Streik am Hafengeburtstag? Gewerkschaft stellt Ultimatum

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Hamburg - Der Tarifstreit bei der Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein GmbH (VHH) spitzt sich zu. Auch in der achten Verhandlungsrunde mit der Gewerkschaft ver.di gab es am Montag keinen Durchbruch. Stattdessen stellt die Gewerkschaft jetzt ein Ultimatum.

Die Gewerkschaft ver.di stellt nun ein Ultimatum bei den Tarifverhandlungen. (Archivfoto)
Die Gewerkschaft ver.di stellt nun ein Ultimatum bei den Tarifverhandlungen. (Archivfoto)  © Bodo Marks/dpa

Bis zum 3. Mai 2026 um 12 Uhr muss ein neues Angebot auf dem Tisch liegen. Passiert das nicht, droht Hamburg der nächste Streik – und das ausgerechnet rund um den Hafengeburtstag! Das Event findet vom 8. bis 10. Mai statt.

Sollte die Frist nämlich verstreichen, könnten die Streiks genau dann zuschlagen, wenn Hamburg feiert. Rund um den Hafengeburtstag, eines der größten Events der Stadt mit Hunderttausenden Besuchern, könnte es dann zum Verkehrschaos kommen.

Die Forderungen der Arbeitnehmer sind klar: kürzere Arbeitszeiten und mehr Geld. Konkret: eine höhere Jahressonderzahlung. Das Angebot der VHH? Aus Sicht der Gewerkschaft viel zu wenig.

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Das bislang vorgelegte Angebot der VHH sieht vor, die Wochenarbeitszeit ab 2028 von 39 auf 38,5 Stunden zu senken und in einem zweiten Schritt ausschließlich für Beschäftigte im Fahrdienst ab 2029 auf 38 Stunden.

Verdi wertet das Angebot jedoch als unzureichend: Die Reduzierung solle nämlich mit längeren Schichtzeiten verbunden werden, sodass die Arbeitsverdichtung unter dem Strich weiter zunehme.

Droht am Hafengeburtstag der nächste VHH-Streik? Betroffene machen Druck

Sollte die Frist verstreichen, droht ein Streik am Wochenende des Hafengeburtstags. (Archivfoto)
Sollte die Frist verstreichen, droht ein Streik am Wochenende des Hafengeburtstags. (Archivfoto)  © David Hammersen/dpa

Busfahrer und Tarifkommissionsmitglied Sergej Nuss bringt es auf den Punkt: "Wir sind jetzt schon am Limit! Was wir brauchen, ist echte Entlastung", heißt es in einer Mitteilung von ver.di. Stattdessen drohten Verschlechterungen.

Auch ver.di-Nord-Verhandlungsführer Sascha Bähring erhöht den Druck: "Jetzt sind die Arbeitgeber und die Politik am Zug, ein einigungsfähiges Angebot vorzulegen, um die Streiks abzuwenden." Die Uhr tickt.

Titelfoto: Bodo Marks/dpa

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