Inhaftierte Berliner Reichsbürger-Richterin des Dienstes enthoben

Berlin - Die bei einer Großrazzia gegen die "Reichsbürger"-Szene inhaftierte Berliner Juristin Birgit Malsack-Winkemann (58) darf vorerst nicht weiter als Richterin tätig sein.

Von 2017 bis 2019 war Birgit Malsack-Winkemann (58) Mitglied des Bundestags für die AfD. (Archivfoto)
Von 2017 bis 2019 war Birgit Malsack-Winkemann (58) Mitglied des Bundestags für die AfD. (Archivfoto)  © Bernd von Jutrczenka/dpa

Das hat das Verwaltungsgericht Berlin in einem dienstgerichtlichen Verfahren entschieden, wie eine Sprecherin am Donnerstag mitteilte.

Zudem werden der Richterin die monatlichen Dienstbezüge um 50 Prozent gekürzt. Das Gericht folgte damit einem entsprechenden Antrag der Senatsverwaltung für Justiz, Vielfalt und Antidiskriminierung.

Gegen den Beschluss sei innerhalb von zwei Wochen eine Beschwerde beim Dienstgerichtshof am Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg (OVG) möglich, hieß es.

"Reichsbürger"-Prozess: Astrologin berichtet von den Machenschaften der Gruppe Reuß
Reichsbürger "Reichsbürger"-Prozess: Astrologin berichtet von den Machenschaften der Gruppe Reuß

Malsack-Winkemann war vergangenen Dezember bei der Großrazzia verhaftet worden und befindet sich in Untersuchungshaft.

Von 2017 bis 2021 saß sie für die AfD im Bundestag, im März 2022 kehrte sie in den Richterdienst zurück.

Titelfoto: Bernd von Jutrczenka/dpa

Mehr zum Thema Reichsbürger: