Busse und Bahnen in NRW stehen zu Wochenbeginn schon wieder still

Von Jonas-Erik Schmidt, Jonas Reihl

Köln - Nach dem Streik ist vor dem Streik - zumindest in NRW: Am Montag müssen Fahrgäste in mehreren Städten des Landes erneut mit Einschränkungen bei Bussen und Bahnen rechnen. Auch Köln ist betroffen.

Am Montag wird erneut bei den Kölner Verkehrs-Betrieben (KVB) gestreikt. (Archivbild)  © Oliver Berg/dpa

Der Grund: Verdi hat zu weiteren Warnstreiks an zahlreichen Betriebshöfen des Nahverkehrs aufgerufen. Die Auswirkungen werden nach Einschätzung der Gewerkschaft unterschiedlich groß sein - auch ein nahezu kompletter Ausfall des Angebots sei möglich.

Insgesamt gibt es nach Angaben eines Verdi-Sprechers Aufrufe zur Arbeitsniederlegung in 19 Betrieben. Darunter seien etwa Unternehmen in Wuppertal, Mönchengladbach, Krefeld, Castrop-Rauxel, Herne, Bottrop, Oberhausen, Dortmund, Bielefeld und Köln.

Während in der Domstadt nach Angaben der Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) lediglich eine Reihe überwiegend linksrheinisch verkehrender Buslinien betroffen sind, könne der Stadtbahnbetrieb aufrechterhalten werden.

Tiergeschichten Einsame Hunde auf Firmengelände zurückgelassen: Lolek und Bolek nicht mehr wiederzuerkennen

Fahrgäste müssten sich hier allerdings auf Beeinträchtigungen einstellen, heißt es.

Anzeige

Kein ÖPNV am Montag in Dortmund, Niederrheinische Verkehrsbetriebe gehen von Ausfällen "bis zu zehn Prozent" aller Fahrten aus

Wegen eines Tarifkonflikts im kommunalen Nahverkehr hat die Gewerkschaft Verdi schon in den vergangenen Tagen zu Streiks in NRW aufgerufen. (Symbolbild)  © Stefan Puchner/dpa

Die Dortmunder Stadtwerke (DSW) teilten unterdessen mit, dass in Dortmund und Schwerte keine Stadtbahnen und Busse fahren werden. Aufgerufen zum Warnstreik seien zwar die rund 400 Fahrerinnen und Fahrer von Stadtbahnen - deren Ausstand wirke sich aber flächendeckend auch auf das Busangebot aus. Grund seien die engen Verknüpfungen zwischen dem Stadtbahn- und dem Busnetz.

Die Niederrheinischen Verkehrsbetriebe (NIAG) wiederum gehen von "möglichen Ausfällen von bis zu zehn Prozent der Fahrten aus", wie sie mitteilten. Ein weitgehender Ausfall des Betriebs sei auszuschließen.

Auslöser für die Warnstreiks, die schon in den vergangenen Tagen den Nahverkehr in diversen Städten betrafen, ist der Tarifkonflikt im kommunalen Nahverkehr. Dabei geht es um die Arbeitsbedingungen von etwa 30.000 Beschäftigten in rund 30 Nahverkehrsbetrieben in NRW. In zwei Verhandlungsrunden ist bislang keine Einigung erzielt worden.

Hunde Golden Retriever kann sich nicht für den neuen Welpen begeistern: Was der Kleine dann macht, lässt Herzen schmelzen

Die dritte Tarifrunde beginnt am Dienstag (24. März) und ist für mehrere Tage angesetzt. Während der Verhandlungen sind keine Warnstreiks geplant.

Mehr zum Thema Streik & Gewerkschaften: