Sommerurlaub in Europa ohne Massentourismus: Das sind die absoluten Geheimtipps

Europa - Der Krieg im Iran hat für viele den Sommerurlaub durcheinandergebracht: Ziele im Nahen Osten und in Asien fallen oftmals flach. Doch auch Europa hat allerhand zu bieten - und es gibt sie tatsächlich noch: die absoluten Geheimtipps ohne Massentourismus.

Das ruhige Hinterland von Andalusien

Geschichte pur: Die berühmte Alhambra in Granada ist eine prachtvolle mittelalterliche Stadtburg. Im Hintergrund thronen die Gipfel der Sierra Nevada.  © 123RF/gekaskr

Mallorca, Ibiza und Teneriffa - hier fliegen fast alle hin. Doch das wunderschöne Andalusien im Süden von Spanien haben wohl die wenigsten auf dem Schirm.

Die bekanntesten Städte wie Sevilla, Granada oder Málaga sind zweifellos beeindruckend, doch im Sommer sehr heiß und teilweise überlaufen.

Der wahre Zauber beginnt abseits der Hotspots - im Hinterland. Nur ein bis zwei Autostunden von der belebten Küste entfernt verstecken sich kleine weiße Dörfer. Wer keine Lust auf Touristenmassen hat, ist hier genau richtig.

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Vor allem die Gemeinden Zahara de la Sierra oder Olvera sind wunderschön. Hier tickt die Zeit zwischen den weißen Fassaden noch langsamer, zudem gibt's hier echtes spanisches Flair.

Dazu kommt: In Andalusien sind Fincas (Deutsch: Landgüter) im Vergleich zu Mallorca viel günstiger. Die meisten der Ferienhäuser haben sogar einen privaten Pool.

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Ein Geheimtipp: Die kleine Gemeinde Olvera liegt im Hinterland von Andalusien. Hier gibt's authentisches Spanien-Feeling mit engen Gassen, gutem Essen und wenigen Touristen.  © privat
Auch ein Besuch in der kleinen Küstenstadt Nerja in Andalusien sollte nicht fehlen.  © privat
Sevilla, Granada oder Málaga: Ab vielen deutschen Großstädten gibt's im Sommer tägliche Verbindungen nach Andalusien.  © 123RF/serjio74

Albanien, das wohl unterschätzteste Reiseland in Europa

Die Kirche von Theth mit den albanischen Alpen im Hintergrund.  © privat

Wunderschöne Strände, beeindruckende Berge, absolute Wildnis und wenige Touristen - all das gibt es in Albanien.

Das Balkanland lässt sich am besten mit dem Mietwagen erkunden. Während die Küstenregion im Sommer oft überlaufen ist, bietet Albaniens Hinterland spektakuläre Landschaften und Ruhe.

Vor allem die albanischen Alpen sind ein Paradies für Wanderer. Das abgelegene Dorf Theth wirkt wie aus der Zeit gefallen - eine Nacht in einem der traditionellen Steinhäuser ist ein Muss.

Dazu gibt's im ganzen Land typische Balkanküche zu günstigen Preisen und ganz sicher einen Raki, das albanische Nationalgetränk - ein sehr starker Obstbrand.

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Im Süden des Landes wird es noch ruhiger, die Gegend ist sehr dünn besiedelt. Hier erwarten Euch grüne Hügel, Berge, abenteuerliche Straßen und heiße Quellen. Die bekanntesten sind die Thermalquellen von Benjë (Llixhat e Bënjës) im Vjosa-Nationalpark.

Ursprünglich und authentisch: der Süden von Albanien.  © privat

Bosnien und Herzegowina: Der Kultur-Geheimtipp

Die berühmte Stadt Mostar mit ihrer historischen Steinbrücke.  © 123rf/nicomaderna

Bosnien und Herzegowina: Dieses Land ist ein absoluter Geheimtipp für Abenteurer. Wer auf Palmen und Strand verzichten kann, kommt hier auf seine Kosten.

In der Hauptstadt Sarajevo trifft der Orient auf Europa: verwinkelte Gassen, der Duft von frischem Kaffee und Gewürzen. Dazu eine bewegte Geschichte. In den 90er-Jahren tobte hier ein unerbittlicher Krieg. Noch immer sind zahlreiche Einschusslöcher an den Fassaden zu sehen.

Weiter südlich wartet die Stadt Mostar mit einem spektakulären Fotomotiv: Die berühmte Steinbrücke Stari Most ist ein absolutes Highlight. Sie verbindet die beiden Stadtteile miteinander.

Und dann sind da noch die Berge: Unberührte Natur, dichte Wälder und hohe Gipfel - vor allem die Regionen rund um die Dinarischen Alpen sind ein Wanderparadies.

Ein weiterer Vorteil: Bosnien und Herzegowina ist deutlich günstiger als Griechenland, Spanien und Co. Unterkünfte, Essen und Aktivitäten kosten hier meist nur einen Bruchteil.

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Kultur trifft auf Schönheit: Das historische Kloster Blagaj in Bosnien und Herzegowina liegt romantisch an einem eiskalten Bergfluss, umgeben von hohen Steinfelsen.  © privat

Kefalonia: Griechenland-Flair ohne Massentourismus

Das kleine Fischerdorf Assos auf Kefalonia verzaubert mit bunten Häusern, türkisblauem Wasser und entspannter Hafenatmosphäre.  © 123rf/lucianbolca

Ruhe, wenig Touristen und authentische, griechische Kultur - das alles gibt's auf der Insel Kefalonia.

Sie gilt noch als Geheimtipp: keine wilden Strandpartys, keine hässlichen Hotel-Hochhäuser. Stattdessen türkisblaues Wasser, kleine Dörfer und unberührte Natur.

Besonders beeindruckend: der unterirdische See in der Melissani-Höhle, aber auch der berühmte Myrtos Beach. Er gehört zu den spektakulärsten Stränden Griechenlands - umgeben von steilen Klippen und mit einem Panorama, das fast zu schön wirkt, um echt zu sein.

Wer es ganz ruhig mag, findet auf der Insel völlig abgelegene und fast menschenleere Strände - meist allerdings verbunden mit einer kleinen Wanderung.

In den kleinen Fischerorten Assos und Fiscardo scheint die Zeit stillzustehen. Hier bieten Restaurants frischen Fisch an - dazu ein Blick auf den Hafen, in dem die Fischerboote leicht im Wind schaukeln.

Einige Fluggesellschaften bieten Direktflüge ab Deutschland auf die Insel an - ein echter Massenansturm wie auf Rhodos oder Kos bleibt hier aber aus.

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