Busfahrer zum Warnstreik aufgerufen: Diese Linien fahren trotzdem
Von Bernhard Sprengel
Hamburg - Zahlreiche Fahrgäste der VHH-Busse in Hamburg und in Schleswig-Holstein müssen heute auf andere Verkehrsmittel ausweichen.
Die Gewerkschaft Verdi hat die Busfahrer bei den Verkehrsbetrieben Hamburg-Holstein zu einem 24-stündigen Warnstreik aufgerufen. Am frühen Mittwochmorgen lief der Ausstand an, die Busse der VHH setzten weitgehend aus, wie der Geschäftsführer von Verdi mitteilte. "Fahrgäste müssen sich von Mittwoch bis Donnerstag auf massive Einschränkungen einstellen", teilte das kommunale Verkehrsunternehmen mit.
Nicht alle Betriebshöfe wurden allerdings zum Streik aufgerufen. Die VHH versuchten nach eigenen Angaben, über nicht bestreikte Standorte einen eingeschränkten Betrieb aufrechtzuerhalten. Inwieweit dies im Tagesverlauf gelinge, sei noch offen.
Von dem Warnstreik betroffen sind den Angaben zufolge Fahrten im Hamburger Westen und in den schleswig-holsteinischen Kreisen Pinneberg und Segeberg. Wie viele Fahrten ausfallen werden, kann laut VHH nicht abgeschätzt werden. Denn es sei vorab unklar, wie viele Busfahrer sich dem Aufruf anschließen werden.
Die VHH nannte 50 Linien, auf denen es zu Ausfällen kommen könnte, darunter die Expressbus-Linien X3, X21 und X95. Laut Verdi sollen die Betriebshöfe Volkspark, Schenefeld, Quickborn, Elmshorn und Norderstedt bestreikt werden.
Nicht betroffen seien die VHH-Busse in den östlichen Hamburger Stadteilen sowie die Buslinien in den Kreisen Stormarn und Kreis Herzogtum Lauenburg.
Die Gewerkschaft verhandelt über einen hausinternen Manteltarifvertrag. Verdi fordert unter anderem eine 35-Stunden-Woche und Urlaubsgeld in Höhe eines halben Monatslohns für die Mitarbeiter.
Gewerkschafr droht mit weiteren Arbeitsniederlegungen
Auch in der dritten Verhandlungsrunde am 4. Februar sei keine Einigung erreicht worden, erklärte Verdi. Die Gewerkschaft hat mit weiteren Arbeitsniederlegungen gedroht. Die Verhandlungen gehen am 26. Februar weiter.
Die VHH haben nach eigenen Angaben rund 3000 Mitarbeiter, etwa 800 Busse und sie bezeichnen sich als das drittgrößte kommunale Busunternehmen Deutschlands.
Die VHH sind zu knapp 95 Prozent im Besitz der Stadt Hamburg, den Rest halten die Landkreise Pinneberg, Segeberg, Stormarn und Herzogtum Lauenburg über eine Beteiligungsgesellschaft.
Titelfoto: NEWS5 / René Schröder
