstrafe gefordert. 

Der Prozess gegen Ex-RAF-Terroristin Daniela Klette (67) nähert sich seinem Ende.  © Sina Schuldt/dpa

Aus Sicht der Anklagebehörde steht fest, dass die Angeklagte mit ihren mutmaßlichen Komplizen Burkhard Garweg (57) und Ernst-Volker Staub (72) mehrere Raubüberfälle begangen hat.

Sie habe dabei eine "hohe kriminelle Energie" und ein "brachiales Vorgehen" an den Tag gelegt. Während des Prozesses habe Klette keinerlei Reue gezeigt.

Der 67-Jährigen wird unter anderem versuchter Mord, schwerer Raub und Verstöße gegen Waffengesetze vorgeworfen.

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Nach mehr als einem Jahr Verhandlung begannen am Dienstag die Plädoyers. "Das sind Delikte mit ganz erheblicher krimineller Energie", sagte Staatsanwältin Annette Marquardt zu Beginn ihres Schlussvortrags. Sie schilderte detailliert die einzelnen Überfälle und begründete, warum sie keinen Zweifel an der Schuld der Angeklagten habe.

Am heutigen Mittwoch wird sie weitere 20 Seiten mit dem Strafmaß vortragen, dann sollen die Plädoyers von zwei Nebenklägern folgen.

Laut Anklage soll Klette mit den ehemaligen RAF-Terroristen Garweg und Staub (72) Geldtransporter und Supermärkte in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein überfallen haben.

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Demnach soll das Trio zwischen 1999 und 2016 mehr als 2,7 Millionen Euro erbeutet haben, um sein Leben im Untergrund zu finanzieren. Ermittler nahmen Klette im Februar 2024 in ihrer Berliner Wohnung fest, von Garweg und Staub fehlt weiter jede Spur.

Erstmeldung um 6 Uhr, zuletzt aktualisiert um 11.20 Uhr

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