Unverschämte Preise und schlechte Bewertungen: Abzock-Restaurant macht einfach weiter

Mykonos (Griechenland) - Eine Cola für 50 Euro? Preise nur auf Anfrage? Das Kleingedruckte nicht gelesen? Pech gehabt. Das berüchtigte Abzock-Restaurant DK Oyster auf Mykonos tut wirklich alles, um seinem üblen Ruf gerecht zu werden.

Wer bei DK Oyster auf Mykonos speist, ärgert sich meist.
Wer bei DK Oyster auf Mykonos speist, ärgert sich meist.  © Montage: Tripadvisor

Dieses Restaurant dürfte nur ganz wenige Stammgäste haben. Die miesen Bewertungen sprechen für sich.

Aufgebrachte Gäste berichten bei Tripadvisor von völlig überzogenen Preisen, unfreundlichem Personal und dreister Abzocke.

"Sie sagen euch, dass die Strandliegen kostenlos sind", berichtet aktuell Eleanor. "Aber dann sagen sie, dass ihr ein Getränk bestellen müsst." Dafür habe sie zehnmal mehr gezahlt, als eine Liege üblicherweise kostet.

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Auch Dave aus den USA ist empört: "Ihr werdet aufgefordert, ein Getränk zu kaufen, wenn ihr sitzen wollt. Sie werden sich weigern, eine Speisekarte zu zeigen oder die Preise zu nennen." Ihm wurden 107 Euro für ein Bier und einen Saft berechnet.

Elise zockten sie richtig ab: "Uns wurden 300 Euro für Wolfsbarsch und 119 Euro für eine Jumbo-Garnele berechnet, die nicht einmal richtig gekocht war!" Was die Touristin nicht wusste: Bei DK Oyster wird das Essen in 100 Gramm Schritten berechnet.

Das war aus der Speisekarte nicht ersichtlich, beklagt sie. Hätte sie das gewusst, hätte sie bestimmt keinen ganzen Fisch bestellt.

Die Bewertungen bei Tripadvisor haben es in sich.
Die Bewertungen bei Tripadvisor haben es in sich.  © Screenshot: Tripadvisor
Die "kostenlosen Liegen" gehören zum Geschäftsmodell.
Die "kostenlosen Liegen" gehören zum Geschäftsmodell.  © Tripadvisor/Cesilv

DK Oyster: Kaum ein Gast will wiederkommen

Nur wer mehrfach nachfragt, bekommt eine Speisekarte ausgehändigt
Nur wer mehrfach nachfragt, bekommt eine Speisekarte ausgehändigt  © Tripadvisor/Richard W.

"Sie locken mit dem Versprechen einer 'Gratisliege' bei einem Mindestumsatz von einem Getränk", fasst ein anderer Nutzer das Geschäftsmodell von DK Oyster zusammen. "Dann kommen die Kellner, üben Druck aus, dass ihr schnell etwas bestellt, ohne auf die Speisekarte zu achten." Acht Euro hätte allein das Ketchup zu den Pommes gekostet, erinnert sich der Gast.

Auch Ana weiß aus leidvoller Erfahrung zu berichten: "Das Kleingedruckte ist auf der Speisekarte versteckt. Ihr bemerkt es nicht, bis eure Karte belastet wird."

Doch das war noch nicht alles. Bei DK Oyster ist es offenbar auch üblich, sich gelegentlich zu "verrechnen". "Sie haben meine Karte mit 560 Euro belastet, für zwei Getränke, statt 56 Euro", empört sich Laura. "Sie sagten, sie würden es zurückerstatten, haben sie aber nicht." Viele andere Gäste berichten von ganz ähnlichen Erfahrungen, als sie auf die Kreditkarten-Abrechnung schauten.

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Andere Gäste berichten, dass eine Shisha bei DK Oyster um die 250 Euro kostet, ein Pastagericht schon mal 180 Euro und eine Cola Zero (ohne Liege) 35 Euro. Dazu kommt noch ein obligatorisches Trinkgeld, getarnt als "Servicegebühr", von 20 Prozent.

Wer diesen Laden kennt, rennt ...

Titelfoto: Montage: Tripadvisor

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