Prozess gegen RAF-Terroristin Klette: Staatsanwaltschaft erhebt schwere Vorwürfe im Plädoyer

Von Mirjam Uhrich

Verden/Berlin - Im Prozess gegen die ehemalige RAF-Terroristin Daniela Klette (67) hat die Staatsanwaltschaft am Dienstag mit ihrem Plädoyer begonnen.

Der Prozess gegen Ex-RAF-Terroristin Daniela Klette (67) nähert sich seinem Ende.  © Sina Schuldt/dpa

"Das sind Delikte mit ganz erheblicher krimineller Energie", sagte Staatsanwältin Annette Marquardt zu Beginn ihres Schlussvortrags am Landgericht Verden.

Sie wirft Klette vor, sich selbst als Opfer des Staates dargestellt und die Taten "in unerträglicher Weise bagatellisiert" zu haben.

Laut Anklage soll Klette mit den ehemaligen RAF-Terroristen Burkhard Garweg (57) und Ernst-Volker Staub (72) Geldtransporter und Supermärkte in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein überfallen haben.

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Demnach soll das Trio zwischen 1999 und 2016 mehr als 2,7 Millionen Euro erbeutet haben, um sein Leben im Untergrund zu finanzieren. 

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Ermittler nahmen Daniela Klette im Februar 2024 in ihrer Berliner Wohnung fest, von Burkhard Garweg und Ernst-Volker Staub fehlt weiter jede Spur.

Erstmeldung von 6.13 Uhr, aktualisiert um 11.44 Uhr.

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