24-Stunden-Warnstreik legt WDR lahm: Verdi fordert "angemessene Bezahlung"
Köln - Am Donnerstag geht beim WDR in Köln nichts: Im laufenden Tarifkonflikt hat Verdi die Beschäftigten der Rundfunkanstalt zu einem 24-stündigen Warnstreik aufgerufen.
Am frühen Donnerstagmorgen um 2 Uhr sollten die WDR-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter ihre Arbeit niederlegen, forderte die Gewerkschaft. Zuvor war bereits die vierte Tarifrunde ohne Ergebnis geblieben.
Verdi bewerte das Angebot des WDR als unzureichend. Demnach hatte die Rundfunkanstalt vor, die Gehälter und Honorare der Angestellten erst in den Jahren 2027 und 2028 anzuheben.
Und mehr noch: "Die Erhöhung liegt jeweils bei 2 Prozent und steht unter Vorbehalt einer Beitragsanpassung. Ohne diese sinkt sie auf jeweils 1 Prozent", berichtet die Gewerkschaft.
Dieses Angebot werde der wirtschaftlichen Lage der Beschäftigten damit nicht gerecht, meint Christof Büttner, Verhandlungsführer von Verdi NRW, der klarstellt: "Die Beschäftigten leisten täglich hochwertige Arbeit. Dafür braucht es eine angemessene Bezahlung."
Gewerkschaft fordert mehr Lohn für Festangestellte und Azubis
Verdi fordert daher eine Gehaltsanpassung um 7 Prozent, mindestens aber 700 Euro im Monat für Festangestellte. Auszubildende sollen zudem mindestens 200 Euro im Monat mehr bekommen. "Wir erwarten vom WDR ein deutlich verbessertes Angebot. Die Beschäftigten brauchen Planungssicherheit und faire Einkommen", erklärt Büttner.
Ab 9 Uhr am Donnerstagmorgen lädt die Gewerkschaft die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter daher zum "Streik-Frühstück" im 1LIVE- und Vierscheibenhaus (Mörsergasse, 50667 Köln) ein. Um 10 Uhr beginnt die Kundgebung. Am Freitagmorgen ab 2 Uhr soll der Warnstreik beendet werden.
Titelfoto: Rolf Vennenbernd/dpa
