Neue Nachtzugverbindung von Hamburg nach Stockholm startet holprig

Hamburg - Von Deutschland geht es klimafreundlicher nach Schweden: Diesen Donnerstag fährt der erste Nachtzug von Hamburg nach Stockholm. Die Reise dauert vergleichsweise lange. Zur Premiere gibt es ein großes Problem.

Im Nachtzug lassen sich weite Strecken beispielsweise in so einem Liegeabteil schlafend zurücklegen. (Symbolbild)
Im Nachtzug lassen sich weite Strecken beispielsweise in so einem Liegeabteil schlafend zurücklegen. (Symbolbild)  © Christian Beutler/KEYSTONE/dpa

Um 21.55 Uhr startet der Zug aus Altona in Richtung Schweden. Der neue SJ EuroNight fährt täglich und hält zwischendurch in Odense, am Flughafen Kopenhagen, in Malmö, Lund, Hässleholm, Alvesta, Nässjö, Linköping und Norrköping, bis er sein Ziel Stockholm nach zwölf Stunden Fahrt und 1150 zurückgelegten Kilometern um 9.55 Uhr erreicht.

Das klimabelastendere Flugzeug braucht für die direkte Distanz anderthalb Stunden – ohne Zeit für Check-in und Abfertigung.

In die Gegenrichtung geht es um 17.34 Uhr los, in Hamburg kommt der Zug um 6.35 Uhr – am Sonntag erst um 8.51 Uhr – an. Betrieben wird die Linie von der schwedischen Staatsbahn SJ. Sitzwagen, Schlafabteile und Schlafwagen werden versprochen, um dort zu schlafen und entspannt sowie ausgeruht anzukommen.

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Doch ausgerechnet an diesem Versprechen der SJ hapert es. Die ersten EuroNight-Züge werden deutlich kürzer als geplant.

Dänische Bürokratie behindert Nachtzug von Hamburg nach Stockholm

Bis der SJ EuroNight wie geplant fahren kann, dürfte es noch etwas dauern. (Symbolbild)
Bis der SJ EuroNight wie geplant fahren kann, dürfte es noch etwas dauern. (Symbolbild)  © Bodo Marks/dpa

Nur wenige Liegewagen und keine Schlafwaggons werden auf die Schiene gesetzt, teilte die schwedische Bahn mit. Grund dafür sei ein verzögertes Genehmigungsverfahren. Die Waggons müssen für den internationalen Verkehr zugelassen sein. In Schweden und Deutschland sei das geschehen, nur aus Dänemark fehle derzeit die Zulassung.

Aufgrund des verringerten Angebots mussten auch bereits gebuchte Tickets storniert werden. Fahrkarten zu buchen, funktioniert derzeit weder über die SJ noch die ÖBB, die Kooperationspartner ist und selbst viele Nachtzüge in Europa anbietet. Bei der Deutschen Bahn wird auf einen telefonischen Buchungsservice verwiesen. Wann die endgültige Genehmigung aus Dänemark für die Waggons kommen soll, ist unklar.

Einzeltickets gibt es ab 24,90 Euro für einen Platz im Sitzwagen, 44,90 Euro für ein Bett im Liegewagen (Abteil für 1 bis 6 Menschen) und 79,90 Euro für ein Bett im Schlafwagen (Abteil für 1 bis 2 Personen). Je nach Auslastung können die Preise höher liegen.

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Wie immer gilt: Wer frühzeitig und außerhalb der Hauptreisetage bucht, fährt günstiger.

Titelfoto: Christian Beutler/KEYSTONE/dpa

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